MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

29.04.2026 / 07:33 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MITTWOCH: In Japan bleiben die Börsen wegen eines Feiertags geschlossen.

DONNERSTAG: In Schweden findet wegen des Mai-Feiertages am Freitag ein verkürzter Handel statt.

+++++ TAGESTHEMA +++++

Der Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank wird voraussichtlich mehrheitlich für eine Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus stimmen. Ökonomen und Börsianer gehen davon aus, dass die Zielspanne der Fed Funds Rate bei 3,50 bis 3,75 Prozent bleiben wird. Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt klare Abkühlungstendenzen und auf der anderen Seite erweist sich die Inflation als zu hartnäckig, um der von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkung einfach nachzukommen. Es könnte der letzte Auftritt von Powell sein, dessen Amtszeit im Mai endet. Marktteilnehmer und Analysten werden die anstehenden Äußerungen von Powell zum Zinskurs sowie zum anstehenden Führungswechsel genauestens unter die Lupe nehmen. Nachdem das Justizministerium die Ermittlungen gegen Powell eingestellt hat, scheint der Weg für eine Bestätigung des designierten Nachfolgers Kevin Warsh frei. Weiterhin offen ist jedoch die Frage, ob Powell nach dem Ende seiner Amtszeit als Fed-Chef ein Mitglied im Board der Fed bleiben will. Powell könnte bei dieser Sitzung die Antwort auf diese Frage liefern.

Das makroökonomische Umfeld für die Fed hat sich angesichts des Krieges gegen den Iran zuletzt spürbar eingetrübt. Die jüngsten Entwicklungen unterstrichen dies: Seit Kriegsbeginn Ende Februar ist der Preis für Rohöl der Sorte Brent um mehr als 55 Prozent in die Höhe geschnellt. Dies schürt die Sorge vor einem neuen Inflationsschub,während die Verbraucherzuversicht bereits auf ein Rekordtief gefallen ist. Als Faustregel gilt unter Ökonomen, dass solche Energiepreisschocks die Inflation zeitverzögert nach oben treiben, weshalb das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß (PCE) zuletzt mit 3,0 Prozent bereits wieder deutlich über dem Zielwert von 2 Prozent lag.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

ADIDAS (7:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Margen in Prozent):

                      PROG  PROG 
1. QUARTAL 2026       1Q26  ggVj    1Q25 
Umsatz               6.298   +2%   6.153 
Bruttomarge           51,6    --    52,1 
Betriebsergebnis       647   +6%     610 
Operative Marge       10,3    --     9,9 
Ergebnis vor Steuern   603   +3%     58 
Ergebnis nach Steuern  452   +4%     436 
Ergebnis je Aktie     2,53   +4%    2,44 
 

SCOUT24 (7:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):

                       PROG  PROG  PROG 
1. QUARTAL             1Q26  ggVj  Zahl  1Q25 
Umsatz                  177  +12%     4   158 
EBITDA*                 108  +15%     4    94 
EBITDA-Marge*          60,6    --     4  59,5 
Ergebnis nach Steuern    49   -2%     3    50 
Ergebnis je Aktie      0,64   -7%     2  0,69 
-*aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit 
 

SYMRISE (7:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Umsatzentwicklung und Marge in Prozent):

                                       PROG   PROG  PROG 
1. QUARTAL 2026                        1Q26   ggVj  Zahl   1Q25 
Umsatz Konzern                        1.231    -7%    11  1.317 
- Scent & Care                          483    -7%    11    518 
- Taste, Nutrition & Health             748    -6%    11    799 
Organische Umsatzentwicklung Konzern   -1,6     --    12    4,2 
- Scent & Care                         -1,6     --    10    1,7 
- Taste, Nutrition & Health            -1,6     --    10    5,9 
 

PORSCHE AG (17:30)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Rendite in Prozent):

