MÄRKTE EUROPA/DAX & Co wenig verändert - SMI steigt auf Rekordhoch

24.02.2026 / 18:11 Uhr

DOW JONES--Nach einem recht volatilen Verlauf haben die europäischen Aktienmärkte am Dienstag kaum verändert geschlossen. Stützend wirkte am Nachmittag, dass die Wall Street sich etwas von den Vortagesverlusten erholte. Übergeordnet lasteten weiter das US-Zoll-Chaos, eine mögliche US-Militärintervention im Iran sowie anhaltende Sorgen über disruptive Wirkungen von Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf der Stimmung. Citrini Research hatte am Wochenende ein hypothetisches Szenario veröffentlicht, in dem KI die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflusst. Die Analysten nannten darin zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen, deren Geschäftsmodell sie bedroht sehen.

Der DAX schloss wenig verändert bei 24.986 Punkten und damit weiter nahe der psychologischen Marke von 25.000 Punkten. Auch der Euro-Stoxx-50 bewegte sich mit 6.117 Punkten kaum von der Stelle. Der Schweizer Aktienmarkt ist 2026 auch wegen seiner defensiven Ausrichtung bei Anlegern gesucht. Am Berichtstag stieg der SMI im Verlauf zum ersten Mal über die Marke von 14.000 Punkten. Er schloss 0,9 Prozent höher bei 13.997 Punkten. Der Euro notierte wenig bewegt bei 1,1785 Dollar. Am Anleihemarkt zogen die Kurse leicht an und bauten die Gewinne vom Vortag aus. Gold litt unter moderaten Gewinnmitnahmen, nachdem das Edelmetall zu Wochenbeginn von den Unsicherheiten profitieren konnte.

Nach einem ruhigen Wochenbeginn nahm die Berichtssaison wieder langsam an Fahrt auf. Impulse könnten daneben von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump kommen. Sie findet aber erst in der Nacht zum Mittwoch statt. In dieser könnte er sich zum Urteil des Obersten Gerichtshofs gegen seine Zölle äußern oder auch über das weitere Vorgehen im Iran.

Am späten Mittwoch stehen dann Geschäftszahlen von Nvidia für das vierte Quartal 2025 auf dem Programm. Der Konzern gilt als KI-Flaggschiff. Die Zahlen haben oft Signalwirkung über das Unternehmen hinaus - nicht nur für Halbleiter- und Wachstumsaktien, sondern für den gesamten Markt.

FMC brechen ein - Ausblick verstimmt

Trotz überzeugender Zahlen verloren Fresenius Medical Care (FMC) 7,5 Prozent. Belastend wirkte der Ausblick. Der Dialysedienstleister sieht auch in diesem Jahr noch keine Trendwende auf dem für ihn so wichtigen US-Markt. Der Viertquartalumsatz von FMC liege 0,7 Prozent über Erwartung, das bereinigte EBIT 11,4 Prozent und das Ergebnis je Aktie 35 Prozent, merkte JP Morgan an. Das Unternehmen habe damit den oberen Rand seiner EBIT-Prognosespanne erreichte. Angesichts der höheren Basis deute die Prognose für 2026 auf weitgehend stagnierende Umsätze und EBIT (zu konstanten Wechselkursen) hin. Die Fresenius-Aktie verbilligte sich um 2,6 Prozent.

Mit einem Minus von 6,6 Prozent reagierten auch MTU Aero empfindlich auf Geschäftszahlen. Belastend wirkte auch hier der Ausblick, speziell die Erwartung an den freien Cashflow. Der Triebwerksbauer strebe etwa 500 Millionen Euro an, dem laut JP Morgan eine Konsenserwartung von 545 Millionen gegenübersteht. Die Ziele von MTU seien aber typischerweise konservativ.

Der europäische Banken-Sektor verlor 1,3 Prozent. Im Handel wurde zum einen auf die Zinskurve verwiesen, die sich im Ergebnis belastend niederschlagen dürfte. Aber auch die Meldungen über die Qualität am US-Kreditmarkt trübten die Stimmung, so ein Marktteilnehmer. Er verwies auf die Aussage von Jamie Dimon, CEO bei JP Morgan, der am US-Kreditmarkt momentan Parallelen zu der Finanzkrise 2008 sehe. Dabei gehe es darum, dass zuletzt Kreditstandards gelockert wurden, um im Wettbewerb zu bestehen. Die sinkende Risikoprämie belaste zusehends die Ertragslage, auch wenn es noch nicht zu größeren Ausfällen gekommen sei.

