MTU-CEO: Nutzen die großen Marktchancen, die vor uns liegen

zur Gattung

07.05.2026 / 12:03 Uhr

DOW JONES--MTU Aero Engines sieht sich angesichts "großer Marktchancen" und operativer Stärke auf Kurs für seine Jahresziele. Auch die Mittelfristziele bis 2030 wurden bestätigt. "Wir nutzen die großen Marktchancen, die vor uns liegen", sagte CEO Johannes Bussmann laut Redetext auf der Hauptversammlung des DAX-Konzerns in München. Zwar belasteten der Konflikte im Nahen Osten aktuell den Luftverkehr, doch MTU sei zuversichtlich, dass das am positiven Langfrist-Trend nichts ändere.

Chancen sieht MTU unter anderem bei Drohnenantrieben. Durch die vor kurzem bekanntgegebene Übernahme von Aerodesignworks ist der Konzern in das Geschäft mit Antrieben für leichte Drohnen eingestiegen. Mit der Tochter eMoSys könne MTU elektrische Antriebe anbieten, und für schwerere Drohnen bestünden "gute Chancen, auch klassische Triebwerkstechnologie zu nutzen", so Bussmann.

"Diese autonomen Systeme werden in der europäischen Verteidigungsstrategie immer wichtiger. Der Bedarf wächst rasant. In den nächsten zehn Jahren soll sich das Marktvolumen weltweit mehr als verdreifachen. Die Nachfrage ist also da."

Im militärischen Geschäft mit Triebwerken sichern neue Bestellungen aus Deutschland, Italien und der Türkei die Serienfertigung für das Kampfflugzeug Eurofighter bis weit in die 2030er Jahre. Mit Blick auf die Triebwerksentwicklung für ein Kampfflugzeug im Rahmen des europäischen Rüstungsprojektes Future Combat Air System (FCAS) sagte Bussmann, es wäre "sehr enttäuschend, sollte die Entscheidung zur nächsten Generation europäischer Kampfflugzeuge weiter auf sich warten lassen". Das Projekt kommt zurzeit nicht voran. Der CEO appellierte erneut an die Politik, klare Entscheidungen zu treffen.

Das zivile Triebwerksgeschäft wird derweil vom Wachstum im Luftverkehr getragen. In den kommenden zwanzig Jahren werde sich die Zahl der Flugzeuge am Himmel verdoppeln, so Bussmann. Die Auftragsbücher von MTU seien für eine Auslastung von mehr als drei Jahren prall gefüllt.

Das vor zweieinhalb Jahren begonnene Rückrufprogramm des Getriebefan-Triebwerks soll spätestens Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein. Grund für den Rückruf war ein Materialfehler in einem Bauanteil des US-Partners Pratt & Whitney. "Spätestens Anfang 2027 sollte das erledigt sein", sagte Bussmann. Eine weiterentwickelte Variante des Triebwerks, der GTF Advantage, der noch effizienter, leiser und sparsamer sein soll, werde noch diesem Jahr auf den Markt kommen.

Für 2026 erwartet MTU einen Umsatz von 9,2 bis 9,7 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von 1,35 bis 1,45 Milliarden Euro. Bis 2030 will MTU den Umsatz auf 13 bis 14 Milliarden Euro steigern und zielt auf eine bereinigte Konzern-EBIT-Marge zwischen 14,5 und 15,5 Prozent ab.

Kontakt zur Autorin: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/uxd

(END) Dow Jones Newswires

May 07, 2026 06:03 ET (10:03 GMT)

zur Übersicht mit allen Meldungen

ein Service von
DOW JONES

Copyright © 2026 Tradegate Exchange GmbH
Bitte beachten Sie das Regelwerk

DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG

Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)