                                 PROG   PROG  PROG 
1. QUARTAL                       1Q26   ggVj  Zahl    1Q25 
Umsatz                          8.417    -5%    10   8.860 
Operatives Ergebnis               557   -27%    10     760 
Operative Umsatzrendite           6,6     --    --     8,6 
Ergebnis nach Steuern/Dritten     385   -25%     9     517 
Ergebnis je Vorzugsaktie         0,43   -25%     3    0,57 
Netto-Cashflow Automobile         567  +187%     4     198 
 

SILTRONIC (7:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):

                        PROG   PROG  PROG 
1. QUARTAL              1Q26   ggVj  Zahl    1Q25 
Umsatz                   314    -9%     5     346 
EBITDA                    67   -15%     5      78 
EBITDA-Marge            21,2     --    --    22,6 
EBIT                     -54     --     5      15 
Ergebnis nach Steuern    -60     --     5     4,3 
Ergebnis je Aktie      -1,79     --     4    0,08 
 

TRATON (8:00)

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das erste Quartal (in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent):

                                 PROG   PROG  PROG 
1. QUARTAL                       1Q26   ggVj  Zahl    1Q25 
Umsatz                         10.600     0%    13  10.606 
Operatives Ergebnis bereinigt     518   -20%    13     646 
Operative Marge bereinigt         4,9     --    13     6,1 
Ergebnis nach Steuern/Dritten     k.A.    --    --     466 
Ergebnis je Aktie                0,63   -32%    11    0,93 
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Weitere Termine:

06:45 CH/UBS Group AG, Ergebnis 1Q

07:00 DE/Wacker Chemie AG, ausführliches Ergebnis 1Q

07:00 SE/Volvo Car Corp, Ergebnis 1Q (08:00 PK)

07:30 DE/Baader Bank AG, Ergebnis 1Q

07:30 DE/Nagarro SE, Jahresergebnis und Geschäftsbericht

07:30 KR/LG Electronics Inc, Ergebnis 1Q

07:30 NL/KPN NV, Ergebnis 1Q

08:00 FR/Totalenergies SE, Ergebnis 1Q

08:00 GB/Astrazeneca plc, Ergebnis 1Q

08:00 GB/GSK plc, Ergebnis 1Q

08:00 GB/Haleon plc, Trading Statement 1Q

08:00 GB/Lloyds Banking Group plc, Ergebnis 1Q

09:00 ES/Iberdrola SA, Ergebnis 1Q

09:00 GB/Aston Martin Lagonda Global Holdings plc, Ergebnis 1Q

10:00 DE/Gea Group AG, HV

10:00 DE/Munich Re, HV

10:00 DE/Rational AG, HV

10:00 DE/BayernLB, Geschäftsbericht (10:00 BI-PK)

10:30 DE/Hochtief AG, HV

12:30 US/GE Healthcare Technologies Inc, Ergebnis 1Q

12:45 US/Abbvie Inc, Ergebnis 1Q

17:45 FR/Cie Generale des Etablissements Michelin SCA, Trading Statement 1Q

21:45 US/Qualcomm Inc, Ergebnis 2Q

22:00 US/Meta Platforms Inc, Ergebnis 1Q

22:05 US/Alphabet Inc (Google-Holding), Ergebnis 1Q

22:05 US/Amazon.com Inc, Ergebnis 1Q

22:05 US/Microsoft Corp, Ergebnis 3Q

22:05 US/Ebay Inc, Ergebnis 1Q

22:10 US/Ford Motor Co, Ergebnis 1Q

DIVIDENDENABSCHLAG

(bei deutschen Aktien und Aktien aus dem Stoxx- bzw. Euro-Stoxx-50-Index)

Unternehmen              Dividende 
Tick Trading Software    0,85 EUR 
Inditex                  0,88 EUR 
L'Oreal                  7,20 EUR 
 

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- ES 
    09:00 HVPI und Verbraucherpreise (vorläufig) April 
          HVPI 
          PROGNOSE: +3,5% gg Vj 
          zuvor:    +3,4% gg Vj 
- EU 
    10:00 EZB, Geldmenge M3 und Kreditvergabe März 
          Geldmenge M3 
          PROGNOSE:         +3,0% gg Vj 
          zuvor:            +3,0% gg Vj 
 
