MORNING BRIEFING - USA/Asien
19.03.2026 / 07:45 Uhr
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
FREITAG: In Tokio bleiben die Börsen wegen des Feiertages zum Frühlingsanfang geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA I +++++
Die US-Notenbank hat wie erwartet die Zinsen unverändert gelassen und ihren Kurs für Zinssenkungen in diesem Jahr beibehalten, betonte aber, dass die durch den Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise den seit Jahren andauernden Kampf gegen die Inflation zu verlängern drohen. Es gab eine Gegenstimme zu dem Beschluss, Ratsmitglied Stephen Miran votierte für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. In den neuen Zinsprojektionen gehen 12 von 19 Sitzungsteilnehmern von mindestens einer Zinssenkung in diesem Jahr aus. In ihrer Erklärung räumte die Fed die "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Sie behielt die Formulierungen bei, die eine Tendenz zu einer weiteren schrittweisen Senkung der Zinsen andeuteten - eine Haltung, die einige Vertreter bereits vor dem durch den Krieg ausgelösten Unsicherheitsschub in Frage gestellt hatten. In seiner Pressekonferenz erklärte Fed-Chef Jerome Powell, die derzeitige Haltung in der Geldpolitik sei "angemessen, um unsere Ziele zu erreichen". "Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, um das Ausmaß abzuschätzen", sagte Powell. "Wir wissen es einfach nicht, wie sich der Ölschock auswirken wird", sagte Powell.
+++++ TAGESTHEMA II +++++
Die Bank of Japan (BoJ) hat ihre Geldpolitik unverändert gelassen. Sie beließ ihren Leitzins bei 0,75 Prozent und verlängerte damit die Pause, die seit der letzten Zinserhöhung im Dezember andauert. Die Geldpolitiker wägen die aktuell fragile Inlandserholung gegen die erheblichen geopolitischen Risiken ab. Die BoJ erklärte in einer Stellungnahme, sie werde die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahostkonflikts und steigender Ölpreise genau beobachten, einschließlich der Möglichkeit, dass höhere Energiekosten die zugrunde liegende Inflation in Japan beschleunigen könnten. Sie bekräftigte ihre seit vielen Jahren verfolgte Haltung, dass bei einer Entwicklung von Wirtschaft und Preisen im Einklang mit ihren Prognosen weitere Zinserhöhungen möglich seien. Eines der Mitglieder des geldpolitischen Rats, Hajime Takata, schlug eine Erhöhung des Satzes auf 1 Prozent vor, wurde jedoch von der Mehrheit überstimmt.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
11:30 CN/Alibaba Group Holding Ltd, Ergebnis 4Q
21:00 US/Fedex Corp, Ergebnis 3Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
- US
13:30 Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
PROGNOSE: 215.000
zuvor: 213.000
Philadelphia-Fed-Index März
PROGNOSE: 8,4
zuvor: 16,3
15:00 Neubauverkäufe Januar
PROGNOSE: -3,5% gg Vm
zuvor: -1,7% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
zuletzt +/- %
E-Mini-Future S&P-500 6.620,50 -0,1
E-Mini-Future Nasdaq-100 24.387,75 -0,2
S&P/ASX 200 (Sydney) 8.497,80 -1,7
Topix-500 (Tokio) 3.609,40 -2,9
Kospi (Seoul) 5.093,54 -2,7
Shanghai-Composite 3.996,41 -1,6
Hang-Seng-Index (Hongkong) 25.538,35 -1,9
