DHL Group bittet HV um Zustimmung für Unternehmensstruktur-Vereinfachung

09.04.2026 / 17:48 Uhr

Von Ulrike Dauer

DOW JONES--Die DHL Group vereinfacht ihre Unternehmensstruktur und bittet die Aktionäre der Deutschen Post AG auf der Hauptversammlung am 5. Mai um deren Zustimmung dazu. Der Bonner Logistikkonzern will, dass die börsennotierte Muttergesellschaft des Konzerns künftig als DHL AG firmiert und nicht mehr als Deutsche Post AG.

Wie aus der Einladung zur Hauptversammlung hervorgeht (Tagesordnungspunkte 8 und 9), bittet der Konzern die Aktionäre um Zustimmung, dass das Unternehmen künftig von der DHL AG als Konzernobergesellschaft geführt wird und nicht mehr von der Deutsche Post AG, wie es derzeit der Fall ist.

Dem vorgelagert ist ein Ausgliederungs- und Übernahmevertrag für den historischen Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland, den der Vorstand der Deutschen Post AG mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen hat und den die Aktionäre ebenfalls absegnen sollen. Demzufolge soll der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland - also das nationale Brief- und Paketgeschäft der Deutschen Post mit 182.000 Beschäftigten Ende 2025 - "im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme" auf die "Deutsche Post AG neu" übertragen werden. Diese werde künftig als Deutsche Post AG firmieren, nachdem die börsennotierte Muttergesellschaft ihren Namen in DHL AG geändert hat. Mit den Sozialpartnern seien im Vorfeld "vertrauensvolle und umfassende Gespräche" geführt worden, die bestehenden Arbeitsverhältnisse und -bedingungen sollen gemäß Vereinbarung mit dem Konzernbetriebsrat "unverändert fortgeführt" werden.

Die Ausgliederung soll rückwirkend wirksam werden ab 1. Januar 2026 (Ausgliederungsstichtag). Der Vollzug werde erst mit der Eintragung ins Handelsregister wirksam, nachdem die jeweiligen Hauptversammlungen der Deutsche Post AG und der "Deutsche Post AG neu" ihm zugestimmt haben. Die Hauptversammlung der "Deutsche Post AG neu" wird voraussichtlich im Juli stattfinden.

Nach Wirksamwerden der Ausgliederung und Gegenleistung für die Übertragung des Geschäftsfelds Post & Paket Deutschland soll die Deutsche Post AG 199.950.000 neue, auf den Namen lautende Stückaktien der "Deutsche Post AG neu" erhalten. Um diese neuen, auf den Namen lautenden Aktien ausgeben zu können, erhöht die neue Gesellschaft ihr Grundkapital um 199.950.000 Euro gegen Sacheinlage auf dann insgesamt 200 Millionen Euro.

Nach Wirksamwerden der Ausgliederung soll die Umfirmierung der börsennotierten Muttergesellschaft in DHL AG erfolgen, über die künftig die strategische Steuerung sowie die konzernübergreifende Unterstützung der Divisionen wahrgenommen werden soll. Der Konzern führt bereits seit Juli 2023 den Namen DHL Group, um dem internationalen Geschäftsportfolio und der globalen Sichtbarkeit der Marke DHL Rechnung zu tragen. Der Konzern entstand nach der Übernahme des US-Expressdienstleisters DHL International in mehreren Schritten zwischen 2000 und 2002 durch die Deutsche Post AG, die seit November 2000 börsennotiert ist.

Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_

DJG/uxd/brb

(END) Dow Jones Newswires

April 09, 2026 11:47 ET (15:47 GMT)

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