MORNING BRIEFING - USA/Asien

19.05.2026 / 07:44 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend über seine sozialen Medien mitgeteilt, auf Wunsch der Golfstaaten einen geplanten US-Angriff auf den Iran vorerst auszusetzen, um Verhandlungen mit Teheran über ein mögliches Abkommen zur Beendigung des Krieges Raum zu geben. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und andere US-Militärvertreter angewiesen, den Angriff, der für Dienstag geplant gewesen sei, nicht durchzuführen. Trump warnte jedoch, dass er sie "weiterhin angewiesen habe, bereit zu sein, jederzeit einen vollständigen, groß angelegten Angriff auf den Iran durchzuführen, falls kein akzeptables Abkommen erreicht wird." Der Präsident sagte, die Führer von Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten ihn gebeten, den Angriff auszusetzen, weil "ernsthafte Verhandlungen nun stattfinden." Einen Tag zuvor Trump gewarnt, dass die "Uhr tickt" und dass, falls der Iran nicht auf Friedensverhandlungen eingehe, "nichts mehr von ihnen übrig bleiben wird."

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

12:00 US/Home Depot Inc, Ergebnis 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

Keine wichtigen Termine angekündigt

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

                              zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.405,00   -0,3 
E-Mini-Future Nasdaq-100    28.959,50   -0,5 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.589,40   +1,0 
Topix-500 (Tokio)            3.856,33   +0,8 
Kospi (Seoul)                5.093,54   -2,3 
Shanghai-Composite           4.142,71   +0,3 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  25.714,32   +0,2 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Uneinheitlich - Dass US-Präsident Donald Trump einen angeblich für den Berichtstag geplanten Angriff auf den Iran ausgesetzt hat, um dem Friedensprozess eine Chance zu geben, stützt nur teilweise. Laut Trump wurde er dazu von einigen Golfstaaten gebeten, denen zufolge ernsthafte Verhandlungen stattfänden. Die verhaltene Reaktion auf die Entwicklung zeigen die weiter hohen Ölpreise. Sie waren am Vortag im Verlauf des US-Handels zwar von ihren Tageshochs zurückgekommen, Brent-Öl kostet in Asien vor dem Hintergrund der für Öl- und andere Transporte weiter nicht passierbaren Straße von Hormus aber immer noch über 109 Dollar. Verkauft werden in der gesamten Region ähnlich wie schon in den USA Aktien aus dem Chipsektor. Im Vorfeld der am Mittwoch nach US-Börsenschluss anstehenden Quartalszahlen von Nvidia gehen hier viele Akteure auf Nummer sicher und nehmen Gewinne mit. Die Zahlen gelten als neuerlicher Test, ob der Hype um KI gerechtfertigt ist. Die Schwäche der Technologieaktien macht sich insbesondere an der Börse in Seoul bemerkbar, wo der Kospi stark nachgibt. Hier dürften auch wieder Gewinnmitnahmen eine Rolle spielen. Der stark techniklastige Index liegt seit Jahresbeginn immer noch über 70 Prozent im Plus. In Tokio stützt einerseits, dass die japanische Wirtschaft im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,1 Prozent gestiegen ist und damit stärker als mit 1,7 Prozent geschätzt. Andererseits ist die Inflation mit 3,4 Prozent weiter viel zu hoch und bremst. Die Notenbank strebt rund 2 Prozent an und hat bereits steigende Zinsen avisiert.

WALL STREET

INDEX             zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA            49.686,12   +0,3    +159,95       49.526,17 
S&P-500          7.403,05   -0,1      -5,45        7.408,50 
NASDAQ Comp     26.090,73   -0,5    -134,41       26.225,15 
NASDAQ 100      28.994,37   -0,4    -130,83       29.125,20 
 
                     Montag     Freitag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,28 Mrd   1,43 Mrd 
Gewinner             1.614        629 
Verlierer            1.159      2.148 
unverändert             63         54 
 

Knapp behauptet - Die Meldungslage zum Nahostkonflikt wurde zwar aufmerksam, bewegte zunächst aber kaum. Während die Ölpreise im Späthandel zurückkamen, erholten sich die Aktienkurse deutlich von den Tagestiefs. Auslöser war, dass US-Präsident Donald Trump über seine sozialen Medien mitgeteilt hatte, einen angeblich für Dienstag geplanten Militärschlag gegen den Iran auszusetzen. Trump sagte, er komme damit einer Bitte diverser Golfstaaten nach, die ihm mitgeteilt hätten, dass ernsthafte Verhandlungen im Gange seien und eine Einigung möglich sei. Am Aktienmarkt wurden insbesondere Technologieaktien gemieden. Für Vorsicht sorgte hier, dass am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Quartalsergebnisse der KI-Ikone Nvidia auf dem Programm stehen. Die Zahlen gelten wie üblich als wichtiger Gradmesser, inwieweit der KI-Hype - unter anderem am Aktienmarkt - sowie die immensen KI-Investitionen vieler Unternehmen gerechtfertigt sind. Nvidia gaben um 1,3 Prozent nach, auch andere Chipaktien gaben nach. Dominion Energy zogen um 9,4 Prozent an. Das Energieunternehmen wird vom Wettbewerber Nextera Energy übernommen in einem 67 Milliarden Dollar schweren Deal. Nextera verbilligten sich um 4,6 Prozent. Bio-Rad Laboratories sprangen um 13,9 Prozent. Der aktivistische Investor Elliott Investment hält laut Wall Street Journal eine beträchtliche Beteiligung an dem Anbieter von Labor- und Diagnostik-Ausrüstung. LiveRamp haussierten um über 27 Prozent mit der Nachricht, dass das französische Werbeunternehmen Publicis den Datenspezialisten für einen Gesamtwert von 2,2 Milliarden Dollar übernehmen will. Regeneron sackten nach einem Studienfehlschlag mit einem Präparat gegen Hautkrebs um knapp 10 Prozent ab.

