PRESSESPIEGEL/Unternehmen

27.03.2026 / 06:29 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

UBS - Die UBS hat einen europäischen Immobilienfonds im Umfang von 400 Millionen Euro für bis zu drei Jahre gesperrt, nachdem die Rücknahmeanträge zugenommen hatten. Die Anleger breiten sich auf eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage vor, die durch den Konflikt im Nahen Osten ausgelöst wurde. Die Schweizer Bank teilte mit, dass sie Auszahlungen aus ihrem Immobilienfonds "Euroinvest" für "bis zu 36 Monate" aussetzen werde, wie aus einem Schreiben an die Anleger des Fonds hervorgeht, das der Financial Times (FT) vorliegt. Die liquide Mittel des in Deutschland ansässigen Fonds reichten nicht ausreichten, um "den Rücknahmepreis für die zur Rücknahme eingereichten Anteile zu zahlen und die ordnungsgemäße laufende Verwaltung" des Fonds sicherzustellen. (Financial Times)

ZF - Der Vorstand des mit über 10 Milliarden Euro hoch verschuldeten Autozulieferers ZF Friedrichshafen strebt nach der Sanierung ein profitables Unternehmen an. ZF solle - anders als heute - dann auch wieder mit einer Bonitätsnote in dem für Anleger sicher investierbaren Bereich des Investmentgrade-Ratings unterwegs sein, sagte ZF-Personalvorständin Lea Corzilius der Wirtschaftswoche. Um profitabel zu werden, stünden in den nächsten Wochen weitere Vereinbarungen mit dem Betriebsrat an: So rechnet Corzilius im zweiten Quartal mit einer Entscheidung zu einer möglichen Verlagerung von Teilen der Produktion in Billiglohnländer. Es gehe um Produktionselemente der Pkw-Antriebssparte. Zudem steht eine Einigung über den Zukauf wichtiger Produkte an, der die Fertigung in ZF-Werken ersetzen könnte. Dabei gehe es etwa um den im Werk Schweinfurt produzierten E-Motor. Eine Abmachung erwartet Corzilius "in den kommenden zwei Monaten". Es sei dabei auch denkbar, nur "einzelne Komponenten zuzukaufen". Die Entscheidung sei "nicht leicht", denn es hingen viele Arbeitsplätze in der Produktion und in der Entwicklung daran, so Corzilius. (Wirtschaftswoche)

LUFTHANSA - Die Lufthansa erhebt schwere Vorwürfe gegen die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC): Piloten sollen nach Spiegel-Informationen an Streiktagen gezielt gewerkschaftliche Freistellungen abgerufen haben, um Gehaltsabzüge zu umgehen - und damit ein Grundprinzip des Arbeitskampfrechts ausgehebelt haben. Als Konsequenz kündigte Lufthansa die Vereinbarung am Mittwoch fristlos und außerordentlich. Die VC weist die Vorwürfe scharf zurück und kündigt rechtliche Schritte an. Die Gewerkschaft spricht von "Union Busting" - dem gezielten Versuch, sie mitten im Arbeitskampf strukturell zu zermürben. (Spiegel)

BERTELSMANN - Das Medien-, Dienstleistungs- und Bildungsunternehmen Bertelsmann will sein Geschäft in Indien ausbauen. Das kündigte Vorstandschef Thomas Rabe im Interview mit dem Handelsblatt an. "Indien wird bald die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt sein. Es ist ein politisch und wirtschaftlich relativ stabiles Land, mit einem hohen Wachstumspotenzial", sagte er. Im Februar hatte Bertelsmann mit der Logistikplattform Lets Transport seine erste Übernahme in Indien vollzogen. Künftig könnten weitere bisherige Minderheitsbeteiligungen in Mehrheitsbeteiligungen umgewandelt werden, so Rabe. Auch mit dem Buchverlag Penguin Random House sei man unter den englischsprachigen Indern bereits sehr präsent. (Handelsblatt)

DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn hat im Jahr 2025 trotz massiver Verspätungen und zahlreicher Baustellen nach Bild-Informationen einen neuen Fahrgastrekord erzielt. Wie aus dem neuen Geschäftsbericht hervorgeht, der am Freitag offiziell veröffentlicht wird, stiegen die Passagierzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf insgesamt 1,93 Milliarden Fahrgäste. Besonders im Regionalverkehr verzeichnete der Staatskonzern ein deutliches Plus: Rund 1,8 Milliarden Fahrgäste nutzten die Züge von DB Regio. Im Fernverkehr (ICE/IC) blieb die Nachfrage mit 136 Millionen Reisenden stabil. (Bild-Zeitung)