    11:00 Index Wirtschaftsstimmung April 
          Wirtschaftsstimmung Eurozone 
          PROGNOSE:        95,0 
          zuvor:           96,6 
          Industrievertrauen Eurozone 
          PROGNOSE:        -7,0 
          zuvor:           -7,0 
          Verbrauchervertrauen Eurozone 
          PROGNOSE:       -20,6 
          Vorabschätzung: -20,6 
          zuvor:          -16,3 
- DE 
    14:00 Verbraucherpreise (vorläufig) April 
          PROGNOSE: +0,6% gg Vm/+2,9% gg Vj 
          zuvor:    +1,1% gg Vm/+2,7% gg Vj 
          HVPI 
          PROGNOSE: +0,8% gg Vm/+3,1% gg Vj 
          zuvor:    +1,2% gg Vm/+2,8% gg Vj 
- US 
    14:30 Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter März 
          PROGNOSE: +0,2% gg Vm 
          zuvor:    -1,3% gg Vm 
 
          Baubeginne/-genehmigungen Februar und März 
          Baubeginne 
          PROGNOSE: -8,5% gg Vm 
          zuvor:    +7,2% gg Vm 
          Baugenehmigungen 
          PROGNOSE: +1,0% gg Vm 
          zuvor:    -5,4% gg Vm 
 
- CA 
    15:45 Bank of Canada (BoC), Ergebnisse des geldpolitischen Rats 
          Overnight Rate 
          PROGNOSE: k.A. 
          zuvor:    2,25% 
 

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
                            zuletzt  +/- % 
DAX Futures               24.193,00   +0,1 
E-Mini-Future S&P-500      7.185,25   +0,2 
E-Mini-Future Nasdaq-100  27.295,25   +0,5 
Topix (Tokio)              3.772,19   +1,0 
Hang-Seng (Hongk.)        26.052,67   +1,5 
Shanghai-Comp.             4.099,87   +0,5 
 
 
Dienstag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               24.018,26   -0,3 
DAX-Future        24.119,00   -0,4 
XDAX              23.990,23   -0,1 
MDAX              30.057,46   -1,0 
TecDAX             3.596,65   -1,5 
SDAX              17.590,61   -0,5 
Euro-Stoxx-50      5.836,10   -0,4 
Stoxx-50           5.026,33   -0,3 
Dow-Jones         49.141,93   -0,1 
S&P-500            7.138,80   -0,5 
Nasdaq Composite  24.663,80   -0,9 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Händler rechnen weiter mit einer volatilen Seitwärtsbewegung an Europas Börsen. Im Fokus stehen die Fed-Zinsentscheidung und -Kommentare am Abend. Dazu gibt es eine Flut von Quartalszahlen, darunter aus den USA von Technologierschwergewichten mit KI-Fokus. Alphabet, Amazon.com, Microsoft und Meta öffnen nachbörslich am späten Abend die Bücher. Viele Akteure erwarten, dass die Zahlen die Rally auf die Probe stellen werden, die die wichtigsten Indizes zuletzt auf Rekordstände getrieben hat. Begrüßt wird an den Börsen der Ausstieg der VAE aus der Opec, weil es dem Land erlauben würde, mehr Öl zu fördern, als das Kartell derzeit zulässt.

