MORNING BRIEFING - USA/Asien

15.04.2026 / 07:47 Uhr

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

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+++++ TAGESTHEMA +++++

Broadcom und Meta Platforms haben ihre Partnerschaft bis 2029 verlängert. Aufgrund des Umfangs der Partnerschaft wird Broadcom-CEO Hock Tan aus dem Board von Meta ausscheiden. Tan werde für Meta in einer beratenden Rolle tätig sein. Er werde bei der Roadmap für maßgeschneiderte Siliziumchips und bei künftigen Infrastrukturinvestitionen beratend zur Seite stehen. Die beiden Unternehmen planen die Einführung des ersten 2-Nanometer-KI-Rechenbeschleunigers. Im Laufe der Partnerschaft erwarten die Unternehmen die Einführung von mehreren Gigawatt an Metas maßgeschneiderten Siliziumchips, die als Meta Training and Inference Accelerator (MTIA) bekannt sind. Broadcom wird XPU und Technologie zur Unterstützung von MTIA bereitstellen. Broadcom wird zudem Ethernet-Netzwerke anbieten. Dies soll es Meta ermöglichen, die Rechenbandbreite innerhalb einzelner MTIA-Racks zu skalieren.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++

12:45 US/Bank of America Corp, Ergebnis 1Q

13:30 US/Morgan Stanley, Ergebnis 1Q

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

- US 
    14:30 Empire State Manufacturing Index April 
          PROGNOSE: -0,5 
          zuvor:    -0,2 
 
          Import- und Exportpreise März 
          Importpreise 
          PROGNOSE: +2,4% gg Vm 
          zuvor:    +1,3% gg Vm 
 
    20:00 US/Fed, Beige Book 
 

+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++

                              zuletzt  +/- % 
E-Mini-Future S&P-500        7.001,25   -0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100    25.969,50   -0,1 
S&P/ASX 200 (Sydney)         8.974,20   +0,0 
Topix-500 (Tokio)            3.766,54   +0,3 
Kospi (Seoul)                5.093,54   +2,1 
Shanghai-Composite           4.034,34   +0,2 
Hang-Seng-Index (Hongkong)  25.990,73   +0,5 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

OSTASIEN (VERLAUF)

Freundlich - Weiter gesunkene Ölpreise und die am Vortag erneut festere Wall Street halten die Akteure an den Aktienmärkten in Ostasien in Kauflaune. Sie setzen weiter darauf, dass sich die Kriegsparteien USA und Iran letztlich in irgendeiner Form einander annähern werden, auch wenn die Friedensverhandlungen aktuell unterbrochen sind. Verwiesen wird auf Signale aus Washington, die darauf hindeuteten, dass die Gespräche mit Teheran wieder aufgenommen werden könnten - ungeachtet der von den USA begonnenen Seeblockade für Schiffe aus iranischen Häfen und Vergeltungsdrohungen des Iran mit Blick auf Häfen benachbarter Golfstaaten. Insbesondere bei Aktien aus dem Technologiesektor wird weiter zugegriffen, nachdem diese auch am Dienstag an den US-Börsen favorisiert wurden. Als Grund für die fortgesetzte Rally insbesondere bei Chipaktien nennen Marktteilnehmer die Erwartung einer anhaltend hohen Nachfrage im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Bei den Aktienindizes zeigt sich erneut der technologielastige Kospi in Seoul als Überflieger und ist nur noch gut 3 Prozent von seinem Rekordhoch von Anfang des Jahres entfernt. Unter den Einzelwerten geht es in Seoul für das Schwergewicht Samsung Electronics um 3,9 Prozent nach oben, für das Papier des Verbundunternehmens Samsung SDS um 19,0 Prozent. Treiber ist, dass der Finanzinvestor KKR eine strategische Partnerschaft mit Samsung SDS bekannt gegeben hat. KKR will rund 900 Millionen Dollar über Wandelanleihen investieren, um die Expansion des Unternehmens in den Bereichen KI und digitale Transformation zu unterstützen. Samsung C&T Corp verteuern sich um 3,7 Prozent.

