MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa
30.04.2026 / 07:32 Uhr
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
DONNERSTAG: In Schweden wird im Vorfeld des Mai-Feiertages verkürzt gehandelt.
FREITAG: Am 1. Mai bleiben unter anderem die Börsen in Amsterdam, Brüssel, Frankfurt, Helsinki, Hongkong, Lissabon, Luxemburg, Madrid, Mailand, Moskau, Oslo, Paris, Seoul, Schanghai, Singapur, Stockholm, Wien und Zürich geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Die US-Notenbank hat ihre Zinspause verlängert, wobei sich allerdings größere Meinungsverschiedenheiten darüber zeigten, ob weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt werden sollten. Die Ratsmitglieder Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan sprachen sich gegen einen solchen Hinweis im geldpolitischen Statement aus. Der Leitzins liegt weiter in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Börsianer und Ökonomen hatten mit dieser Entscheidung gerechnet. Ratsmitglied Stephen Miran votierte für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Fed-Chef Jerome Powell sagte bei seiner Pressekonferenz, die Lockerungstendenz im Statement sei Gegenstand "heftiger Diskussionen" gewesen. "Die Mehrheit wollte die Formulierung zur geldpolitischen Lockerung nicht streichen", sagte Powell. "Es gibt so viel Unsicherheit über den weiteren Pfad und keine Eile, die lockere Geldpolitik aufzugeben." Powell erklärte, dass die Zentralbank angesichts der hohen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Nahost-Krieg gut aufgestellt sei, um in der Geldpolitik abzuwarten. "Wir halten unseren Leitzins für angemessen", sagte Powell. "Derzeit fordert niemand eine Zinserhöhung - es wird wirklich davon abhängen, wie sich die Lage entwickelt." Die Inflation sei gestiegen und befinde sich auf einem erhöhtem Niveau.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++
MTU AERO ENGINES (8:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (Angaben in Millionen Euro):
PROG PROG PROG
1. Quartal 1Q26 ggVj Zahl 1Q25
Umsatz 2.223 +5% 17 2.111
EBIT bereinigt 310 +3% 17 300
EBIT-Marge bereinigt 13,9 -- -- 14,2
Ergebnis nach Steuern bereinigt 225 +2% 17 221
Ergebnis je Aktie bereinigt 4,16 +4% 17 3,99
Ergebnis nach Steuern 193 -14% 6 224
Ergebnis je Aktie 3,51 -13% 5 4,03
Free Cashflow 85 -43% 17 150
VOLKSWAGEN (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (Angaben in Millionen Euro):
PROG PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25
Umsatz 77.627 +0,1% 10 77.558
Operatives Ergebnis 2.857 -1% 9 2.873
Operative Umsatzrendite 3,7 -- 8 3,7
Ergebnis vor Steuern 2.731 -12% 8 3.109
Ergebnis nach Steuern/Dritten 1.732 -5% 8 1.831
Ergebnis je Vorzugsaktie 3,48 -6% 4 3,69
Operatives Ergebnis Sparten:
Netto-Cashflow Automobile 478 -- 4 -828
DELIVERY HERO (7:30)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (Angaben in Millionen Euro):
PROG PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25
GMV 12.278 -1% 6 12.373
Umsatz 3.736 +6% 6 3.523
- GMV = Bruttowarenwert (gross merchandise value)
PUMA (8:00)
Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (Angaben in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):