US-ANLEIHEN

             Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre         4,06  -0,02       4,11            4,04 
5 Jahre         4,25  -0,00       4,29            4,22 
10 Jahre        4,60  +0,01       4,63            4,56 
 

Am Anleihemarkt kam es zu keiner Entspannung. Dort waren in der Vorwoche die Renditen auf Mehrjahreshochs gestiegen in Reaktion auf höher als erwartet ausgefallene Inflationsdaten, wiederum als Folge des Energiepreisschocks durch den Iran-Krieg. Die Zehnjahresrendite verharrte bei 4,60 Prozent.

DEVISEN

               zuletzt  +/- %      00:00    Mo, 9:10 Uhr  % YTD 
EUR/USD         1,1638   -0,2     1,1655          1,1632   -0,9 
EUR/JPY         185,05   -0,0     185,13          184,88   +0,6 
EUR/GBP         0,8680   +0,1     0,8675          0,8711   -0,4 
USD/JPY         159,00   +0,1     158,83          158,91   +1,5 
USD/KRW       1.506,10   +1,1   1.489,17        1.497,94   +4,6 
USD/CNY         6,8007   +0,0     6,8000          6,8039   -2,8 
USD/CNH         6,8017   +0,0     6,7989          6,8062   -2,5 
USD/HKD         7,8317   +0,0     7,8303          7,8297   +0,6 
AUD/USD         0,7127   -0,5     0,7166          0,7146   +6,8 
NZD/USD         0,5850   -0,4     0,5874          0,5846   +1,7 
BTC/USD      76.881,03   +0,0  76.868,55       76.894,10  -12,3 
 

Der Dollar gab nach seinem kräftigen Anstieg im Sog der gestiegenen Marktzinsen leicht nach, der Euro stieg auf 1,1655 Dollar.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

           zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold      4.542,86   -0,5     -23,12        4.565,98 
Silber       76,12   -2,0      -1,55           77,67 
Platin    1.965,60   -0,7     -14,00        1.979,60 
 

Der Goldpreis legte im US-Handel um 22 Dollar zu auf 4.560 je Feinunze.

ÖL

              zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex      107,75   -0,8      -0,91          108,66 
Brent/ICE      110,29   -1,6      -1,81          112,10 
 

Die Ölpreise gaben zunächst nach, stiegen dann angesichts neuer Sicherheitsvorfälle im Nahen Osten wieder deutlicher, um am Ende mit dem von US-Präsident Trump ausgesetzten Angriff auf den Iran wieder klar von den Tageshochs zurückzukommen. Brent-Öl kostete zuletzt knapp 109 Dollar, fast 4 Dollar weniger als im Tageshoch.

+++++ MELDUNGEN SEIT MONTAG 20.00 UHR +++++

JAPAN - Konjunktur

Das japanische Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal 2026 beschleunigt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal und auf Jahressicht um 2,1 Prozent. Das Wachstum fiel damit stärker aus als die Zunahme von 0,2 Prozent im vierten Quartal und als Ökonomen mit 0,4 bzw 1,7 Prozent getippt hatten. Die Entwicklung stützt die Argumente für eine weitere Zinserhöhung, zumal der BIP-Deflator erneut bei 3,4 Prozent lag. Die privaten Ausgaben stiegen im ersten Quartal um 0,3 Prozent, nachdem sie in den vorangegangenen drei Monaten stagniert hatten. Die Investitionsausgaben wuchsen um 0,3 Prozent, was deutlich unter dem Anstieg von 1,4 Prozent im Vorquartal lag.

MALAYSIA - INflation

Die Verbraucherpreise Malaysias lagen im April 0,4 Prozent höher als im Vormonat.

ALPHABET / BLACKSTONE

Alphabet's Google und Blackstone planen die Gründung eines Cloud-Unternehmens für Künstliche Intelligenz (KI), das sie mit 5 Milliarden Dollar Eigenkapital ausstatten wollen. Google werde Hardware - einschließlich seiner Spezialchips - sowie Software und Dienstleistungen für das Joint Venture bereitstellen. Benjamin Treynor Sloss, ein langjähriger Google-Manager, soll CEO des neuen Unternehmens werden. Hintergrund ist die Nachfrage nach Rechenleistung für das Training und den Betrieb fortschrittlicher KI-Modelle. Blackstone werde die Mehrheit der Anteile halten, so mit der Angelegenheit vertraute Personen. Es werde erwartet, dass das Unternehmen rund 25 Milliarden Dollar an Investitionen in die Datenverarbeitung, einschließlich Fremdkapital, bereitstellen werde.

LOCKHEED MARTIN

hat vom Pentagon einen Auftrag im Wert von 879,1 Millionen Dollar für den Bau von Teilen für Kampfflugzeuge erhalten.

OPENAI / ELON MUSK

OpenAI-Gründer Sam Altman hat in einem von Elon Musk angestrengten Prozess einen Erfolg erzielt. Musk hatte behauptet, das Startup hinter dem Chatbot ChatGPT habe "eine Wohltätigkeitsorganisation gestohlen", als es in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt worden sei. Im Kern drehte sich der Fall um Musks Vorwurf, Altman habe ihn manipuliert, sodass er geglaubt habe, zig Millionen Dollar zu spenden, um beim Start einer gemeinnützigen Organisation zur Entwicklung von KI zum Wohle der Menschheit zu helfen - nur damit OpenAI dann in ein gewinnorientiertes Unternehmen umgewandelt wurde.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2026 01:44 ET (05:44 GMT)

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