MÄRKTE EUROPA/Gut behauptet - Berichtssaison nimmt an Fahrt auf

16.04.2026 / 10:19 Uhr

DOW JONES--Europas Börsen sind mit kleinen Aufschlägen in den Handel am Donnerstag gestartet. Es mehren sich die Anzeichen für eine Ännäherung der kriegsführenden Parteien im Nahen Osten. Nicht nur erwägen die USA und der Iran eine zweiwöchige Verlängerung der Feuerpause, um die Verhandlungen fortzusetzen. Auch werden die Anführer Israels und des Libanon laut US-Präsident Donald Trump am Donnerstag über einen Waffenstillstand sprechen. Es wären die ranghöchsten Gespräche zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten.

Derweil kamen besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China. Die dortige Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal dieses Jahres beschleunigt. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 5 Prozent nach einem Wachstum von 4,5 Prozent im vierten Quartal 2025, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Regierungsdaten hervorgeht. Ökonomen hatten einen Anstieg von 4,9 Prozent prognostiziert.

Der DAX gewinnt 10 Punkte auf 24.076 und notiert damit knapp unter der 200-Tagelinie bei 24.105. Während der S&P-500 am Vortag einen neuen Rekordstand markiert hat, liegt der DAX noch fast 1.500 Punkte unter dem im Januar markierten Allzeithoch von 25.507. Für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,2 Prozent nach oben. Brent zieht leicht an auf gut 96 Dollar das Fass, bleibt damit aber klar unter der wichtigen Marke von 100 Dollar. Am Devisenmarkt gibt der Euro leicht nach auf 1,1785 Dollar.

Airbus hat vor der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das erste Quartal 2026 nach Einschätzung von RBC zurückhaltende Kommentare zu den Margen und zum freien Cashflow (FCF) abgegeben. Das scheint den Markt aber nicht zu überraschen - die Aktie zieht um 1,1 Prozent an.

Pernod Ricard verlieren leicht um 0,3 Prozent. Zwar ist das organische Umsatzwachstum im dritten Quartal laut RBC etwas über den Erwartungen ausgefallen. Der Spirituosenhersteller, der unter dem Krieg im Nahen Osten leidet, stellt aber einen Umsatzrückgang von 3 bis 4 Prozent für das im Juni endende Geschäftsjahr in Aussicht, was unter dem Konsens liegt.

Heidelberger Druckmaschinen fallen nach vorläufigen Geschäftszahlen für 2025/2026 um 7,9 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt voraussichtlich bei rund 6,6 Prozent, die Prognose sah eine gegenüber dem Vorjahreswert von 7,1 Prozent verbesserte Marge vor.

Die neuen Mittelfristziele von Fuchs (+0,1%) lösen keine größeren Kursbewegungen aus. Diese bewegten sich im Rahmen der Erwartungen, so ein Teilnehmer mit Verweis auf seinen Hausanalysten. Fuchs will den Umsatz bis 2031 auf 4,0 bis 4,5 Milliarden Euro von 3,56 Milliarden im vergangenen Jahr steigern. Das EBIT soll bis 2031 auf 550 bis 600 Millionen Euro von 435 Millionen im Vorjahr zulegen. Die EBIT-Marge wird bei 13 bis 15 Prozent gesehen.

Aixtron fallen 8,7 Prozent auf 38,70 Euro zurück nach der Platzierung unbesicherter Wandelschuldverschreibungen im Gesamtwert von 450 Millionen Euro.

CTS Eventim liegen 3,5 Prozent vorne. Für Rückenwind dürfte ein Urteil gegen den US-Wettbewerber Live Nation Entertainment sorgen. Eine Bundesjury befand, dass Live Nation den Ticketing-Markt für große Konzerte in den USA illegal monopolisiert hat.

Gerresheimer (+20%) hat sich mit ihren Kreditgebern auf eine Fristverlängerung für die Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 geeinigt. Sowohl die Bankenpartner als auch die Inhaber von Schuldscheindarlehen gewähren dem Unternehmen nun Zeit bis zum 30. September 2026. Im Zuge dieser Vereinbarung wurden laut Gerresheimer zudem wichtige Kreditbedingungen zum Verschuldungsgrad bis zum Ende des dritten Quartals 2026 ausgesetzt. Bernstein spricht von einer kurzfristigen Entspannung bei Gerresheimer.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.953,57   +0,2      13,23        5.940,34            2,8 
Stoxx-50        5.111,82   +0,2       9,98        5.101,84            3,9 
DAX            24.076,25   +0,0       9,55       24.066,70           -1,7 
MDAX           30.967,59   +0,3      80,51       27.039,42            1,1 
TecDAX          3.598,38   -0,1      -4,28        3.091,28           -0,7 
SDAX           17.870,76   +0,3      47,14       13.062,07            4,1 
CAC             8.302,33   +0,3      27,76        8.274,57            1,9 
SMI            13.219,20    0,0      -0,38       13.219,58           -0,4 
ATX             5.903,43   +0,4      21,26        5.882,17           10,8 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 18:00 Uhr 
EUR/USD           1,1785   -0,1    -0,0013          1,1798         1,1797 
EUR/JPY           187,31   -0,1    -0,2200          187,53       187,6100 
EUR/CHF            0,922   -0,0    -0,0001          0,9221         0,9218 
EUR/GBP           0,8692   -0,1    -0,0006          0,8698         0,8696 
USD/JPY           158,95   -0,0    -0,0100          158,96       159,0200 
GBP/USD           1,3555   -0,0    -0,0003          1,3558         1,3565 
USD/CNY           6,8183    0,0     0,0003          6,8180         6,8180 
USD/CNH           6,8172   +0,0     0,0008          6,8164         6,8173 
AUS/USD           0,7174   +0,1     0,0006          0,7168         0,7158 
Bitcoin/USD    74.559,78   -0,4    -303,70       74.863,48      73.854,51 
 
ROHOEL           zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          92,55   +1,4       1,26           91,29 
Brent/ICE           96,6   +1,8       1,67           94,93 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.812,28   +0,5      22,34        4.789,94 
Silber             79,82   +1,0       0,77           79,05 
Platin          2.125,40   +0,7      15,65        2.109,75 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 16, 2026 04:18 ET (08:18 GMT)

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