PROG PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25
Umsatz 1.824 -8% 12 1.990
EBIT bereinigt 53 -13% 13 61
EBIT 43 -- 13 43
EBIT-Marge 2,3 -- 12 2,2
Ergebnis nach Steuern/Dritten 13 -- 12 1,1
Ergebnis je Aktie 0,09 -- 12 0,00
Weitere Termine:
06:00 GB/Standard Chartered plc, Ergebnis 1Q
06:30 FR/Societe Generale SA, Ergebnis 1Q
06:55 ES/Banco Bilbao Vizcaya Argentaria SA (BBVA), Ergebnis 1Q
06:55 DE/Alzchem Group AG, Ergebnis 1Q
07:00 AT/OMV AG, Ergebnis 1Q
07:00 FR/BNP Paribas SA, Ergebnis 1Q
07:00 LU/Arcelormittal SA, Ergebnis 1Q
07:00 FR/Capgemini SA, Ergebnis 1Q
07:00 FR/Credit Agricole SA, Ergebnis 1Q
07:15 FR/Air France-KLM Group, Ergebnis 1Q
07:30 AT/Erste Group Bank AG, Ergebnis 1Q
07:30 DE/Aixtron SE, ausführliches Ergebnis 1Q (15:00 Analystenkonferenz)
07:30 FR/Schneider Electric SE, Ergebnis 1Q
07:30 NL/ING Groep NV, Ergebnis 1Q
07:30 DE/Befesa SA, Ergebnis 1Q
07:30 DE/Drägerwerk AG & Co KGaA, ausführliches Ergebnis 1Q
07:30 DE/Fielmann Group AG, Jahresergebnis und Geschäftsbericht (10:00 BI-PK)
08:00 CH/Glencore plc, Production Report 1Q
08:00 GB/Unilever plc, Trading Statement 1Q
08:00 ES/Repsol SA, Ergebnis 1Q
08:00 NL/Stellantis NV, Ergebnis 1Q
10:00 DE/BASF SE, HV
10:00 DE/Continental AG, HV
10:00 DE/Hella GmbH & Co KGaA, HV
10:00 DE/Knorr-Bremse AG, HV
10:00 DE/RWE AG, HV
10:00 DE/Sto SE & Co. KGaA, Jahresergebnis
11:00 DE/Atoss Software SE, HV
12:00 GB/Rolls-Royce plc, HV und Zwischenbericht
12:30 US/Caterpillar Inc, Ergebnis 1Q
12:30 US/Merck & Co Inc, Ergebnis 1Q
13:00 US/Mastercard Inc, Ergebnis 1Q
13:00 US/Conocophillips, Ergebnis 1Q
22:00 US/Amgen Inc, Ergebnis 1Q
22:30 US/Apple Inc, Ergebnis 2Q
DIVIDENDENABSCHLAG
(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)
Unternehmen Dividende Gea 1,30 EUR Hochtief 6,60 EUR Munich Re 24,00 EUR Paul Hartmann 8,00 EUR Rational 20,00 EUR RTL 4,029 EUR
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- FR
07:30 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
PROGNOSE: +0,2% gg Vq
4Q: +0,2% gg Vq/+1,1% gg Vj
07:30 Privater Verbrauch März
PROGNOSE: k.A.
zuvor: -1,4% gg Vm/-1,5% gg Vj
08:45 Verbraucherpreise (vorläufig) April
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +0,9% gg Vm/+1,7% gg Vj
HVPI
PROGNOSE: +2,3% gg Vj
zuvor: +2,0% gg Vj
- DE
08:00 Einzelhandelsumsatz März saisonbereinigt real
PROGNOSE: -0,2% gg Vm
zuvor: -0,5% gg Vm
08:00 Import-/Exportpreise März
Importpreise
PROGNOSE: +2,0% gg Vm/ *0,6% gg Vj
zuvor: +0,3% gg Vm/ -2,3% gg Vj
09:55 Arbeitsmarktdaten April
Arbeitslosenzahl saisonbereinigt
PROGNOSE: +5.000 gg Vm
zuvor: unv. gg Vm
Arbeitslosenquote saisonbereinigt
PROGNOSE: 6,3%
zuvor: 6,3%
10:00 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
kalender- und saisonbereinigt gg Vq
PROGNOSE: +0,2% gg Vq
4Q: +0,3% gg Vq
kalenderbereinigt gg Vj
PROGNOSE: +0,3% gg Vq
4Q: +0,4% gg Vq
- ES
09:00 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
PROGNOSE: +0,5% gg Vq
4. Quartal: +0,8% gg Vq/+2,6% gg Vj
- IT
10:00 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
PROGNOSE: +0,1% gg Vq
4Q: +0,3% gg Vq
11:00 Verbraucherpreise (vorläufig) April
PROGNOSE: k.A.
