MÄRKTE ASIEN/Weiter abwärts - Seoul etwas fester
20.03.2026 / 08:22 Uhr
Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Nach den starken Kursverlusten am Donnerstag ist es am Freitag an den Börsen in Ostasien überwiegend weiter nach unten gegangen, wenn auch nicht mehr so dynamisch. In Tokio pausierte der Handel anlässlich des Feiertags zum Frühlingsanfang. Zumindest zu etwas Beruhigung trug bei, dass die Ölpreise von den jüngsten Hochs wieder etwas zurückkamen, zuletzt kostete Brent-Öl 108,30 Dollar.
Die Sorgen über die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Energiepreise und die Weltwirtschaft waren weiter das bestimmende Thema. Die Notenbanksitzungen der Vortage brachten wenig Überraschendes zutage, dass der Energiepreisschock als Folge des Kriegs im Iran eine Gefahr für die Inflation darstellt, die einerseits schwer quantifizierbar ist, aber früher oder später Gegenmaßnahmen in Form einer strafferen Geldpolitik erfordert, vornehmlich in Gestalt höherer Zinsen.
Seoul konnte sich der Abwärtstendenz entziehen, für den technologielastigen Kospi ging es um 0,3 Prozent nach oben. Sydney schloss mit einem Minus von 0,8 Prozent, belastet vor allem von schwachen Kursen bei Finanztiteln und Aktien aus dem Rohstoffbereich. BHP und Rio Tinto verloren 1,8 bzw. 2,9 Prozent.
In Shanghai ging es nach Verlusten im Späthandel schließlich um 1,2 Prozent nach unten, in Hongkong lag der HSI knapp eine Stunde vor dem Handelsende ebenfalls 1,2 Prozent zurück. Dazu trug ein kräftiges Minus der Alibaba-Aktie von 6,7 Prozent bei. Der Technologiekonzern hatte einen Einbruch des Nettogewinns im dritten Geschäftsquartal um 67 Prozent gemeldet, maßgeblich als Folge von hohen Investitionen. Andere Technologieschwergewichte wie Meituan (-2,5%) und Tencent (-0,6%) gaben ebenfalls nach, der Subindex der Technologieaktien fiel um 2,8 Prozent. Klare Tagesgewinner in Hongkong waren Industriewerte, deren Index um 2,3 Prozent zulegte.
Für Xiaomi ging es um knapp 8 Prozent bergab. Marktteilnehmer sprachen von Gewinnmitnahmen nach dem kräftigen Kursanstieg vor der Einführung eines mit Spannung erwarteten Updates der SU7-E-Limousine.
Dass in China wichtige Zinsen unverändert gelassen wurden, bewegte nicht. Die chinesische Zentralbank beließ erwartungsgemäß ihre Leitzinsen für Kredite den zehnten Monat in Folge unverändert, im Einjahresbereich bei 3,00, im Fünfjahresbereich bei 3,50 Prozent.
In Sydney gab die Aktie des Einzelhändlers Premier Investments nach Vorlage von Halbjahreszahlen um 2,6 Prozent nach. Laut RBC verfehlte die Bruttomarge die Erwartungen. Das Unternehmen kündigte außerdem Sanierungspläne für sein Schreibwarengeschäft an.
=== INDEX zuletzt +/- % % YTD Handelsschluss S&P/ASX 200 (Sydney) 8.428,40 -0,8 -3,3 06:00 Topix 500 (Tokio) Feiertag 5,8 07:00 Kospi (Seoul) 5.781,20 +0,3 37,2 07:30 Hang-Seng (Hongkong) 25.178,98 -1,3 -1,7 09:00 Shanghai-Composite 3.957,05 -1,2 -0,3 08:00 Straits-Times (Singapur) 4.936,72 -0,6 6,2 10:00 IDX Comp. (Indonesien) 7.106,84 +1,2 -17,8 09:00 KLCI (Malaysia) 1.720,71 -0,5 2,4 09:00 DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Do, 08:14 % YTD EUR/USD 1,1570 -0,2 1,1588 1,1464 -1,5 EUR/JPY 183,25 +0,3 182,75 182,88 -0,4 EUR/GBP 0,8622 -0,1 0,8626 0,8644 -1,0 USD/JPY 158,36 +0,4 157,72 159,47 1,1 USD/KRW 1.495,50 +0,4 1.489,36 1.502,30 3,8 USD/CNY 6,8895 -0,2 6,8998 6,9001 -1,5 USD/CNH 6,8904 +0,2 6,8783 6,9033 -1,2 USD/HKD 7,8346 +0,0 7,8332 7,8363 0,7 AUD/USD 0,7086 NULL 0,7086 0,7034 6,2 NZD/USD 0,5880 +0,1 0,5872 0,5813 2,2 BTC/USD 70.267,27 -0,3 70.492,57 70.015,58 -19,9 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 95,00 -1,2 -1,14 96,14 Brent/ICE 108,16 -0,5 -0,49 108,65 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.678,99 +0,7 30,76 4.648,23 Silber 71,72 -1,6 -1,18 72,90 Platin 1.983,13 +0,6 12,03 1.971,10 ===
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