MÄRKTE USA/Wall Street von gestiegenen Ölpreisen ausgebremst

11.03.2026 / 21:15 Uhr

DOW JONES--Gestiegene Ölpreise und die Ungewissheit über die Dauer des Iran-Krieges haben zur Wochenmitte der Wall Street keine Kauflaune aufkommen lassen. Einerseits wiederholte US-Präsident Donald Trump seine Einschätzung eines möglicherweise baldigen Kriegsendes, denn dem US-Militär gingen die Ziele aus. Andererseits hatte der Iran in den vergangenen Tagen nach Angaben von US-Vertretern Minen in der Straße von Hormus verlegt - eine Eskalation. Der Dow-Jones-Index verlor 0,6 Prozent auf 47.417 Punkte. Der S&P-500 büßte 0,1 Prozent ein und der Nasdaq-Composite schaffte den Sprung ins Plus um 0,1 Prozent - gestützt von Oracle. An der Nyse wurden 1.016 (Dienstag: 1.311) Kursgewinner gezählt, denen 1.745 (1.446) -verlierer gegenüberstanden. Unverändert schlossen 62 (64) Titel.

Belastend auf den Aktienmarkt wirkte der wieder höhere Ölpreis. Die Dynamik war aber geringer als zuvor, weil die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven wichtiger Industriestaaten genehmigt hatte. Die Freigabe strategischer Reserven werde die Ölpreise nicht zwangsläufig senken, meinte Analyst Alex Kuptsikevich von FxPro. "Strategische Reserven allein reichen nicht aus, um weitere Preissteigerungen zu verhindern, wenn die Schifffahrt durch die Meerenge über einen längeren Zeitraum stark eingeschränkt bleibt", ergänzte Chefökonom David Fyfe von Argus. Die G7-Staaten wollen laut des französischen Präsidenten Emmanuel Macron zukünftig Handelsschiffe durch die Straße von Hormus mit Kriegsschiffen eskortieren. Ein Fass der Ölsorten Brent und WTI verteuerte sich um rund 5 Prozent.

Weitgehend unbeachtet blieben die US-Verbraucherpreise für Februar. Der Inflationsdruck war wie erwartet stabil geblieben. Taktgeber für die Inflationserwartungen seien aktuell aber die Ölpreise. Diese stellten Inflationdsdaten in den Schatten, hieß es bei Pepperstone. Befeuert von gestiegenen Ölpreisen erhöhte sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen am Anleihemarkt um 8 Basispunkte auf 4,22 Prozent. Teure Engiepreise schmälerten die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen, hieß es. Zudem wurden die Notierungen von einer schwachen Auktion am Primärmarkt belastet. Steigende Marktzinsen stützten den Dollar, der Dollar-Index legte um 0,4 Prozent zu. Der Goldpreis verlor 0,2 Prozent - gedrückt von höheren Marktzinsen und festerem Dollar.

Unter den Einzelaktien machten die Aktien von Oracle einen Satz um 9,2 Prozent nach oben. Geschäftszahlen und Ausblick seien stärker als erwartet ausgefallen - ein Zeichen dafür, dass sich die enormen Investitionen des Cloud-Konzerns in Künstliche Intelligenz (KI) auszahlten, meinte Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Die Ergebnisse hievten den Technologiesektor im S&P-500 um 0,5 Prozent nach oben und damit an die Branchenspitze.

UniFirst stiegen um 6,6 Prozent. Das Unternehmen stimmte einer Übernahme durch seinen Konkurrenten Cintas (+1,1%) zu. Campbell's büßten 7,1 Prozent ein. Der Lebensmittelkonzern meldete für das zweite Geschäftsquartal Umsätze und Gewinne unter Markterwartungen - ebenso der Ausblick enttäuschte. Auch die Geschäftszahlen von AeroVironment (-6,2%) überzeugten nicht. Eine Kooperation mit der KI-Ikone Nvidia schoben Nebius um 16,2 Prozent nach oben. Eine Kapitalerhöhung ließ die Papiere von Kosmos Energy um über 17 Prozent einbrechen.

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INDEX          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
DJIA         47.417,27   -0,6   -289,24       47.706,51 
S&P-500       6.775,80   -0,1     -5,68        6.781,48 
NASDAQ Comp  22.716,14   +0,1    +19,03       22.697,10 
NASDAQ 100   24.965,01   +0,0     +8,54       24.956,47 
 
US-Treasuries    Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre             3,64  +0,07       3,65            3,57 
5 Jahre             3,79  +0,08       3,80            3,72 
10 Jahre            4,22  +0,08       4,23            4,14 
 
DEVISEN          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Di, 18:52 
EUR/USD           1,1575   -0,3    -0,0035          1,1610     1,1645 
EUR/JPY           183,95   +0,3     0,4600          183,49   183,5400 
EUR/CHF           0,9022   -0,2    -0,0014          0,9036     0,9046 
EUR/GBP           0,8622   -0,4    -0,0030          0,8652     0,8651 
USD/JPY           158,91   +0,6     0,8700          158,04   157,5900 
GBP/USD            1,342   +0,0     0,0004          1,3416     1,3460 
USD/CNY           6,8655   -0,2    -0,0111          6,8766     6,8766 
USD/CNH           6,8749   -0,1    -0,0049          6,8798     6,8680 
AUS/USD           0,7155   +0,5     0,0036          0,7119     0,7156 
Bitcoin/USD    70.694,85   +0,6     443,94       70.250,91  70.909,87 
 
ROHÖL            zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex          87,68   +5,1       4,23           83,45 
Brent/ICE          92,22   +5,0       4,42           87,80 
 
Metalle          zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold            5.179,55   -0,2     -11,76        5.191,31 
Silber             85,91   -2,8      -2,49           88,40 
Platin          2.183,11   -0,8     -17,34        2.200,45 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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March 11, 2026 16:14 ET (20:14 GMT)

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