zuvor: +0,3% gg Vm/+0,8%gg Vj
- EU
11:00 Arbeitsmarktdaten März
Eurozone Arbeitslosenquote
PROGNOSE: 6,2%
zuvor: 6,2%
11:00 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
Eurozone
PROGNOSE: +0,2% gg Vq/+0,9% gg Vj
4Q: +0,2% gg Vq/+1,2% gg Vj
11:00 Verbraucherpreise Eurozone (Vorabschätzung) April
Eurozone
PROGNOSE: +2,9% gg Vj
zuvor: +1,3% gg Vm/+2,6% gg Vj
Kernrate (ohne Energie, Nahrung, Alkohol, Tabak)
PROGNOSE: +2,2% gg Vj
zuvor: +0,8% gg Vm/+2,3% gg Vj
14:15 EZB, Ergebnis der Ratssitzung
Einlagensatz
PROGNOSE: 2,00%
zuvor: 2,00%
- GB
13:00 BoE, Ergebnis und Protokoll der Sitzung des geldpolitischen Rats
sowie geldpolitischer Bericht Bank Rate
PROGNOSE: 3,75%
zuvor: 3,75%
- US
14:30 Arbeitskostenindex 1Q
PROGNOSE: +0,9% gg Vq
4. Quartal: +0,7% gg Vq
14:30 BIP (1. Veröffentlichung) 1Q
annualisiert
PROGNOSE: +2,2% gg Vq
4. Quartal: +0,5% gg Vq
BIP-Deflator
PROGNOSE: +3,7% gg Vq
4. Quartal: +3,7% gg Vq
14:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 212.000
zuvor: 214.000
14:30 Persönliche Ausgaben und Einkommen März
Ausgaben / Einkommen
PROGNOSE: +0,9% gg Vm/+0,3% gg Vm
zuvor: +0,5% gg Vm/-0,1% gg Vm
PCE-Preisindex / Gesamtrate
PROGNOSE: +0,7% gg Vm/+3,5% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+2,8% gg Vj
PCE-Preisindex / Kernrate
PROGNOSE: +0,3% gg Vm/+3,2% gg Vj
zuvor: +0,4% gg Vm/+3,0% gg Vj
15:45 Index Einkaufsmanager Chicago April
PROGNOSE: 53,5
zuvor: 52,8
16:00 Index der Frühindikatoren Februar und März
PROGNOSE: -0,1% gg Vm
zuvor: -0,1% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++
Aktuell: Index zuletzt +/- % DAX Futures 23.799,00 -1,1 E-Mini-Future S&P-500 7.151,25 -0,2 E-Mini-Future Nasdaq-100 27.257,50 -0,3 Topix (Tokio) 3.716,97 -1,5 Hang-Seng (Hongk.) 25.788,48 -1,2 Shanghai-Comp. 4.106,19 -0,0 Mittwoch: INDEX zuletzt +/- % DAX 23.954,56 -0,3 DAX-Future 23.960,00 -0,9 XDAX 23.842,63 -0,5 MDAX 30.010,78 -0,2 TecDAX 3.624,95 +0,8 SDAX 17.641,57 +0,3 Euro-Stoxx-50 5.816,48 -0,3 Stoxx-50 4.992,32 -0,7 Dow-Jones 48.861,81 -0,6 S&P-500 7.135,95 -0,0 Nasdaq Composite 24.673,24 +0,0
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
EUROPA
Ausblick: Die Vorlagen aus Asien sind eher zurückhaltend, die guten Geschäftszahlen der US-Automobil- und -Technologie-Unternehmen nutzen hierzulande nichts. Die Märkte warten auf die EZB und Bank of England, vor allem aber auf deren Aussagen zur weiteren Belastung durch die Ölpreis-Inflation. Hier könnte sich die Lage verschlimmern, die USA stießen erneute Drohungen in Richtung Iran aus und trieben den Brent-Ölpreis auf das höchste Niveau seit Ausbruch des Krieges. Die wichtigsten Daten des Tages sind daher die Inflation aus Europa und den USA (PCE-Index). Bei den Zentralbanken dürften britische Notenbank und EZB die Zinsen bestätigen. Vor allem bei der EZB warten Händler auf Andeutungen in Richtung Zinserhöhung. Die EZB-Mitglieder "werden sich der Auswirkungen des Krieges auf die Erreichung ihrer Inflationsziele sicherlich bewusster (...). Dennoch wird dies die Mehrheit der Gremiumsmitglieder nicht dazu bewegen, die geldpolitischen Einstellungen in dieser Woche zu ändern", sagt Thierry Wizman, Devisen- und Zinsstratege bei Macquarie.