WALL STREET

INDEX          zuletzt     +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA          48.535,99      +0,7   +317,74   48.218,25 
S&P-500        6.967,38      +1,2   + 81,14 
NASDAQ Comp   23.629,35      +1,9   +445,62   23.183,74 
NASDAQ 100    25.830,57      +1,8   +446,85   25.383,72 
 
                     Dienstag   Montag 
Umsatz NYSE (Aktien) 1,12 Mrd   1,17 Mrd 
Gewinner             1.839      1.966 
Verlierer              935        787 
Unverändert             57         77 
 

Fest - Die Aussichten auf mögliche weitere Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hielten die Anleger in Kauflaune, zumal sich auch die Ölpreise weiter beruhigten. Dazu kam ein unter der Erwartung ausgefallener Anstieg der US-Erzeugerpreise, der Inflationsängste linderte und damit auch Sorgen vor steigenden Zinsen. Marktteilnehmer sprachen zudem von Zuversicht hin sichtlich einer guten Berichtssaison mit steigenden Gewinnen. Dass der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognosen für die Weltwirtschaft aufgrund des Kriegs im Nahen Osten leicht senkte, belastete nicht, JP Morgan, Wells Fargo und Citigroup wiesen für das erste Quartal höher als erwartete Gewinne aus. Die Kursreaktionen fielen jedoch unterschiedlich aus. JPM gaben um 0,8 Prozent nach, nachdem CEO Jamie Dimon vor zahlreichen Unwägbarkeiten und Risiken für die Ertragsaussichten der Bank gewarnt hatte. Wells Fargo verloren 5,7 Prozent. Zwar fiel der Gewinn höher aus als angenommen, doch enttäuschten die Einnahmen. Citigroup gewannen 2,7 Prozent. American Airlines stiegen um 8,6 Prozent, der Kurs von United Airline rückte um 2,1 Prozent vor. United-CEO Scott Kirby hatte die Möglichkeit eines Zusammenschlusses der beiden Gesellschaften ins Spiel gebracht. Nvidia stiegen um 3,8 Prozent mit einem Dementi, Plänen zur Übernahme von Dell zu haben. Entsprechende Gerüchte hatten die Nvidia-Aktie am Montag gebremst und den Kurs von Dell um fast 7 Prozent nach oben getrieben. Dell gaben um 2,7 Prozent nach.

US-ANLEIHEN

US-Treasuries   Rendite       +/-  Tageshoch   Tagestief 
2 Jahre            3,74     -0,04      3,80        3,75 
5 Jahre            3,86     -0,05      3,93        3,86 
10 Jahre           4,25     -0,05      4,31        4,25 
 

Am Anleihemarkt sanken die Renditen nach den niedriger als erwartet ausgefallenen Erzeugperpreisen im März, die Zehnjahresrendite gab um 5 Basispunkte auf 4,25 Prozent nach.

DEVISEN

                       zuletzt  +/- %          00:00       Di, 09:11  % YTD 
EUR/USD                 1,1790   -0,0         1,1795          1,1786   +0,4 
EUR/JPY                 187,41   +0,1         187,27          187,45   +1,9 
EUR/GBP                 0,8689   -0,1         0,8694          0,8709   -0,3 
USD/JPY                 158,95   +0,1         158,77          159,03   +1,5 
USD/KRW               1.472,96   +0,0       1.472,31        1.476,26   +2,3 
USD/CNY                 6,8178   +0,0         6,8156          6,8173   -2,5 
USD/CNH                 6,8146   +0,1         6,8098          6,8130   -2,3 
USD/HKD                 7,8373   +0,1         7,8332          7,8331   +0,7 
AUD/USD                 0,7138   +0,2         0,7123          0,7095   +7,0 
NZD/USD                 0,5902   -0,0         0,5903          0,5888   +2,5 
BTC/USD              73.980,86   -0,2      74.126,06       74.750,77  -15,6 
 

