Puma überrascht mit Gewinnplus und Margenverbesserung - Ausblick bestätigt
30.04.2026 / 08:29 Uhr
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Puma hat im ersten Quartal überraschend die operativen Gewinne gesteigert und deutlich die Margen verbessert, trotz leichten Umsatzrückgangs. Unter dem Strich ergab sich ein deutlicher Gewinnanstieg im Vorjahresvergleich, allerdings auf niedrigem Niveau. Im Vorjahresquartal war der Gewinn eingebrochen, der MDAX-Konzern verlor seinen CEO. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte die Nummer 3 der börsennotierten Sportartikelhersteller weltweit, der sich derzeit in einem Restrukturierungsprozess unter dem neuen CEO Arthur Hoeld befindet. Zum 1. Mai bekommt der MDAX-Konzern auch einen neuen CFO. Wie er mitteilte, hat er Mark Langer verpflichtet, dessen vorherige Stationen unter anderem Douglas und Hugo Boss beinhalten.
Im Auftaktquartal sank der Umsatz währungsbereinigt um 1 Prozent auf 1,86 Milliarden Euro. Er war marginal besser als die im Konsens erwarteten 1,824 Milliarden.
Der bereinigte operative Gewinn EBIT stieg auf 64,4 Millionen Euro von 61 Millionen, erwartet worden war ein Rückgang auf 53 Millionen. Das berichtete EBIT stieg um 20 Prozent auf 51,9 Millionen Euro von 43 Millionen. Alle Vorjahreszahlen sind nach der Aufgabe des Geschäftsbereichs Puma United angepasst worden.
Die EBIT-Marge verbesserte sich auf 2,8 Prozent von 2,2. Die Rohertragsmarge stieg auf 47,7 Prozent von 47,1.
Unter dem Strich ergab sich im fortgeführten Geschäft ein Gewinn von 26,5 Millionen Euro verglichen mit 1,1 Millionen im Vorjahr. Erwartet worden waren nur etwa die Hälfte, 12,7 Millionen Euro.
Je Aktie stieg der Gewinn auf fortgeführten Geschäftsbereichen auf 0,18 Euro von 0 im Vorjahr, auch er war doppelt so hoch wie die erwarteten 0,09 Euro.
"Operativ sind wir solide in unser Übergangsjahr 2026 gestartet", sagte CEO Hoeld. "Wir konnten unsere Lagerbestände schneller als geplant abbauen, haben unser Produktportfolio und operative Ineffizienzen reduziert" und auch Fortschritte gemacht bei der Weiterentwicklung der Organisation und des operativen Modells. "Im verbleibenden Jahr werden wir uns weiterhin auf die Verbesserung unserer Vertriebsqualität, unserer Kosten und unseres Cash Managements fokussieren. Damit schaffen wir die Basis für zukünftiges Wachstum", so Hoeld.
Für das laufende Jahr geht Puma weiterhin von einem währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich aus sowie einen Verlust beim berichteten EBIT in der Größenordnung 50 Millionen bis 150 Millionen Euro, einschließlich Einmalbelastungen im Zusammenhang mit dem Kosteneffizienzprogramm. Investieren (CAPEX) will der Konzern rund 200 Millionen Euro. Der Konzern rechnet mit anhaltenden geopolitischen sowie makroökonomischen Unsicherheiten.
2026 hat Puma als ein Übergangsjahr bezeichnet, nachdem 2025 ein "Reset-Jahr" war, ab 1. Juli 2025 unter dem neuen CEO. Der Konzern will ab 2027 wieder profitables Wachstum liefern.
Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_
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