TELEFÓNICA DEUTSCHLAND - Bei Telefónica Deutschland dürfte ein Umbau des Vorstands bevorstehen. Insider berichteten dem Handelsblatt, dass die Führungsstruktur bereits zum kommenden Monat angepasst werden soll. Betroffen sei hauptsächlich das Ressort von Andreas Laukenmann, das in seiner bisherigen Form zur Disposition stehe. Nach den Informationen soll das Ressort aufgeteilt werden. Teile der Zuständigkeiten könnten künftig direkt beim neuen Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse angesiedelt werden, andere Bereiche solle Technikchef Mallik Rao übernehmen. Im Gespräch seien insbesondere Marketing, Customer Operations und Vertrieb. Ein Telefónica-Sprecher wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern. (Handelsblatt)

ACTION - Während sich der Discounter Kik in Europa mit seinem Wachstum überfordert zeigt, expandiert der niederländische Konkurrent Action ungebremst. Die Kette will nicht nur Hunderte neue Filialen in Europa eröffnen, sondern bald auch nach Amerika vordringen. Bis Ende 2030 sollen in den USA 100 Geschäfte eröffnen, wie Action am Donnerstag ankündigte. Den Anfang soll ein Standort im Südosten machen, und zwar bis Ende 2027 oder Anfang 2028. Action baut dazu gerade eine Landesorganisation auf, die aus angestammten Action-Managern und Kräften mit örtlicher Expertise besteht. "Wir beabsichtigen, zwischen 350 und 400 Millionen Euro zu investieren in der Periode zwischen 2026 und 2030", sagte die Vorstandsvorsitzende Hajir Hajji der FAZ. Nach der Expansion in Europa habe man die Erfahrung und das Wissen und Können, um auch in Amerika den Schritt unternehmen. North Carolina, South Carolina und Georgia - "das ist die Region, wo wir beginnen wollen". (FAZ)

MÜLLER - Die Drogeriekette Müller hat einen weitreichenden Einstieg mit eigenen Geschäften in den chinesischen Markt geprüft - und nun doch vorerst vertagt. Stattdessen wird das Unternehmen neue Länder in Europa erschließen, bestätigte Müller dem Handelsblatt. Dabei waren die Planungen für China schon sehr konkret. Diese sahen bis zu 500 Läden in den kommenden fünf Jahren vor, die erste Filiale sollte im vierten Quartal eröffnen. Der chinesische Markt gilt als aussichtsreich, klassische Drogeriegeschäfte sind kaum vorhanden. Aktuell konsumieren die Verbraucher aber wegen wirtschaftlicher Unsicherheit und stagnierender Reallöhne nur zurückhaltend. (Handelsblatt)

MASTERCARD - Der Kreditkartenkonzern Mastercard beabsichtigt, den Bereich für Echtzeit-Zahlungen zu verkaufen, den er 2019 für 3,2 Milliarden Dollar von der dänischen Nets Group erworben hatte. Damit würde die bislang größte Übernahme in der Konzerngeschichte rückabgewickelt. Mastercard habe Investmentbanker beauftragt, den Verkauf des Geschäfts zu leiten, der das Interesse von Private-Equity-Gruppen wecken könnte, sagten informierte Personen der Financial Times. Mastercard dürfte allerdings einen weitaus niedrigeren Preis erzielen als den, den der Konzern dafür gezahlt hat. (Financial Times)

EDF - KKR, Clearway Energy Group und LS Power haben Interesse an dem nordamerikanischen Geschäft für erneuerbare Energien von EDF. Der staatliche französische Energiekonzern verkauft Vermögenswerte, um Schulden abzubauen und den Bau neuer Kernkraftwerke vorzubereiten. Die Private-Equity-Gesellschaft, der Entwickler grüner Energie und der unabhängige Energieerzeuger gehören zu den bis zu fünf Interessenten nach einer ersten Runde unverbindlicher Angebote für die Vermögenswerte im Wert von rund 4 Milliarden Euro, wie aus Kreisen bekannt wurde, die mit der Angelegenheit vertraut sind. (Financial Times)

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March 27, 2026 01:28 ET (05:28 GMT)

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