Rückblick: Etwas leichter - Der rasante Anstieg des Ölpreises drückte auf die Stimmung. Brent zog bis Börsenschluss auf 117,76 Dollar das Fass an und lag damit nur noch knapp unter dem seit Ausbruch des Iran-Kriegs erreichten Hochs bei rund 120 Dollar. Marktteilnehmer sahen den Anstieg im Zusammenhang mit einem Hinweis von US-Präsident Donald Trump, dass man sich auf eine verlängerte Blockade Irans und der Straße von Hormus vorbereite. Daneben warteten Anleger auf die anstehenden geldpolitischen Entscheidungen verschiedener Zentralbanken. Pernod Ricard (-3,1%) beendete Fusionsverhandlungen mit Brown Forman. Astrazeneca fielen um 1,5 Prozent. Der Pharmariese meldete für das erste Quartal gestiegene Umsätze und Kerngewinne und bestätigte die Ziele - aber auch Pläne für hohe Investitionen. Beim Konkurrenten GSK (-5,4%) stieg der Gewinn dank höherer Verkäufe von Spezialmedikamenten. Auch GSK bestätigte den Ausblick. JP Morgan wies derweil auf einen möglichen ungünstigen Lagerbestandseffekt hin.
DAX/MDAX/SDAX/TECDAX
Etwas leichter - Für Adidas ging es um 8,4 Prozent nach oben. Der Sportartikelanbieter hatte trotz eines herausfordernden Konsumumfelds zweistellige Prozentwachstumsraten bei Umsatz und Gewinn erreicht. Scout24 legten um 6,7 Prozent zu. Das Digitalunternehmen habe ein solides Ergebnis vorgelegt, meinte Metzler. Airbus hat weniger verdient und umgesetzt. In der Rüstungssparte lief es aber gut und Airbus bestätigte außerdem die Jahresprognose. Der Kurs kletterte um 5,1 Prozent. Als durchwachsen wurden die Geschäftszahlen von Mercedes-Benz (-0,6%) bewertet. Traton (+1,3%) sei schwach in das Jahr gestartet, urteilte MWB. Der Auftragseingang liefere aber den Hauptlichtblick. Symrise zogen um 3,1 Prozent an. Der Aromenhersteller hatte Umsatz verloren, allerdings weniger als prognostiziert. Deutsche Bank verloren 1,8 Prozent - und das trotz eines Gewinnanstiegs. Die UBS sprach aber von einem schwachen Ergebnismix und bemängelte die Kernkapitalquote. Nach Zahlen der Vermögensverwaltungstochter DWS ging es für das Papier um 2,1 Prozent nach oben. Fuchs ist auf der Ertragsseite überraschend stark ins Jahr gestartet - der Kurs legte um 10,2 Prozent zu. Mit einem Aufschlag von 9,9 Prozent reagierten Thyssenkrupp auf die Kone-Übernahme von TK Elevator. Thyssenkrupp hält 16,5 Prozent an TK Elevator, der Verkauf spült also Geld in die Kasse der Düsseldorfer.
XETRA-NACHBÖRSE
Die Aktien der Porsche AG reagierten kaum auf die Ergebnisse für das erste Quartal (s.u.). Die Aktie wurde bei Lang & Schwarz bei sehr dünnen Umsätzen 1 Prozent höher getaxt. Talanx hat im ersten Quartal das Ergebnis deutlich stärker erhöht als an der Börse erwartet - der Ausblick wurde unter Vorbehalt aber nur bestätigt. Der Kurs wurde 2,6 Prozent niedriger getaxt.
