MARKT USA/Zurückhaltung dürfte weiter dominieren - Ölpreise steigen wieder
11.03.2026 / 11:41 Uhr
An der Wall Street deutet sich auch zur Wochenmitte Zurückhaltung an. Nachdem es am Vortag noch Hoffnungen auf eine Deeskalation im Iran-Krieg gegeben hatte, scheint sich die Lage wieder zu verschärfen. Der Iran hat in den vergangenen Tagen nach Angaben von US-Offiziellen Minen in der Straße von Hormus verlegt. Dies sei eine Eskalation mit dem Ziel, einen lebenswichtigen wirtschaftlichen Durchgangsweg zu sperren, was US-Präsident Donald Trump dazu veranlasste, mit rascher Vergeltung zu drohen. Ein US-Vertreter sagte, es könnte ein politisches Signal an die USA sein, dass Teheran die Weltwirtschaft gewaltsam abwürgen kann.
Dazu kommen die wieder steigenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent gewinnt 4,5 Prozent auf 91,47 Dollar. Am Vortag hatte es noch einen teils zweistelligen Rückgang gegeben. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Freigabe von 400 Millionen Barrel vorgeschlagen - die größte Freigabe von Ölreserven in ihrer Geschichte, wie das Wall Street Journal berichtete. Es wird erwartet, dass die Länder am Mittwoch über den Vorschlag entscheiden. Er würde angenommen werden, wenn niemand Einspruch erhebt, aber der Protest auch nur eines einzigen Landes könnte den Plan verzögern, sagten Offizielle. Ein solcher Schritt sollte die Ölpreise senken, aber vielleicht hatte der Markt auf mehr gehofft, heißt es.
Ob vor dem aktuellen Hintergrund die Verbraucherpreise für Februar einen Impuls liefern können, bleibt abzuwarten. Die Daten werden vor der Startglocke veröffentlicht.
Bei den Einzelwerten machen die Aktien von Oracle vorbörslich einen Satz um gut 10 Prozent nach oben. Die Ergebnisse und der Ausblick seien stärker als erwartet ausgefallen, ein Zeichen dafür, dass sich die enormen Investitionen des Cloud-Computing-Konzerns in künstliche Intelligenz (KI) auszahlen, meint Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Die Ergebnisse könnten Technologie-Titel auf breiterer Front beflügeln, da Oracle als "Barometer für KI-bezogene Investitionsrisiken" angesehen werde.
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