PRESSESPIEGEL/Unternehmen

20.03.2026 / 06:29 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

THYSSENKRUPP - Die Verhandlung von Thyssenkrupp und Jindal über den Verkauf der Stahlsparte Thyssenkrupp Steel stockt. "Wir als Arbeitnehmerseite haben Jindal einen Katalog mit sehr konkreten Fragen vorgelegt, um den ganzen Prozess voranzutreiben und zu konkretisieren. Die Beantwortung wurde uns zugesagt, anschließend aber mehrfach verschoben", sagte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, der Rheinischen Post. "Anscheinend dauern die Gespräche zwischen der Thyssenkrupp AG und Jindal länger. Darum können auch wesentliche Teile unserer Fragen nicht beantwortet werden." Kerner, der auch Aufsichtsrat von Thyssenkrupp ist, kritisierte: "Es geht also nicht vorwärts, und das ist schlecht". (Rheinische Post)

HASPA - Die Hamburger Sparkasse (Haspa) stellt unter der Leitung von Vorstandssprecher Harald Vogelsang die Weichen für ein ausgeweitetes Kreditgeschäft. Um hierfür den nötigen regulatorischen Spielraum zu schaffen, bereitet Deutschlands größte Sparkasse den Wechsel zum sogenannten IRB-Ansatz (Internal Ratings-Based) vor. Dieser erlaubt es der Bank, Eigenkapitalanforderungen auf Basis interner Ratingmodelle statt nach starren Standardwerten zu berechnen, was in der Regel zu einer höheren Kernkapitalquote führt. "Wir interessieren uns durchaus für die Anwendung interner Ratings und bereiten uns darauf vor", sagte Vogelsang nun in einem Gespräch mit der Börsen-Zeitung. Die Haspa, die Ende 2025 auf eine Bilanzsumme von 57 Milliarden Euro kam, wird direkt durch die EZB beaufsichtigt. Daher sei die Vorbereitung auf den IRB-Ansatz aufgrund der höheren Anforderungen auf europäischer Ebene ungleich komplizierter als für kleinere Sparkassen, meinte der Haspa-Chef. Deshalb könne sich der Wechsel noch eine Weile verzögern. (Börsen-Zeitung)

NORDLB - Nach Jahren der harten Restrukturierung und einer staatlichen Rettung im Jahr 2019 (Volumen: 3,7 Mrd. Euro) steht die Nord/LB vor einer wirtschaftlichen Trendwende. Aufsichtsratschef Gerald Heere betont die positive Entwicklung des Instituts im Gespräch mit der Börsen-Zeitung, das sich erfolgreich als "Bank der Energiewende" positioniert habe und wieder dividendenfähig sei. Während Sachsen-Anhalt eine Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2025 begrüßen würde, plädieren die Sparkassen eher für eine weitere Stärkung des Eigenkapitals. Heere selbst unterstreicht, dass eine "gut erholte Bank" im Sinne der Steuerzahler auch wieder Gewinne ausschütten müsse, lässt den genauen Zeitpunkt jedoch offen und verweist auf interne Abstimmungen im Trägerkreis. (Börsen-Zeitung)

KNDS - Der lange geplante Börsengang des Leopard-2-Herstellers nimmt Konturen an. KNDS-Chef Jean-Paul Alary will den Rheinmetall-Konkurrenten noch im Juni an die Börse bringen. Finanzkreise rechnen mit einer Bewertung von bis zu 25 Milliarden Euro. Bis zur Erstnotiz muss der Panzerhersteller allerdings interne Hürden nehmen und die unterschiedlichen Interessen zwischen den französischen und deutschen Eigentümern ausgleichen. Für die Vermittlungsarbeit zuständig ist der ehemalige Airbus-Chef Tom Enders. (Handelsblatt)

PWC - Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC verlangt von ihren Partnern Offenheit für KI. US-Chef Paul Griggs kündigte an, dass PwC damit beginnen werde, Alternativen zum traditionellen Abrechnungsmodel anzubieten, bei dem Leistung auf der Grundlage der von der großen Belegschaft geleisteten Arbeitsstunden abgerechnet werden. Stattdessen werde das Unternehmen einige Steuer- und Beratungsdienstleistungen in KI-gestützte automatisierte Tools umwandeln, auf die Kunden "in den ersten Schritten ohne Einbeziehung eines PwC-Mitarbeiters" zugreifen könnten und die möglicherweise über ein Jahresabonnement bezahlt würden. Führungskräfte müssten für diesen technologischen Wandel offen sein. "Ich glaube nicht, dass hier irgendjemand einen Freifahrtschein bekommt. Niemand", sagte Griggs der FT. Wer glaubte, er hätte die "Möglichkeit, sich gegen KI zu entscheiden", werde "nicht mehr lange hier sein". (Financial Times)

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March 20, 2026 01:28 ET (05:28 GMT)

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