USA - AKTIEN
Wenig verändert - Die Zinsentscheidung der Fed animierte nicht zu Aktienkäufen - gerade im Vorfeld wichtiger Quartalszahlen aus dem Technologiesektor. Die US-Notenbank hat ihre Zinspause wie mehrheitlich erwartet verlängert, wobei sich allerdings größere Meinungsverschiedenheiten darüber zeigten, ob weitere Zinssenkungen in Aussicht gestellt werden sollten. GE HealthCare stürzten nach Vorlage von Erstquartalszahlen um 13,2 Prozent ab. Das Medizintechnikunternehmen senkte den Ausblick. AbbVie (+3,3%) hat dagegen die Prognose für den bereinigten Jahresgewinn angehoben. Seagate Technology stiegen um 11,1 Prozent, der Festplattenhersteller überbot die Gewinn- und Umsatzerwartungen des Marktes für das dritte Geschäftsquartal - zudem sprachen Händler von einem überzeugenden Ausblick. Auch andere Aktien aus dem Speicher- und Speicherchipbereich legten zu: Micron Technology stiegen um 2,8 Prozent. Visa hat die Gewinnerwartungen für das zweite Geschäftsquartal übertroffen, der Kurs zog um 8,3 Prozent an. Für Brown-Forman ging es 10,3 Prozent talwärts, nachdem Pernod Ricard die Gespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller über eine mögliche Fusion beendet hatte.
USA - ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,93 +0,09 3,95 3,84 5 Jahre 4,06 +0,08 4,09 3,97 10 Jahre 4,41 +0,06 4,43 4,34
Die Renditen zogen an. Die Fed-Erklärung "habe gezeigt, dass das Thema der Sitzung eindeutig das Risiko gewesen ist, das der Krieg im Iran für beide Seiten des Mandats der Zentralbank mit sich gebracht habe", so Analyst Art Hogan von B. Riley Wealth. "Man bekommt den Eindruck, dass es mindestens mehrere Sitzungen geben wird, bevor wir Zinsänderungen durch den Offenmarktausschuss sehen", ergänzte er.
+++++ DEVISENMARKT +++++
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:29 EUR/USD 1,1659 -0,2 -0,0018 1,1677 1,1691 EUR/JPY 187,18 -0,0 -0,0300 187,2100 187,2500 EUR/CHF 0,9232 -0,1 -0,0008 0,9240 0,9237 EUR/GBP 0,8659 -0,1 -0,0006 0,8665 0,8669 USD/JPY 160,52 +0,1 0,1300 160,3900 160,2200 GBP/USD 1,3459 -0,1 -0,0014 1,3473 1,3485 USD/CNY 6,8401 +0,0 0,0026 6,8375 6,8380 USD/CNH 6,8443 -0,0 -0,0021 6,8464 6,8424 AUS/USD 0,7116 0,0 0,0000 0,7116 0,7130 Bitcoin/USD 75.473,57 -0,3 -185,74 75.659,31 76.240,38
Der Dollar baute mit der Zinsentscheidung und den Aussagen der Fed seine Gewinne leicht aus - beflügelt von gestiegenen Marktzinsen. Der Dollar-Index legte um 0,3 Prozent zu.
Der Euro verliert am Morgen leicht, der Dollar-Index legt um weitere 0,1 Prozent zu. Die weiter steigenden Ölpreise auf die höchsten Stände seit Ausbruch des Iran-Krieges senkten die Risikoneigung und stützten daher den Greenback, heißt es.
+++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.545,63 +0,1 3,88 4.541,75 Silber 71,74 +0,4 0,26 71,48 Platin 1.907,18 +1,5 27,87 1.879,31
Gestiegene Marktzinsen und ein festerer Dollar belasteten den Goldpreis. Dazu kam die gesunkene Wahrscheinlichkeit einer künftigen Zinssenkung durch die Fed. Die Feinunze fiel um 1,1 Prozent auf 4.546 Dollar.
ÖL
ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 109,7 +2,6 2,82 106,88 Brent/ICE 125,15 +6,0 7,12 118,03
Die Ölpreise stiegen weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit angedeutet hatte, die US-Militäraktionen gegen den Iran könnten wieder aufgenommen werden. Zudem hat Trump Mitarbeiter nach Aussagen von Regierungsvertretern angewiesen, sich auf eine länger andauernde Blockade des Iran - und damit der Straße von Hormus - vorzubereiten. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent stieg um 7,8 Prozent auf 119,88 Dollar.
