PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
15.04.2026 / 06:29 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
KAMPFDROHNEN - Die Ukraine darf auf neue Waffen aus Deutschland hoffen, um sich gegen den russischen Aggressor zu verteidigen. Am Rande der Regierungskonsultationen am Dienstag in Berlin wurden Lieferverträge über Tausende Drohnen unterzeichnet. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatten sich zuvor verschiedene Waffensysteme angeschaut. Die unbemannten Kampfdrohnen sollen in einem Werk in der Nähe von München produziert werden. Nach Angaben des Unternehmens Auterion wird die Produktion gerade aufgebaut, die Auslieferungen werden demnach in wenigen Monaten beginnen. Zusätzlich ist ein Werk in Ostdeutschland geplant. Man ermögliche es dem ukrainischen Partnerunternehmen Airlogix, Tausende autonomer Systeme auf deutschem Boden herzustellen, wobei man auf ukrainische Kampferfahrung und "die beste Autonomie-Software der Welt zurückgreifen" könne, sagte Auterion-Chef Lorenz Meier. "So sieht die Zusammenarbeit der Verteidigungsindustrie von Verbündeten aus." (FAZ)
IRAN - Laut einer Untersuchung der Financial Times hat der Iran heimlich einen chinesischen Spionagesatelliten erworben, der der Islamischen Republik während des Krieges ermöglichte, US-Militärstützpunkte im gesamten Nahen Osten ins Visier zu nehmen. Geleakte iranische Militärdokumente zeigen, dass der Satellit, bekannt als TEE-01B, Ende 2024 von der Luft- und Raumfahrtabteilung der Islamischen Revolutionsgarden erworben wurde, nachdem er von China aus ins All geschossen worden war. Mit Zeitstempeln versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und Orbitalanalysen zeigen, dass iranische Militärkommandeure den Satelliten später mit der Überwachung wichtiger US-Militärstützpunkte beauftragten. Die Bilder wurden im März vor und nach Drohnen- und Raketenangriffen auf diese Standorte aufgenommen. (Financial Times)
SELTENE ERDEN - Die Europäische Handelskammer in China warnt vor einer massiven Ausweitung der chinesischen Exportkontrollen. "Wir sind besorgt, dass es in den nächsten Monaten viel komplizierter wird", sagte Kammer-Präsident Jens Eskelund in Peking bei der Vorstellung eines Berichts über Chinas Exportkontrollen. Bereits heute ist ein Drittel der EU-Unternehmen in China von den Ausfuhrkontrollen bei seltenen Erden und Dauermagneten betroffen. Das zeigt eine Umfrage der Interessenvertretung von mehr als 1.600 europäischen Mitgliedsfirmen in China Anfang des Jahres. "Die Abhängigkeit der EU von China ist groß genug, dass das Land - durch sein Exportkontrollsystem - der europäischen Wirtschaft nun beispiellosen Schaden zufügen könnte, sollte es sich dazu entschließen", warnt die Kammer. (Handelsblatt)
PRIVATE CREDIT - Die hitzige Debatte in den USA über mögliche Systemrisiken im 1,8 Billionen Dollar schweren Markt für bankenunabhängige Kredite (Private Credit) lässt Investoren in Europa bislang kalt. Während das von Kreditfonds in den USA eingeworbene Kapital 2025 verglichen mit dem Vorjahr um 19,3 Prozent zurückging, sammelten Fonds in Europa im gleichen Zeitraum nach einem schwachen Vorjahr 2025 wieder 22,3 Prozent mehr ein. Das zeigt eine Auswertung des Datenanbieters Pitchbook. Absolut betrachtet, sammeln Kreditfonds in den USA damit immer noch doppelt so viel Kapital ein wie in Europa. Doch das Volumen, insbesondere bei institutionellen Investoren, ist in den USA seit Jahren rückläufig. Auch deshalb drängten Private-Credit-Riesen wie Blackstone, Apollo oder Ares über sogenannte Business Development Companies in den Retail-Markt und warben um Privatanleger. Es sind jene semiliquiden Kreditfonds, aus denen Anleger im ersten Quartal über 20 Milliarden Dollar abziehen wollten und die Kreditfonds mit diesen Rücknahmeforderungen im Liquiditätsmanagement vor Herausforderungen stellen. (Börsen-Zeitung)
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