Rückblick: Etwas leichter - Im Handel sprach man von Abwarten vor den Notenbanksitzungen im Wochenverlauf, dazu bremste der weiter gestiegene Ölpreis die Kaufbereitschaft. Vor allem Quartalsberichte bewegten Einzelwerte. Die hohen Ölpreise bescherten BP zum Jahresstart sprudelnde Gewinne, was mit einem Kursplus von 1,1 Prozent goutiert wurde. Air Liquide gaben um 3,2 Prozent nach, weil das vergleichbare Umsatzwachstum die Erwartungen nicht erfüllte. Telenor verbilligten sich nach einem gesenkten Ausblick des Telekommunikationsanbieters um 5,7 Prozent. Die Aktie der Werbeagentur WPP schloss nach dem Geschäftsausweis 0,2 Prozent leichter. Die Branche ist einer der Hauptleidtragenden der befürchteten KI-Disruption. Seit Jahresbeginn haben WPP mehr als 20 Prozent an Wert verloren.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Etwas leichter - Schlusslicht im DAX war die Qiagen-Aktie mit einem Abschlag von 10,8 Prozent. Das Diagnostikunternehmen hatte die Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach unten genommen. Bayer verloren 4,6 Prozent nach einer Anhörung vor dem Obersten US-Gericht zu Glyphosat-Klagen. Die Richter hatten sich empfänglich gezeigt für Argumente, dass Bayer nach einem Gesetz in Missouri auf Schadensersatz verklagt werden kann, wobei es im Kern um fehlende Warnhinweise ging. Deutsche Börse legten nach überzeugenden Erstquartalszahlen um 0,3 Prozent zu. Henkel verloren 2 Prozent, die Aktie wurde ex Dividende gehandelt. Mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent lagen Commerzbank mit an der DAX-Spitze. Am 5. Mai startet das etwa 35 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot per Aktientausch der Unicredit. Init Innovation haussierten um 11,9 Prozent, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag in Australien erhalten hatte. Salzgitter gaben um 9,2 Prozent nach. Der Stahlhersteller bringt rund 3 Millionen Aktien aus dem eigenen Bestand auf den Markt.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Airbus-Aktie wurde gut 1 Prozent tiefer gesehen. Der Konzern verdiente im ersten Quartal 2026 weniger und konnte wegen fehlender Triebwerke weniger Flugzeuge ausliefern, wie er am Abend berichtete. Scout24 legten um 7 Prozent zu. Das Unternehmen will im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro in einer zweiten Tranche bereits bis Ende dieses Jahres bis zu 250 Millionen Euro an eigenen Aktien zurückkaufen. Hypoport wurden 7,3 Prozent höher getaxt. Das Finanzunternehmen verzeichnete im ersten Quartal Zuwächse bei EBIT und Rohertrag.

USA - AKTIEN

Etwas leichter - Abgaben im Technologiesektor dominierten das Geschehen. Dahinter stand ein Bericht, wonach die KI-Ikone OpenAI zuletzt die selbstgesteckten Nutzer- und damit auch die Umsatzziele nicht erreichte. Damit stünden die Investitionen in Datenzentren auf dem Prüfstand. In der Folge fielen Aktien mit Bezug zum ChatGPT-Entwickler - so Oracle und CoreWeave um 4,0 bzw. 5,8 Prozent. Im Chipsektor verloren AMD 3,4, Nvidia 1,6 und Intel 0,5 Prozent. Für Zurückhaltung sorgte laut Händlern auch, dass am Mittwoch Geschäftsausweise großer Technologiekonzerne anstehen. United Parcel Service verzeichnete im ersten Quartal einen geringeren Gewinn und Umsatz. Die Aktie verlor 4 Prozent. GM gewannen nach dem Geschäftsausweis 1,3 Prozent. Der Automobilhersteller hob die bereinigte Gewinnprognose wegen geringerer Zollkosten an. Höhere Gewinne hievten den Kurs von Coca-Cola 3,9 Prozent an.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,84  +0,03       3,85            3,79 
5 Jahre             3,98  +0,03       4,00            3,94 
10 Jahre            4,35  +0,01       4,38            4,33 
 

Die auf die höchsten April-Stände gekletterten Ölpreise schürten Inflationssorgen. Daher stiegen am Anleihemarkt die Renditen, wenn auch nur leicht. Im Zehnjahresbereich ging es um 1 Basispunkt auf 4,35 Prozent nach oben.

