MÄRKTE USA/Abgaben nach Treffen Trump/Xi - Nvidia und Intel unter Druck

15.05.2026 / 15:44 Uhr

DOW JONES--Mit kräftigen Verlusten ist die Wall Street zum Wochenausklang in den Handel gestartet. Für den Dow-Jones-Index geht es kurz nach der Eröffnung um 0,8 Prozent auf 49.680 Punkte nach unten. Der S&P-500 verliert 1,1 Prozent. Bei den Technologie-Werten fällt das Minus besonders kräftig aus. Die Nasdaq-Indizes büßen bis zu 1,6 Prozent ein. Das mit Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping hat nicht den erhofften Durchbruch gebracht. Zu den Themen Iran-Krieg, technologische Vorherrschaft und der Taiwan-Frage habe es keine Fortschritte gegeben, so UBS-Volkswirt Paul Donovan. Auch zur Straße von Hormus zeichnet sich weiterhin keine Lösung ab. Die Ölpreise quittieren dies mit einem kräftigen Plus. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent steigt um 2,1 Prozent auf knapp 108 US-Dollar.

Dazu kommen die kräftig steigenden Renditen an den Anleihemärkten. Auslöser sind die jüngsten Preisdaten, die eine noch höhere Inflation zeigen als ohnehin wegen des Energiepreisschocks infolge des Iran-Kriegs schon erwartet. In den USA waren zuletzt die Verbraucher-, Erzeuger- und Importpreise höher als prognostiziert ausgefallen. Dies schürt weitere Spekulationen um mögliche Zinserhöhungen. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen erhöht sich um 11 Basispunkte auf 4,57 Prozent.

Der Dollar steigt - der Dollar-Index legt um 0,4 Prozent zu. Die andauernden Spannungen mit dem Iran und jüngste, unerwartet hohe Preisdaten schüren die Spekulation, dass die US-Notenbank zu Zinserhöhungen übergehen könnte. Der Markt preist eine Zinserhöhung bis März 2027 vollständig ein, wie Daten von LSEG zeigen.

Der Goldpreis gibt deutlicher nach. Die Feinunze reduziert sich um 2,3 Prozent auf 4.544 Dollar. Die Aussicht auf steigende Zinsen und der feste Dollar belasten.

Die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Mai wider Erwarten gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index für die allgemeine Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe des Distrikts erhöhte sich auf plus 19,6. Das ist der höchste Stand seit über vier Jahren. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Rückgang auf plus 7,0 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 11,0 gelegen. Auch die Industrieproduktion ist im April deutlicher gestiegen als prognostiziert.

Bei den Einzeltiteln zeigen sich vor allem die Werte aus dem Technologie-Sektor mit kräftigen Abgaben. Die hohen Erwartungen an das Trump/Xi-Treffen seien nicht erfüllt worden, heißt es. China hat nach Aussage von US-Präsident Trump trotz der Freigabe durch die USA keine H200-Chips von Nvidia gekauft. "Sie wollen versuchen, ihre eigenen zu entwickeln", so Trump. Die Erwartungen an einen Durchbruch waren gestiegen, nachdem sich Nvidia-Chef Jensen Huang einer Delegation hochkarätiger CEOs nach Peking angeschlossen hatte. Mit den Aktien von Nvidia geht es um 3,7 Prozent abwärts. Intel büßen 6,7 Prozent ein.

Der US-Investor Bill Ackman hat über seinen Hedgefonds Pershing Square eine Beteiligung an Microsoft aufgebaut. Damit wettet Ackman darauf, dass die massiven Investitionen des Softwaregiganten in Künstliche Intelligenz im derzeit schwächelnden Aktienkurs noch nicht angemessen berücksichtigt sind. Die Microsoft-Aktie steigt um 1,4 Prozent.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA           49.679,69   -0,8    -383,77       50.063,46 
S&P-500         7.419,20   -1,1     -82,04        7.501,24 
NASDAQ Comp    26.220,96   -1,6    -414,26       26.635,22 
NASDAQ 100     29.133,40   -1,5    -446,90       29.580,30 
 
US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             4,07  +0,07       4,08            4,02 
5 Jahre             4,23  +0,11       4,23            4,16 
10 Jahre            4,57  +0,11       4,57            4,49 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 17:05 
EUR/USD           1,1628   -0,3    -0,0040          1,1668     1,1709 
EUR/JPY           184,42   -0,2    -0,3800           184,8   184,8400 
EUR/CHF           0,9142   -0,0    -0,0002          0,9144     0,9161 
EUR/GBP           0,8705   -0,0    -0,0002          0,8707     0,8662 
USD/JPY           158,59   +0,2     0,2400          158,35   157,8600 
GBP/USD           1,3356   -0,3    -0,0043          1,3399     1,3514 
USD/CNY           6,8092   +0,4     0,0241          6,7851     6,7908 
USD/CNH           6,8124   +0,4     0,0260          6,7864     6,7876 
AUS/USD           0,7153   -0,9    -0,0067           0,722     0,7256 
Bitcoin/USD    79.682,52   -2,1  -1.697,30       81.379,82  79.780,76 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex         103,95   +2,8       2,78          101,17 
Brent/ICE         107,98   +2,1       2,26          105,72 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.543,79   -2,3    -105,69        4.649,48 
Silber             76,78   -8,0      -6,70           83,48 
Platin          1.971,99   -4,1     -83,69        2.055,68 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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