Bei den deutschen Nebenwerten ging es im SDAX für SFC Energy um 9,6 Prozent nach oben. Der Brennstoffzellen-Spezialist rechnet für 2026 erneut mit merklichem Umsatzwachstum und steigenden Gewinnen.

Elmos Semiconductor büßte 2025 bei nur leichtem Wachstum deutlich an Gewinn und Marge ein. Das Halbleiter-Unternehmen rechnet für das neue Geschäftsjahr aber mit einer Rückkehr zu strukturellem Wachstum. Der Kurs legte um 11,3 Prozent zu. In Folge sind auch weitere Aktien aus der Halbleiterbranche gesucht, Suss Microtec und Aixtron verteuerten sich um bis zu 6,2 Prozent.

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Index                    Schluss  Entwicklung in %  Seit Jahresbeginn* 
Euro-Stoxx-50           6.116,60             +0,0%               +5,6% 
Stoxx-50                5.255,21             +0,2%               +6,7% 
Stoxx-600                 629,14             +0,2%               +6,0% 
XETRA-DAX              24.986,25             -0,0%               +2,0% 
FTSE-100 London        10.684,74              k.A.               +7,0% 
CAC-40 Paris            8.519,21             +0,3%               +4,3% 
AEX Amsterdam           1.019,87             +0,3%               +6,8% 
ATHEX-20 Athen          5.745,47             -0,8%               +8,2% 
BEL-20 Bruessel         5.629,15             +0,4%              +10,4% 
BUX Budapest          124.714,69             -1,8%              +13,2% 
OMXH-25 Helsinki        6.122,75             +0,3%               +7,1% 
ISE NAT. 30 Istanbul   14.050,83              k.A.              +24,9% 
OMXC-20 Kopenhagen      1.436,08             -1,4%               -9,5% 
PSI 20 Lissabon         9.269,17             +0,3%              +11,9% 
IBEX-35 Madrid         18.189,50             -0,5%               +5,1% 
FTSE-MIB Mailand       46.651,72             -0,1%               +3,9% 
OBX Oslo                1.805,86             +0,2%              +12,8% 
PX  Prag                2.674,17             -1,7%               +1,3% 
OMXS-30 Stockholm       3.190,87             +0,8%               +9,8% 
WIG-20 Warschau         3.421,01             -0,6%               +8,1% 
ATX Wien                5.708,73             -1,9%               +9,2% 
SMI Zuerich            13.997,13             +0,9%               +4,5% 
*bezogen auf Vortagesschluss 
 
DEVISEN                   zuletzt        +/- %       0:00  Mo, 17:01   % YTD 
EUR/USD                    1,1788        +0,0%     1,1787     1,1795   +0,3% 
EUR/JPY                    183,48        +0,7%     182,26     182,14   -1,1% 
EUR/CHF                    0,9119        -0,1%     0,9132     0,9130   -1,9% 
EUR/GBP                    0,8713        -0,3%     0,8737     0,8740   +0,2% 
USD/JPY                    155,66        +0,7%     154,62     154,42   -1,4% 
GBP/USD                    1,3529        +0,3%     1,3491     1,3495   +0,2% 
USD/CNY                    6,9204        -0,0%     6,9212     6,9212   -1,5% 
USD/CNH                    6,8776        -0,2%     6,8898     6,8868   -1,3% 
AUS/USD                    0,7067        +0,1%     0,7056     0,7060   +5,7% 
Bitcoin/USD             64.261,80        -0,7%  64.720,70  65.625,05  -26,8% 
 
ROHÖL                     zuletzt  VT-Settlem.      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                   65,94        66,13      -0,3%      -0,19  +15,7% 
Brent/ICE                   71,15        71,49      -0,5%      -0,34  +17,4% 
 
METALLE                   zuletzt       Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold                     5.145,11     5.228,75      -1,6%     -83,64  +21,0% 
Silber                      87,49        88,57      -1,2%      -1,09  +24,2% 
Platin                   1.826,22     1.828,49      -0,1%      -2,27   +4,3% 
Kupfer                       5,91         5,78      +2,3%       0,13   +2,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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February 24, 2026 12:10 ET (17:10 GMT)

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