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Sehr schwach - Gegenwind kommt von mehreren Seiten: Zum einen sorgen die Aussagen der US-Notenbank (Fed) vom Vorabend für Verunsicherung, worauf die Wall Street bereits mit Verlusten reagiert hatte. Zum anderen steigen die Ölpreise wieder kräftig und schüren Inflationssorgen. Die Kernbotschaft der US-Notenbank war Unsicherheit. Sie ließ erwartungsgemäß die Leitzinsen unverändert und veröffentlichte Zinsperspektiven (Dot Plots), die auf nur noch eine Zinssenkung in diesem Jahr hindeuten, und nicht mehr auf zwei wie noch beim vorangegangenen Treffen im Januar. Auch das überraschte nicht. In der begleitenden Erklärung räumte die Fed allerdings "Unsicherheit" aufgrund des Krieges im Nahen Osten ein. Und Fed-Chef Powell sagte, die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten seien ungewiss. "Die höheren Energiepreise werden die Inflation antreiben, aber es ist noch zu früh, das Ausmaß abzuschätzen". Derweil ließ auch die japanische Notenbank wie erwartet die Zinsen unverändert, wies aber ebenfalls auf zunehmende Unsicherheit der Auswirkungen des Krieges auf die Inflation hin. Anders als die US-Notenbank befindet sich die japanische Zentralbank allerdings ohnehin bereits in einem Zinserhöhungszyklus und im April dürften die Zinsen weiter angehoben werden. Am japanischen Aktienmarkt rangieren Aktien aus dem Sektor Basismetalle ganz am Ende mit einem Minus von 4,1 Prozent. Stark verkauft werden auch Versorgeraktien (-3,8%) und Industrietitel (-3,0%). In Hongkong knickt der Subindex der Bassimetallaktien sogar um 7,1 Prozent ein. Der Index Technologie verliert 3,2 Prozent. Für Aktien aus dem Energiesektor geht es derweil 1,0 Prozent nach oben mit den hohen Energiepreisen.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 46.225,15 -1,6 -768,11 46.993,26
S&P-500 6.624,70 -1,4 -91,39 6.716,09
NASDAQ Comp 22.152,42 -1,5 -327,11 22.479,53
NASDAQ 100 24.425,09 -1,4 -355,32 24.780,42
Mittwoch Dienstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,36 Mrd 1,18 Mrd
Gewinner 555 1.860
Verlierer 2.208 886
Unverändert 68 81
Sehr schwach - Für stärkeren Druck nach unten sorgten im späten Handel die Aussagen der US-Notenbank, dass steigende Ölpreise den Preisdruck erhöhten und das US-Wachstum beeinträchtigen könnten. Zugleich betonten die Währungshüter dazu die Unsicherheit der Prognosen, was die Folgend es Kriegs im Nahen Osten betrifft. "Wir wissen es einfach nicht, wie sich der Ölschock auswirken wird", betonte Fed-Chef Powell. Außerdem habe man bei der Kerninflation nicht die Fortschritte gesehen, auf die man gehofft habe. Eine Reihe von Schocks habe den Inflationsverlauf gestört. "Wenn wir keine Fortschritte bei der Inflation sehen, wird es keine Zinssenkung geben", sagte Powell. Wie erwartet hatte die Notenbank die Zinsen stabil gelassen und stellte für das laufende Jahr nur noch eine statt zwei Zinssenkungen in Aussicht. Daneben belasteten wieder kräftig gestiegene Ölpreise die Aktienkurse. Für Nvidia ging es nach anfänglichen Gewinnen mit dem Markt um 0,9 Prozent nach unten. CEO Jenson Huang hatte erklärt, das Unternehmen habe die Produktion der H200-Prozessoren für den Verkauf in China wieder aufgenommen. Überzeugende Geschäftszahlen verhalfen Macy's zu einem Plus von 4,7 Prozent.
US-ANLEIHEN
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 3,78 +0,10 3,78 3,66 5 Jahre 3,88 +0,09 3,88 3,76 10 Jahre 4,27 +0,06 4,27 4,17
Die Renditen am Anleihemarkt zogen mit den Aussagen von Fed-Chef Powell und den Zinsprognosen der US-Notenbank deutlich an, im Zehnjahresbereich um 6 Basispunkte auf 4,27 Prozent, am kürzeren Ende noch stärker. Sie legten mit den Powell-Aussagen aber wieder zu. Der Markt preise nun für dieses Jahr eine oder keine Zinssenkung ein, hieß es.
