EZB/Schnabel: Aktueller Energieschock unterscheidet sich von dem 2022
11.03.2026 / 17:21 Uhr
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Der aktuelle Energiepreisschock unterscheidet sich nach Aussage von EZB-Direktorin Isabel Schnabel von dem von 2022 nach der Überfall Russlands auf die Ukraine. In einer Veranstaltung in Frankfurt nannte sie drei Unterschiede: "Ein wichtiger Unterschied ist, dass der Schock damals mehr oder weniger einen gewissen Teil des Gasangebots vom Markt entfernt hat", sagte sie. Jetzt gebe es in dieser Hinsicht einige Unsicherheit. "Die meisten Leute nehmen an, dass dieses Angebot wieder zurückkehren wird", sagte sie.
Als zweiten Unterschied führte sie die Tatsache auf, dass Europas Energiequellen inzwischen etwas diversifizierter seien. Drittens sei der makroökonomische Hintergrund heute "ziemlich anders", fügte sie hinzu. "Damals hatten wir eine sehr akkommodierende Fiskal- und Geldpolitik und es kam die Öffnung nach der Pandemie, die die Nachfrage stark getrieben hat. Heute sind wir mehr oder weniger neutral", sagte sie.
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