PRESSESPIEGEL/Unternehmen

10.03.2026 / 06:14 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DEUTSCHE BAHN - Der Vorstand der Deutschen Bahn AG fordert nach Informationen der Süddeutschen Zeitung in einem Schreiben an Aufsichtsratschef Werner Gatzer die Abberufung von Finanzvorständin Karin Dohm. "Das Vertrauensverhältnis eines jeden Einzelnen zu Frau Dohm ist nachhaltig, tiefgreifend und unwiederbringlich gestört", zitiert die Zeitung aus dem Brief. "Die Zerrüttung ist derart, dass eine gedeihliche, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gremium nicht mehr möglich ist, solange Frau Dohm diesem angehört." Das Schreiben ist laut SZ sowohl von Bahn-Chefin Evelyn Palla als auch von ihren vier Vorstandskollegen Michael Peterson, Martin Seiler, Bernhard Osburg und Harmen van Zijderveld unterzeichnet. Der Aufsichtsrat tagt das nächste Mal am 20. März. Dann stehe auch der Umgang mit der Personalie Dohm auf der Agenda. (Süddeutsche Zeitung)

ABB/NVIDIA - ABB Robotics will durch eine Kooperation mit Nvidia den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Robotik zum Durchbruch verhelfen. "Das Endgame hat begonnen", sagte Marc Segura, Chef des weltweit zweitgrößten Herstellers von Industrierobotern, dem Handelsblatt. Die Technologien seien jetzt reif, den Einsatz von autonomen Robotern in Fabriken zu ermöglichen. Konkret will ABB Robotics die Simulationstechnologien von Nvidia in die eigene Plattform Robot Studio integrieren. Die Plattform ermögliche Segura zufolge superrealistische Simulationen. So könnten die Kosten für Unternehmen erheblich reduziert werden, da keine Prototypen mehr gebaut werden müssten. Zudem werde die Zeit der Entwicklung bis zur Marktreife erheblich um 50 Prozent verkürzt. (Handelsblatt)

SUNO - Der amerikanische KI-Anbieter Suno bietet seinen Nutzern die Möglichkeit, komplette Lieder per "Prompts" zu generieren. Das führt zu juristischen Streitigkeiten mit Musiklabels und Künstlern, in die Suno in den USA sowie seit Montag vor dem Landgericht München I verwickelt ist. Dort hat die Verwertungsgesellschaft Gema schon 2025 eine Unterlassungsklage gegen das Unternehmen eingereicht. Damals hatte die Gema Hörbeispiele der "KI-Plagiate" und Versionen von "Atemlos durch die Nacht" von Helene Fischer, "Forever Young" von Alphaville oder Liedern der Gruppe Boney M. auf ihrer Website veröffentlicht. Unstreitig ist, dass Suno sein Modell mit den Musikwerken trainiert habe, teilte das Gericht mit. Gestritten wurde am Montag über die Ausgabe der Musikstücke. Weil sich das KI-Tool die Musikstücke "merke", stelle dies eine unzulässige Vervielfältigung dar, argumentierten die Anwälte der Gema, die die Interessen der Urheber vertritt. (FAZ).

NASDAQ/SETURION - Die im September 2025 gegründete Abwicklungsplattform für den Handel digitaler Wertpapiere ("Token"), Seturion, hat mit der Nasdaq einen ersten Partner außerhalb des Ökosystems ihrer Mutter Börse Stuttgart gefunden. Der amerikanische Börsenbetreiber Nasdaq wird seine europäischen Handelsplätze an Seturion anschließen, teilte die Börse Stuttgart mit. Nasdaq hat 2008 den nordeuropäischen Börsenbetreiber OMX gekauft und betreibt seither die Börsen in Schweden, Dänemark, Finnland und Island sowie in den drei baltischen Ländern. Bei tokenisierten Wertpapieren können die Nasdaq-Handelsplätze nun für das Settlement über Seturion gehen. Der initiale Fokus werde auf strukturierten Produkten liegen. (Börsen-Zeitung, FAZ)

TENNET - Der Ausbau der Stromautobahnen von den Windrädern im Norden zu den Fabriken im Süden kommt voran. Deutschlands größter Übertragungsnetzbetreiber Tennet Germany hat die Investitionen ins hiesige Netz im Jahr 2025 um knapp die Hälfte auf die Rekordsumme von 10,05 Milliarden Euro erhöht, wie das Unternehmen mit Sitz im fränkischen Bayreuth anlässlich der Jahresbilanz mitteilte. Tennet Germany will den Wachstumskurs im laufenden Geschäftsjahr 2026 fortsetzen und weiter in den Netzausbau investieren. Das Unternehmen geht von einer Steigerung der Investitionen im unteren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zu 2025 aus. (Börsen-Zeitung)

BRAWO - Die Volksbank Brawo (kurz für Braunschweig-Wolfsburg) steht nach mehreren Stützungsfällen innerhalb des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) wegen ihres ungewöhnlichen Geschäftsmodells, ihrer Expansion in Bereichen über das Bankgeschäft hinaus und wegen eines fehlenden Konzernabschlusses 2024 im Fokus. Vorstandschef Jürgen Brinkmann weist Gerüchte über potenzielle Risiken im Immobilien- und Beteiligungsbestand zurück. Darstellungen, man habe Vorsorgereserven heranziehen müssen, um einen Verlustausweis zu vermeiden, seien falsch, erklärt er der Börsen-Zeitung. "Diejenigen, die spekulieren, wir hätten im Jahresabschluss 2024 vor allem im Real-Estate-Bereich ein Thema, haben unser Modell nicht verstanden." (Börsen-Zeitung)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/sha/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 10, 2026 01:13 ET (05:13 GMT)

zur Übersicht mit allen Meldungen

ein Service von
DOW JONES

Copyright © 2026 Tradegate Exchange GmbH
Bitte beachten Sie das Regelwerk

DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG

Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CET (UTC+1)