+++++ DEVISENMARKT +++++

               zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 17:30 
EUR/USD         1,1701   -0,1   -0,0010          1,1711     1,1710 
EUR/JPY         186,76   -0,1   -0,1300        186,8900   186,8600 
EUR/CHF         0,9237   -0,0   -0,0004          0,9241     0,9242 
EUR/GBP         0,8662   -0,0   -0,0001          0,8663     0,8669 
USD/JPY         159,65   +0,0    0,0400        159,6100   159,5900 
GBP/USD         1,3506   -0,1   -0,0010          1,3516     1,3505 
USD/CNY         6,8361   -0,0   -0,0013          6,8374     6,8374 
USD/CNH         6,8385   -0,0   -0,0008          6,8393     6,8387 
AUS/USD         0,7161   -0,3   -0,0019          0,7180     0,7173 
Bitcoin/USD  77.232,44   +1,0    763,03       76.469,41  76.022,22 
 

Die Spekulation auf weiter hohe Zinsen stützte die US-Währung - der Dollarindex zog um 0,2 Prozent an, konnte das Tageshoch aber nicht halten.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

         zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold    4.599,19   +0,1      4,68        4.594,51 
Silber     73,72   +0,9      0,64           73,08 
Platin  1.936,79   -0,2     -3,29        1.940,08 
 

Der feste Dollar und steigende Marktzinsen belasteten den Goldpreis - die Feinunze fiel um 1,9 Prozent auf 4.595 Dollar.

ÖL

              zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex       99,69   -0,2     -0,24           99,93 
Brent/ICE      111,69   +0,4      0,43          111,26 
 

Für die Ölpreise ging es weiter nach oben. Das Barrel der Sorte Brent verteuerte sich um 2,7 Prozent auf 111,14 Dollar. Dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aus der Opec austreten, bewegte nicht. Und das, obgleich die Nachricht laut CMC wie eine "Bombe an den Finanzmärkten" eingeschlagen sei. Wie sich das mittelfristig auf die Ölpreise auswirken werde, sei bislang zwar nicht abschätzbar, in jedem Falle stelle es eine Erosion des Erdölkartells dar.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 17.30 UHR +++++

NUTZFAHRZEUGMARKT EUROPA

Der europäische Nutzfahrzeugmarkt ist mit Wachstum in das Jahr gestartet, nachdem er 2025 infolge des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes geschrumpft war. Während das Wachstum bei leichten Nutzfahrzeugen und Lkw eine Erholung von einem niedrigen Niveau widerspiegelt, zeichnet sich das Bussegment zu Jahresbeginn durch eine robuste Dynamik aus, wie die Herstellervereinigung Acea mitteilte. Die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen bis zu 3,5 Tonnen stiegen im ersten Quartal in der EU, der Freihandelszone Efta und Großbritannien im Jahresvergleich um 1,1 Prozent auf rund 454.545 Einheiten. Die Neuzulassungen von Lkw über 3,5 Tonnen zogen um 10,4 Prozent auf 97.950 Einheiten an. Bei Bussen wurden 13.057 Einheiten neu zugelassen, 9,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

AIRBUS

hat im ersten Quartal 2026 weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Konzern konnte wegen fehlender Triebwerke weniger Flugzeuge ausliefern. Dagegen verbuchte die Sparte Defence und Space eine starke Leistung. Airbus bestätigte die Jahresprognose. In den drei Monaten von Januar bis März sank der Konzernumsatz um 7 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern brach um 52 Prozent auf 300 Millionen Euro ein. Der Nettogewinn lag mit 586 Millionen Euro um mehr als ein Viertel unter dem Vorjahreszeitraum, je Aktie verdiente der im DAX notierte Konzern 0,74 Euro nach 1,01 Euro.