Der Preis für Brent steigt am Morgen auf das höchste Niveau seit Ausbruch des Iran-Krieges. "Da sich die USA und der Iran in einer längeren Pattsituation befinden, treibt die anhaltende Störung der Energieflüsse durch die Straße von Hormus die Ölpreise in die Höhe", urteilt MUFG-Analyst Lloyd Chan.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG 17.30 UHR +++++
KONJUNKTUR CHINA
Chinas Industriekonjunktur ist im April stabil geblieben, was darauf hindeutet, dass der Druck durch die aufgrund des Konflikts im Nahen Osten gestiegenen Energiepreise begrenzt war. Der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe sank in diesem Monat geringfügig auf 50,3 von 50,4 im März. Ökonomen hatten im Konsens mit einem stärkeren Rückgang auf 50,1 gerechnet. Der private Index von Ratingdog für das verarbeitende Gewerbe stieg derweil von 50,8 auf 52,2 Punkte, den höchsten Stand seit Dezember 2020.
CHINA-WETTBEWERB
BASF-Chef Markus Kamieth fordert von Europa, Chinas unfairen Handelspraktiken die Stirn zu bieten. "An vielen Stellen wird von chinesischen Unternehmen nicht sauber gespielt", sagte Kamieth dem Nachrichtenmagazin Focus. Wenn der Handel offenkundig gegen die globalen Regeln verstößt, dürfe die EU dies nicht dulden, fordert der Vorstandschef: "Die Fälle zur Prüfung von Anti-Dumping-Maßnahmen bei der EU sind in den letzten 12 bis 24 Monaten enorm angestiegen. Wir sehen eine Verdopplung seit 2023. Aus gutem Grund: In China bestehen enorme Überkapazitäten für viele Produkte. Die Hersteller bieten sie deshalb teils unter den Produktionskosten an, um sie bei uns zu verkaufen." (Focus)
BASF
* angepasste Vorjahreswerte
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25*
Umsatz 16.020 -3% 15.883 -4% 16.509
EBITDA vor Sondereffekten 2.356 -6% 2.191 -12% 2.495
EBITDA 2.186 +6% 2.169 +5% 2.070
EBIT vor Sondereffekten 1.434 -10% 1.222 -23% 1.592
EBIT 1.261 +9% 1.184 +2% 1.160
Ergebnis vor Steuern 1.098 +8% 1.176 +16% 1.013
Ergebnis nach Steuern/Dritten 927 +15% 1.027 +27% 808
Ergebnis je Aktie 1,06 +16% 1,09 +20% 0,91
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin:
- EBITDA vor Sondereffekten: zwischen 6,2 und 7,0 Mrd Euro
- Free Cashflow: zwischen 1,5 und 2,3 Mrd Euro
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;
DEUTSCHE TELEKOM
Die Gewerkschaft Verdi weitet in der Tarifrunde der Deutschen Telekom die Warnstreiks am Donnerstag auf weitere Gebiete im Bundesgebiet aus. Grund für die Warnstreiks sind nach Angaben der Gewerkschaft der "enttäuschende Verlauf der zweiten Tarifverhandlungsrunde", die ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende gegangen war.
