PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
22.04.2026 / 06:49 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
EZB - Die Europäische Zentralbank kann sich den "Luxus" leisten, die Zinsen nicht überstürzt anheben zu müssen, sagte M?rti?? Kaz?ks, Gouverneur der Bank von Lettland und Mitglied des EZB-Rats, der Financial Times. Zwar sei die Unsicherheit aufgrund der Lage im Nahen Osten weiterhin sehr hoch, die derzeit vorliegenden Daten ließen jedoch keinen dringenden Handlungsbedarf für eine Zinserhöhung über 2 Prozent hinaus erkennen. Die Inflationserwartungen seien derzeit unter Kontrolle, und es habe bislang nur begrenzte Übertragungseffekte der höheren Energiepreise auf den Rest der Wirtschaft gegeben. (Financial Times)
FAHRZEUGFLOTTEN - Der Plan der EU-Kommission, Unternehmensflotten schneller zu elektrifizieren, steht auf der Kippe. Nach Informationen des Handelsblatts aus Diplomaten- und Industriekreisen zeichnet sich im Rat keine Mehrheit für den Vorschlag ab. Mehrere Mitgliedstaaten formieren sich aktiv dagegen - angeführt von Polen. Zuvor hatte die Bundesregierung die Pläne klar abgelehnt. Polen hat demnach gemeinsam mit Italien, Tschechien, Rumänien, Griechenland und der Slowakei eine Allianz gegen den Vorschlag geschmiedet. Sie fordern statt verbindlicher Vorgaben einen Rahmen mit Anreizen und weniger Bürokratie. Kritisch sehen sie außerdem die Folgen für kleine und mittlere Unternehmen. (Handelsblatt)
ENERGIE - Die Bundesregierung hat sich bei der Kraftwerksstrategie, der EEG-Novelle und dem Netzpaket geeinigt. Alle drei Vorhaben gehen nach Handelsblatt-Informationen jetzt in die Ressortabstimmung. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums bestätigte die Information. Zuvor hatte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) die Gesetze aus dem Haus von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) noch blockiert. Mit der Kraftwerksstrategie ist jetzt geplant, dass noch in diesem Jahr zwei Ausschreibungen für den Bau neuer Kraftwerke erfolgen. Die Strategie trägt nun den Namen "Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz" (StromVKG), der in der Regierung abgestimmte Entwurf liegt dem Handelsblatt vor. (Handelsblatt)
STEUERREFORM - In die Verhandlungen von Union und SPD über eine Steuerreform kommt Bewegung. Aus der Unionsfraktion liegt nun ein erster konkreter Vorschlag vor. Die Finanzpolitiker Yannick Bury (CDU) und Florian Dorn (CSU) haben ein Konzept erarbeitet, das alle Steuerzahler um insgesamt 25 bis 30 Milliarden Euro im Jahr entlasten soll. Es enthält auch Vorschläge zur Gegenfinanzierung wie den Abbau von Subventionen. Die beiden Unionsabgeordneten schreiben in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt: "Wir schlagen eine Reform des Steuertarifverlaufs vor, die alle Einkommen bei der Steuer entlastet, mit einer hohen relativen Entlastung bei kleinen und mittleren Einkommen." (Handelsblatt)
ENTLASTUNGSPRÄMIE - Die Bundesregierung möchte die Arbeitnehmer deutlich stärker unterstützen als bisher geplant. So will die schwarz-rote Koalition die ursprünglich nur für das laufende Jahr angedachte "Entlastungsprämie" bis zum 30. Juni 2027 verlängern. "Die Einführung einer steuerfreien Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2027 führt voraussichtlich zu Steuermindereinnahmen in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro", heißt es in einem Änderungsantrag der Bundestagsfraktionen von Union und SPD, der dem Handelsblatt vorliegt. Auf den Bund entfielen davon 1,1 Milliarden Euro. (Handelsblatt)
ENERGIEPREISE - Die Europäische Kommission will angesichts des Energieschocks durch den Krieg im Nahen Osten Homeoffice und Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr fördern, um den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu senken. Laut einem der Financial Times vorliegenden Dokument wird die Kommission den Mitgliedstaaten nächste Woche eine Reihe von Maßnahmen vorstellen, um die Nachfrage zu senken, die Energieeffizienz zu verbessern und den Umstieg auf saubere Energie zu unterstützen. Diese Schritte sollen eine "sofortige Entlastung" bei den hohen Energiepreisen bieten. (Financial Times)
- Alle Angaben ohne Gewähr.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/mgo/brb/sha
(END) Dow Jones Newswires
April 22, 2026 00:48 ET (04:48 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
22.04.2026 @ 10:37:50