DEUTSCHE BANK

Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, je Aktie in Euro, Rendite in Prozent):

                                 BERICHTET    PROG   PROG 
1. QUARTAL                     1Q26   ggVj    1Q26   ggVj    1Q25 
Erträge                       8.671  +1,7%   8.534  +0,1%   8.524 
-Investmentbank               3.373  +0,3%   3.352  -0,3%   3.362 
-Fixed Income & Currencies    2.853  -1,5%   2.849  -1,6%   2.896 
Aufwand-Ertrags-Relation       58,9     --    61,8     --    61,2 
Risikovorsorge                  519   +10%     447  -5,1%     471 
Eigenkapitalrendite (RoTE)     12,7     --    11,8     --    11,9 
Ergebnis vor Steuern          3.041  +7,2%   2.813  -0,8%   2.837 
Ergebnis nach Steuern         2.174  +8,1%   2.009  -0,1%   2.012 
Ergebnis nach Steuern/Dritten 2.118  +7,6%   1.963  -0,2%   1.968 
Ergebnis je Aktie verwässert   1,06  +7,1%    0,92  -7,5%    0,99 
 

Die Deutsche Bank hat im November neue Ziele für den Strategiehorizont bis 2028 ausgegeben. Sie strebt bis dahin eine Rendite von über 13 Prozent an. Die Erträge sollen um mehr als 5 Prozent pro Jahr auf dann 37 Milliarden Euro zulegen. Die Aufwand-Ertrags-Relation soll auf unter 60 Prozent sinken. Die Bank will weiter in Wachstum und Technologie investieren, gleichzeitig 2 Milliarden Euro einsparen. Für das laufende Jahr erwartet die Bank weiterhin Erträge von 33 Milliarden Euro nach 32,1 Milliarden im Vorjahr.

DEUTSCHE TELEKOM

Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks im Zuge der Tarifverhandlungen am Mittwoch aus.

MERCEDES-BENZ

Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, Rendite in Prozent):

                                      BERICHTET    PROG   PROG 
1. QUARTAL 2026                     1Q26   ggVj    1Q26   ggVj    1Q25 
Umsatz                            31.602  -4,9%  31.847  -4,1%  33.224 
EBIT                               1.904   -17%   1.614   -29%   2.289 
Ergebnis nach Steuern              1.433   -17%      --     --   1.731 
Ergebnis je Aktie unverwässert      1,49   -14%    1,34   -23%    1,74 
Umsatz Cars                       22.958  -5,3%  23.086  -4,8%  24.238 
EBIT bereinigt Cars                  933   -47%     855   -52%   1.768 
bereinigte Umsatzrendite Cars        4,1     --     3,7     --     7,3 
Umsatz Vans                        4.124  +1,1%   4.009  -1,7%   4.080 
EBIT bereinigt Vans                  415   -13%     364   -23%     475 
bereinigte Umsatzrendite Vans       10,1     --     9,1     --    11,6 
Umsatz Mobility                    6.105  -4,9%   6.343  -1,2%   6.422 
EBIT bereinigt Mobility              399   +39%     346   +21%     287 
ber. Eigenkapitalrendite Mobility   13,3     --      --     --     8,6 
Free Cashflow Industriegeschäft    1.857   -21%   1.366   -42%   2.357 
 

Der Umsatz soll 2026 wie geplant auf Vorjahresniveau liegen. Das EBIT dürfte dagegen dieses Jahr deutlich über dem Wert des Vorjahres liegen. Der Freie Cashflow des Industriegeschäfts soll leicht sinken.

SCOUT24

will im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro in einer zweiten Tranche bereits bis Ende dieses Jahres bis zu 250 Millionen Euro an eigenen Aktien zurückkaufen. Die zweite Tranche soll direkt im Anschluss an die erste Tranche, die ein Kaufpreisvolumen von bis zu 100 Millionen Euro hat, beginnen. Daraus ergibt sich für dieses Jahr ein neues Volumen von bis zu 350 Millionen Euro.

