MARKT USA/Leichte Erholung - KI-Sorgen und Zoll-Unsicherheiten bleiben
24.02.2026 / 12:08 Uhr
Nach dem Kursabsturz zu Wochenbeginn dürfte es an der Wall Street am Dienstag zu einer moderaten Erholung kommen. Der Future auf den S&P-500 legt um 0,2 Prozent zu. Gleichwohl bleiben die Unsicherheiten rund um die Zoll-Politik in den USA. Auch die Angst vor möglichen Verwerfungen durch Künstliche Intelligenz (KI) bleiben am Markt weiter bestehen. In diesem Zusammenhang wird vor allem auf die Quartalszahlen von Nvidia nach Handelsende am Mittwoch geschaut. Dabei stehen vor allem der Ausblick und die KI-Investitionen im Fokus. Zuletzt hatten bei anderen großen Tech-Konzernen vor allem hohe KI-Ausgaben für Abgabedruck gesorgt.
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA beseitigt das Zollrisiko nicht vollständig, schreibt die Strategin des Franklin Templeton Institute, Christy Tan. Obwohl der Gerichtshof das "Notfall"-Zollinstrumentarium von Präsident Trump einschränke, habe das Gericht der Regierung Spielraum gelassen, um Zölle im Einklang mit dem Gesetz und der Verfassung wieder einzuführen. "Obwohl die Zollunsicherheit auf legalem Wege zurückkehren könnte, ist der Umfang neuer Zölle in Höhe und Breite durch das Urteil wahrscheinlich eingeschränkt worden", sagt Tan. Die Abschaffung von Zöllen sei eine Form der fiskalischen Lockerung, die die Kaufkraft und das Wachstum in vielen Sektoren ankurbeln könnte.
Die Agenda der US-Konjunkturdaten ist erneut übersichtlich. Es wird nach der Startglocke lediglich der Index des Verbrauchervertrauens für Februar veröffentlicht.
Bei den Einzelwerten legen Fedex vorbörslich um 0,1 Prozent zu. Der Logistik-Konzern hat die US-Regierung verklagt und fordert eine vollständige Rückerstattung der gezahlten Handelszölle zuzüglich Zinsen, die aus den im vergangenen Jahr von Präsident Trump erlassenen Dekreten resultieren. Wie viel das Unternehmen an Zöllen gezahlt hat, teilte es nicht mit. Der Supreme Court hat bisher noch nicht entschieden, ob die US-Regierung die bereits eingenommenen Zolleinnahmen zurückzahlen muss.
JP Morgan erholen sich nach dem gut 4-prozentigen Kursabsturz am Vortag nun um 0,2 Prozent. Die Aktie gehörte zu einer Reihe von Papieren von Finanzdienstleistern, die wegen Bedenken über die Auswirkungen von KI auf ihre Geschäftsmodelle starke Verluste hinnehmen mussten. Der CEO von JP Morgan, Jamie Dimon, hat nun Bedenken über negative KI-Auswirkungen auf die US-Großbank zurückgewiesen. Die größte Bank Amerikas werde die Technologie zu ihrem Vorteil nutzen, so der Manager. "Meiner Meinung nach werden wir zu den Gewinnern gehören", sagte Dimon.
Die Aktien der Citigroup zeigen sich wenig verändert, für die Papiere von Mastercard und Visa geht es um 0,3 bzw. 0,2 Prozent nach oben. Die genannten Aktien hatten am Montag ebenfalls unter starkem Abgabedruck gestanden.
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