MÄRKTE EUROPA/Gute Berichtssaison quer durch alle Branchen

16.04.2026 / 13:46 Uhr

DOW JONES--Weiter leicht aufwärts geht es am Donnerstagmittag an den europäischen Aktienmärkten. Auch wenn im DAX noch immer keine rechte Dynamik aufkommt, legt er um 0,5 Prozent zu auf 24.193 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 steigt um 0,4 Prozent auf 5.961 Punkte. Stützend wirken die Aussicht auf weitere Friedensgespräche in Nahost, vor allem aber die überwiegend guten Unternehmensnachrichten quer durch alle Branchen.

Konjunkturell stützen besser als erwartete Daten aus China. Die dortige Wirtschaft hat ihr Wachstum im ersten Quartal diesen Jahres beschleunigt, das BIP stieg zum Vorjahr um 5 Prozent nach einem Wachstum von 4,5 Prozent im vierten Quartal 2025. Ökonomen hatten einen Anstieg von 4,9 Prozent prognostiziert.

Während der S&P-500 am Vortag einen neuen Rekordstand markiert hat, liegt der DAX noch fast 1.500 Punkte unter dem im Januar markierten Allzeithoch von 25.507 Punkten.

Brent zieht leicht an auf knapp 96 Dollar das Fass, bleibt damit aber klar unter der wichtigen Marke von 100 Dollar.

Immer stärker bestimmt die Berichtssaison die Nachrichtenlage. Airbus hat vor der Veröffentlichung seiner Ergebnisse für das erste Quartal 2026 zurückhaltende Kommentare zu den Margen und zum freien Cashflow (FCF) abgegeben, meint RBC. Das scheint den Markt aber nicht zu überraschen - die Aktie zieht um 2,0 Prozent an.

Bei Easyjet geht es dagegen um 4,2 Prozent abwärts. Der Billigflieger rechnet im ersten Halbjahr mit einem um rund 40 Prozent höheren Vorsteuerverlust als im Vorjahreszeitraum. Victoria Scholar von Interactive Investor sieht die Airline zwei Belastungen ausgesetzt: der schwächeren Nachfrage infolge weltweiter Reiseunterbrechungen im März und höhere Kosten aufgrund steigender Kerosinpreise. Nachlassende Buchungen deuteten darauf hin, dass Easyjet die Preise bis zum Ende des Sommers wohl nicht erhöhen könne.

Andere Airlines zeigen sich davon unbeeindruckt. So verlieren Air France-KLM 0,8 Prozent und die Aktien von IAG steigen um 0,3 Prozent. Lufthansa geben 0,8 Prozent ab. Am Donnerstag und Freitag streiken hier erneut die Piloten.

Kräftige Kursgewinne gibt es bei den Online-Apotheken: So hat Docmorris einen soliden Jahresstart hingelegt, heißt es von Jefferies. Das Umsatzplus von 10,7 Prozent im ersten Quartal bewege sich am oberen Ende der für das Gesamtjahr angepeilten Wachstumsrate. Besonders bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx-Geschäft) gebe es Fortschritte. Docmorris steigen um 10,3 Prozent, bei Redcare Pharmacy ("Shop Apotheke") geht es um 11 Prozent nach oben.

Pernod Ricard verlieren 1,5 Prozent. Zwar ist das organische Umsatzwachstum im dritten Quartal laut RBC etwas über den Erwartungen ausgefallen. Der Spirituosenhersteller, der unter dem Krieg im Nahen Osten leidet, stellt allerdings einen Umsatzrückgang von 3 bis 4 Prozent für das im Juni endende Geschäftsjahr in Aussicht.

Heidelberger Druckmaschinen fallen nach vorläufigen Zahlen um 7,0 Prozent. Die bereinigte EBITDA-Marge liegt voraussichtlich bei rund 6,6 Prozent, die Prognose sah gegenüber dem Vorjahreswert aber eine auf 7,1 Prozent verbesserte Marge vor.

Gerresheimer haussieren um knapp 20 Prozent, nachdem sie sich mit ihren Kreditgebern auf eine Fristverlängerung für die Vorlage des testierten Jahres- und Konzernabschlusses 2025 geeinigt haben. Zeit ist nun bis zum 30. September. Dazu wurden wichtige Kreditbedingungen zum Verschuldungsgrad bis zum Ende des dritten Quartals 2026 ausgesetzt.

CTS Eventim gewinnen 2,6 Prozent. Für Rückenwind sorgt das Urteil gegen US-Wettbewerber Live Nation Entertainment. Eine Bundesjury befand, dass Live Nation den Ticketing-Markt für große Konzerte in den USA illegal monopolisiert hat.

Aixtron fallen um 5,0 Prozent nach der Platzierung unbesicherter Wandelschuldverschreibungen im Gesamtwert von 450 Millionen Euro.

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INDEX            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50   5.961,22   +0,4      20,88        5.940,34            2,9 
Stoxx-50        5.114,57   +0,3      12,73        5.101,84            4,0 
DAX            24.192,55   +0,5     125,85       24.066,70           -1,2 
MDAX           31.154,39   +0,9     267,31       27.039,42            1,8 
TecDAX          3.627,94   +0,7      25,28        3.091,28            0,2 
SDAX           17.956,34   +0,7     132,72       13.062,07            4,6 
CAC             8.313,85   +0,5      39,28        8.274,57            2,0 
SMI            13.195,51   -0,2     -24,07       13.219,58           -0,5 
ATX             5.899,69   +0,3      17,52        5.882,17           10,8 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mi, 18:00 Uhr 
EUR/USD           1,1785   -0,1    -0,0013          1,1798         1,1797 
EUR/JPY           187,34   -0,1    -0,1900          187,53       187,6100 
EUR/CHF           0,9232   +0,1     0,0011          0,9221         0,9218 
EUR/GBP           0,8699   +0,0     0,0001          0,8698         0,8696 
USD/JPY           158,94   -0,0    -0,0200          158,96       159,0200 
GBP/USD           1,3545   -0,1    -0,0013          1,3558         1,3565 
USD/CNY           6,8201   +0,0     0,0021          6,8180         6,8180 
USD/CNH            6,819   +0,0     0,0026          6,8164         6,8173 
AUS/USD           0,7171   +0,0     0,0003          0,7168         0,7158 
Bitcoin/USD    74.379,54   -0,7    -483,94       74.863,48      73.854,51 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          91,70   +0,5       0,41           91,29 
Brent/ICE           95,6   +0,7       0,67           94,93 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            4.815,98   +0,5      26,04        4.789,94 
Silber             79,54   +0,6       0,48           79,05 
Platin          2.142,85   +1,6      33,10        2.109,75 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 16, 2026 07:45 ET (11:45 GMT)

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