Der Dollar wertete mit den sinkenden Marktzinsen ab, der Dollarindex reduzierte sich um 0,3 Prozent. "Auf handelsgewichteter Basis ist die kriegsbedingte Rally des Dollar inzwischen vollständig verpufft", meinte Analyst Karl Schamotta von Corpay und fügte an, dass der Iran-Krieg den Dollar bisher nicht so beflügelt habe wie frühere Konflikte. "Eine sprunghafte amerikanische Politikgestaltung, anhaltende Fragen zur Unabhängigkeit der Federal Reserve und die wachsende Sorge über die fiskalische Entwicklung des Landes haben den Status der Währung als unangefochtener sicherer Hafen der Welt untergraben", so der Analyst weiter.

++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

              zuletzt  +/- %       +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold         4.812,69   -0,6         -27,65        4.840,34 
Silber          79,01   -0,7          -0,52           79,53 
Platin       2.097,75   -0,3          -5,90        2.103,65 
 

Das Gold profitierte vom schwächeren Dollar und den sinkenden Marktzinsen, wodurch es als Anlage im Vergleich zu Anleihen attraktiver wird. Der Goldpreis stieg um 2,2 Prozent auf 4.844 Dollar je Feinunze.

ÖL

              zuletzt  +/- %       +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex       91,66   +0,4           0,38           91,28 
Brent/ICE       95,70   +1,0           0,91           94,79 
 

Die Ölpreise, die nach dem Abbruch der US-iranischen zunächst Verhandlungen kräftig zugelegt hatten, fielen wieder deutlich unter die Marke von 100 Dollar. Brent-Öl verbilligte sich im US-Handel um 4,2 Prozent auf 95,15 Dollar. Der Markt habe die Hoffnung aufrechterhalten, dass die USA und der Iran an den Verhandlungstisch zurückkehren werden, hieß es, auch wenn die wichtige Öltransportpassage der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr praktisch gesperrt blieb. Selbst ein Schimmer von Verhandlungsfortschritten könne leicht einen dramatischen Preisverfall auslösen, so die Analysten von Ritterbusch & Associates.

+++++ MELDUNGEN SEIT DIENSTAG 20.00 UHR +++++

IRAN-KRIEG

US-Seestreitkräfte haben nach Angaben eines US-Beamten seit Beginn der Blockade am Montagmorgen acht Öltanker abgefangen, die in iranische Häfen einlaufen oder diese verlassen wollten. In allen Fällen hätten die US-Streitkräfte laut US-Offiziellen über Funk Kontakt mit der Besatzung aufgenommen und sie angewiesen, umzukehren.

JAPAN - Konjunktur

Die japanischen Maschinenbauaufträge sind im Februar in der Kernrate zum Vorjahresmonat um 24,7 Prozent gestiegen.

USA - Zollpolitik

Die US-Regierung dürfte kommende Woche damit beginnen, Anträge auf Rückerstattung der von US-Präsident Donald Trump illegal erhobenen Importzölle anzunehmen. US-Richter Richard Eaton vom Court of International Trade mit Sitz in Manhattan teilte in einer Anordnung mit, die Regierung habe in einer nicht öffentlichen Konferenz am selben Tag bestätigt, dass sie planmäßig am 20. April mit der Bearbeitung von Anträgen auf Rückerstattung samt Zinsen für einige Importeure beginnen werde. Die Rückerstattungsanträge, die die US-Regierung nach eigenen Angaben annehmen könne, beliefen sich auf etwa 127 Milliarden Dollar. Insgesamt hatte der Supreme Court 166 Milliarden Dollar an Zöllen, die die US-Regierung eingenommen hat, im Februar für ungültig erklärt.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/cbr/ros/gos

(END) Dow Jones Newswires

April 15, 2026 01:47 ET (05:47 GMT)

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