DHL
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Umsatz 20.420 -2% 20.707 -0,5% 20.809
EBIT 1.483 +8% 1.379 +1% 1.370
Ergebnis nSt und Dritten 812 +3% 764 -3% 786
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,73 +7% 0,68 0% 0,68
Free Cashflow ohne M&A 1.200 +64% 472 -36% 732
Umsatz Express 6.011 -2% 6.028 -2% 6.127
EBIT Express 799 +21% 682 +3% 662
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet weiterhin:
- EBIT: über 6,2 Mrd Euro
- Free Cashflow (ohne M&A): rund 3 Mrd Euro
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro;
KION
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Auftragseingang 2.985 +10% 2.728 +1% 2.706
Umsatz 2.771 -1% 2.778 0% 2.788
EBIT bereinigt 205 +5% 206 +5% 196
EBIT-Marge bereinigt 7,4 -- 7,4 -- 7,0
Ergebnis nach Steuern/Dritten 90 -- 88 -- -48
Ergebnis je Aktie 0,69 -- 0,67 -- -0,36
AUSBLICK 2025 - das Unternehmen erwartet:
- Umsatz: 11,4 bis 12,3 Mrd Euro
- EBIT bereinigt: 850 bis 1.040 Mio Euro
- Free Cashflow: 430 bis 570 Mio Euro
- ROCE: 8,3% bis 9,7%
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent;
NEMETSCHEK
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Umsatz 313 +11% 315 +11% 283
EBITDA 98 +22% 99 +23% 81
EBITDA-Marge 31,4 -- 31,5 -- 28,5
Ergebnis nach Steuern/Dritten 60 +35% 61 +35% 45
Ergebnis je Aktie 0,52 +33% 0,53 +36% 0,39
AUSBLICK 2026 - das Unternehmen erwartet:
- Umatzwachstum (währungsbereinigt): von 14% bis 15%
- EBITDA-Marge: 32% bis 33%
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent;
PORSCHE AG
Angesichts rückläufiger Autoverkäufe hat der Sportwagenhersteller im ersten Quartal weniger umgesetzt und verdient als im Vorjahresquartal. Die operative Umsatzrendite sackte in den drei Monaten Januar bis März zwar ab, lag aber über den Schätzungen von Analysten. Für das erste Quartal wurden folgende Eckdaten bekannt gegeben (Angaben in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Rendite in Prozent, Bilanzierung nach IFRS):
BERICHTET PROG PROG
1. QUARTAL 1Q26 ggVj 1Q26 ggVj 1Q25
Umsatz 8.400 -5% 8.417 -5% 8.858
Operatives Ergebnis 595 -22% 557 -27% 762
Operative Umsatzrendite 7,0 -- 6,6 -- 8,7
Ergebnis nach Steuern/Dritten 399 -23% 385 -25% 517
Ergebnis je Vorzugsaktie 0,44 -23% 0,43 -25% 0,57
Netto-Cashflow Automobile 514 +160% 567 +187% 198
TALANX
hat im ersten Quartal das Ergebnis deutlich stärker erhöht als an der Börse erwartet. Das Konzernergebnis kletterte auf 774 Millionen Euro von 604 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten im Konsens nur mit 673 Millionen Euro gerechnet. Der Versicherungsumsatz werde sich im Quartal voraussichtlich auf 12,1 (12,4) Milliarden Euro belaufen. Dies entspreche währungsbereinigt einer Steigerung um in etwa 3 Prozent, hieß es.
ALPHABET
Die Google-Muttergesellschaft Alphabet hat im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 22 Prozent gemeldet. Das Rennen um Künstliche Intelligenz (KI) treibt das Wachstum ihres Cloud-Geschäfts an. Der Umsatz von Alphabet erreichte rund 110 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen. Der Nettogewinn belief sich auf 62,6 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 81 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.
META PLATFORMS
hat im ersten Quartal den größten vierteljährlichen Umsatzsprung der jüngeren Geschichte verzeichnet, teilte aber mit, dass es in diesem Jahr sogar noch mehr Geld für den Ausbau von KI-Rechenzentren ausgeben werde, als es zuvor prognostiziert hatte. Das Unternehmen gab bekannt, dass es einen Umsatz von 56,3 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und einen Nettogewinn von 26,8 Milliarden Dollar erzielte. Sowohl der Umsatz als auch der Nettogewinn lagen über den Erwartungen der Analysten.
MICROSOFT
hat ein robustes Cloud-Wachstum von 40 Prozent gemeldet. Dennoch konnten die Zahlen die Bedenken der Anleger nicht zerstreuen. Sie fragen sich, wie der Konzern seine massive Wette auf KI-Infrastruktur in verlässliche Gewinne umwandeln wird. Der Umsatz erreichte 82,9 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, und der Nettogewinn belief sich auf 31,8 Milliarden Dollar. Sowohl Umsatz als auch Nettogewinn übertrafen die Erwartungen der Wall Street.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
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April 30, 2026 01:31 ET (05:31 GMT)
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