DEVISEN
zuletzt +/- % 00:00 Mi, 08:10 % YTD
EUR/USD 1,1464 +0,1 1,1450 1,1541 -2,4
EUR/JPY 183,12 +0,0 183,10 183,27 -0,5
EUR/GBP 0,8639 +0,0 0,8637 0,8634 -0,9
USD/JPY 159,71 -0,1 159,86 158,73 2,0
USD/KRW 1.501,10 -0,5 1.508,15 1.484,21 4,2
USD/CNY 6,8996 +0,4 6,8726 6,8731 -1,3
USD/CNH 6,9033 +0,0 6,9007 6,8734 -1,0
USD/HKD 7,8363 -0,0 7,8377 7,8379 0,7
AUD/USD 0,7035 +0,2 0,7022 0,7115 5,4
NZD/USD 0,5815 +0,4 0,5794 0,5862 1,0
BTC/USD 70.687,12 -0,8 71.236,87 73.913,49 -19,4
Der Dollar legte mit den steigenden Anleiherenditen zu. Der Dollarindex gewann 0,6 Prozent, nachdem er vor den Aussagen der US-Notenbank mit vor 0,3 Prozent im Plus gelegen hatte. Neben den gedämpften Zinssenkungsperspektiven habe der Greenback weiter von seinem Status als Fluchtwährung mit den Berichten über den Angriff auf ein iranisches Gasfeld und in der Folge steigende Ölpreise reagiert, hieß es.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 4.783,98 -0,7 -33,65 4.817,63
Silber 72,67 -3,6 -2,69 75,36
Platin 1.986,15 -1,8 -36,95 2.023,10
Der Goldpreis fiel um 3,2 Prozent auf 4.843 Dollar je Feinunze. Der festere Dollar und gestiegene Marktzinsen sowie die gedämpften Zinssenkungsperspektiven minderten die Attraktivität des zinslos gehaltenen Edelmetalls.
ÖL
zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 97,18 +0,9 0,86 96,32
Brent/ICE 113,65 +5,8 6,27 107,38
Die Ölpreise stiegen kräftig, das Barrel der Sorte Brent erhöhte sich um 6 Prozent auf 109,66 Dollar. Auslöser waren Berichte über eine vom Iran ausgesprochene Evakuierungswarnung für Ölanlagen in der Golfregion. Die Meldung kam, nachdem Israel das iranische Gasfeld South Pars, die größte derartige Anlage der Welt, angegriffen hatte. Die wöchentlichen US-Rohöllagerbestände weitzeten sich derweil wider Erwarten aus, hatten aber keinen Einfluss auf die Preisfindung. Im asiatisch dominierten Geschäft am Donnerstag steigen die Preise weiter vor dem Hingtergrund fortgesetzter gegenseitiger Angriffe im Krieg im Nahen Osten auf Energieanlagen.
+++++ MELDUNGEN SEIT MITTWOCH 20.00 UHR +++++
BRASILIEN - Geldpolitik
Die brasilianische Notenbank hat den Leitzins von 15,0 auf 14,75 Prozent gesenkt - zum ersten Mal seit zwei Jahren. Sie ließ künftige Zinsentscheidungen offen, weil die Wirtschaft des Landes angesichts möglicher Negativeffekte durch den Konflikt im Nahen Osten vor erheblichen Unwägbarkeiten stehe.
JAPAN - Konjunktur
Die japanischen Maschinenbauaufträge sind im Kern im Januar um 5,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Ökonomen hatten einen stärkeren Rückgang um 10,0 Prozent geschätzt. Im Jahresvergleich stiegen die Aufträge um 13,7 Prozent.
MICRON TECHNOLOGY
Der Umsatz von Micron Technology hat sich im zweiten Quartal fast verdreifacht, gestützt von KI-bedingter Nachfrage nach Speicherchips. Micron wies einen Gewinn von 13,79 (Vorjahr: 1,58) Milliarden Dollar aus. Bereinigt und je Aktie waren es 12,20 Dollar, wohingegen Analysten 9,19 Dollar erwartet hatten. Der Umsatz verdreifachte sich fast auf 23,86 Milliarden. Analysten hatten nur 19,97 Milliarden Dollar prognostiziert. Die Ergebnisse seien auf die starke Nachfrage und das knappe Angebot an Speicherchips in der Branche zurückzuführen, sagte CEO Sanjay Mehrotra. Für das laufende Quartal erwartet Micron in der Mitte der Prognosespanne einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar. Dem steht ein bisheriger Konsens von 24,29 Milliarden gegenüber. Beim Gewinn je Aktie stehen 19,15 Dollar einem Konsenswert von 12,03 Dollar gegenüber.
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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
March 19, 2026 02:45 ET (06:45 GMT)
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