MÄRKTE USA/Zurückhaltender Start in ereignisreiche Woche
27.04.2026 / 15:49 Uhr
DOW JONES--Mit einer wenig veränderten Tendenz ist die Wall Street in die neue Woche gestartet. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Startglocke 0,2 Prozent auf 49.322 Punkte. Der S&P-500 zeigt sich kaum verändert und der Nasdaq-Composite büßt 0,2 Prozent ein. Leicht stützend wirkt die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der diplomatischen Bemühungen um eine Lösung im Iran-Krieg.
Zwar hat US-Präsident Donald Trump eine Reise der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Pakistan zu Gesprächen mit dem Iran abgesagt. Er fügte aber hinzu, dass die Iraner zehn Minuten, nachdem er die Reise abgesagt hatte, ein viel besseres Angebot geschickt hätten. Dieses sehe vor, dass der Iran im Rahmen eines Abkommens keine Atomwaffen besitze. Die Ölpreise steigen nach den geplatzten Verhandlungen derweil weiter. Das Barrel Brent erhöht sich um 1,8 Prozent auf 107,24 Dollar.
Im Handel ist neben der Ungewissheit über den Ausgang des Iran-Krieges auch von Zurückhaltung vor der Veröffentlichung einer Reihe von Quartalsberichten großer Technologiekonzerne sowie der Zinsentscheidung der US-Notenbank die Rede. Im Verlauf der Woche legen unter anderem Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon und Meta Platforms Geschäftszahlen vor. Dazu kommt der Hang zu Gewinnmitnahmen, weil S&P-500 und die Nasdaq zum Ende der vergangenen Woche Rekordschlussstände markiert hatten.
"Dies könnte die bislang wichtigste Woche für die Märkte in diesem Jahr sein (...). Es ist sicher zu sagen, dass die Unternehmensgewinne wieder das Steuer an der Börse übernommen haben, und deshalb sind die Quartalsberichte der großen Technologie-Unternehmen in dieser Woche so wichtig für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte", sagt Marktstratege Glen Smith von GDS Wealth Management.
Ein weiterer Höhepunkt ist der Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch. Es wird voraussichtlich die letzte Zinssitzung unter Fed-Chef Jerome Powell werden, dessen Amtszeit im Mai endet. Ökonomen und Börsianer gehen davon aus, dass der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed das aktuelle Zinsniveau beibehalten wird. Auf der einen Seite zeigen sich am US-Arbeitsmarkt klare Abkühlungstendenzen und auf der anderen Seite erweist sich die Inflation als zu hartnäckig, um der von US-Präsident Donald Trump geforderten Zinssenkung einfach nachzukommen.
Die weiter anziehenden Ölpreise schüren Inflationssorgen und lassen Zinssenkungen unwahrscheinlicher erscheinen. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen legt leicht um einen Basispunkt zu auf 4,32 Prozent. Dennoch gibt der Dollar-Index 0,3 Prozent nach. Händler sprächen von Hoffnungen auf ein Verhandlungsende des Iran-Krieges - der Greenback als vermeintlich sicherer Hafen büßt deshalb etwas an Zuspruch ein.
Der Goldpreis kann zwischenzeitliche leichte Gewinne nicht behaupten. Die Feinunze reduziert sich um 0,3 Prozent auf 4.693 Dollar.
Unter den Einzelaktien gewinnen Qualcomm 4,8 Prozent. Laut Technologie-Analyst Ming-Chi Quo arbeitet OpenAI mit dem Chiphersteller zusammen, um Prozessoren für ein Smartphone zu entwickeln. Intel steigen um weitere 2,3 Prozent und setzen damit ihre Rally fort, als die Titel des Chipherstellers am Freitag im Fahrwasser starker Geschäftszahlen um knapp 24 Prozent haussierten.
Verizon Communications legen um 2,9 Prozent zu. Der Mobilfunkanbieter verzeichnete solide Ergebnisse für das erste Quartal, hob seine Prognose an und gab bekannt, dass er in einer für die Telekommunikationsbranche schwierigen Zeit neue Abonnenten gewonnen habe.
Organon springen um 17,1 Prozent nach oben, weil die indische Sun Pharmaceutical Industries den Gesundheitskonzern übernehmen wird. Domino's Pizza fallen um 8,2 Prozent. Die Pizzakette verzeichnete im ersten Quartal einen geringeren Gewinn, was größtenteils auf unrealisierte Vorsteuerverluste aus Investitionen in China zurückzuführen ist. Obwohl die flächenbereinigten Umsätze in den USA sowohl bei Franchise- als auch bei firmeneigenen Filialen stiegen, sank die Kennzahl international um 0,4 Prozent.
Die an dieser Stelle sonst folgende Tabelle muss aus technischen Gründen leider entfallen.
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