DWS

Nachfolgend die Erstquartalszahlen und Konsensschätzungen (in Millionen Euro, Aufwand/Ertrag in Prozent, je Aktie in Euro):

                           BERICHTET    PROG    PROG 
1. QUARTAL                1Q26  ggVj    1Q26    ggVj    1Q25 
Erträge                    821   +9%     766   +1,8%     753 
Aufwand-Ertrags-Relation  54,1    --    60,3      --    62,2 
Nettomittelflüsse         11,0  -45%    12,8  -35,6%    19,9 
Verwaltetes Vermögen     1.093   +8%   1.090   +7,9%   1.010 
Ergebnis vor Steuern       377  +33%     304   +7,0%     284 
Ergebnis je Aktie         1,32  +33%    1,08   +8,7%    0,99 
 

Für das laufende Jahr stellt die DWS weiterhin eine Aufwand-Ertrags-Relation von 55 bis 57 Prozent in Aussicht. Das Ergebnis je Aktie soll um 10 bis 15 Prozent zulegen, das Nettomittelaufkommen 2 bis 5 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr.

FUCHS

hat im ersten Quartal vor allem dank besserer Geschäfte in Europa den Umsatz und das Ergebnis erhöht. Der Umsatz stieg leicht um 1 Prozent auf 934 Millionen Euro. Das Konzern-EBIT kletterte um 16 Prozent auf 125 Millionen Euro. Analysten hatten im Konsens nur 114 Millionen Euro erwartet. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern weiter mit einem EBIT bei etwa 450 Millionen Euro. Den Umsatz sieht das Unternehmen inflationsbedingt nun deutlich über der Marke von 3,7 Milliarden Euro. Bisher wurden rund 3,7 Milliarden Euro erwartet. Den Freien Cashflow vor Akquisitionen sieht Fuchs dagegen unter 270 Millionen Euro - bisher wurden circa 270 Millionen Euro erwartet.

HELLA

hat belastet von niedrigerem Geschäftsvolumen im Lichtbereich im ersten Quartal bei nahezu stabilen Umsätzen weniger verdient. Die operative Marge sank auf 5,0 von 5,5 Prozent im Vorjahr. Für das Gesamtjahr bestätigte der Autozulieferer seinen Ausblick vom März. Der operative Gewinn stieg auf 96 von 109 Millionen Euro. Der Umsatz sank, wie bereits seit vergangener Woche bekannt, marginal um 2,9 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Für 2026 rechnet Hella den weiteren Angaben zufolge mit einem währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro. Die Operating-Income-Marge soll zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent liegen.

HYPOPORT

hat im ersten Quartal 2026 Zuwächse bei EBIT und Rohertrag verzeichnet. Der Rohertrag wuchs auf 71 von 66 Millionen Euro im ersten Quartal 2025. Das EBIT legte auf 12,1 von 8,6 Millionen Euro zu. Die positive Entwicklung wurde von allen drei operativen Segmenten getragen.

REDCARE PHARMACY

muss sich einen neuen Chief Commercial Officer (CCO) suchen, weil der aktuelle, Dirk Brüse, mit sofortiger Wirkung aus persönlichen Gründen ausscheidet.

ORANGE

will Scorefit für 1,3 Milliarden Euro kaufen.

PERNOD RICARD

hat die Fusionsgespräche mit dem Jack-Daniel's-Hersteller Brown-Forman beendet. Beide Seiten konnten keine Einigung über die Bedingungen erzielen.

SANTANDER

hat für das erste Quartal einen Nettogewinn von 5,455 Milliarden Euro ausgewiesen. Dies entspricht einem Anstieg von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Darin enthalten ist ein Gewinn von 1,9 Milliarden Euro aus dem Abschluss des Verkaufs der polnischen Tochtergesellschaft. Der bereinigte Gewinn stieg um 12 Prozent auf 3,56 Milliarden Euro und lag damit über den Erwartungen von 3,47 Milliarden Euro aus einem vom Unternehmen erstellten Konsens. Die Einnahmen stiegen um 4 Prozent auf 15,14 Milliarden Euro und übertrafen damit die Konsenserwartung von 15,00 Milliarden Euro. Die Bank erhöhte ihre Risikovorsorge für Kreditausfälle um 5 Prozent auf 3,225 Milliarden Euro.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

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April 29, 2026 01:32 ET (05:32 GMT)

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