XETRA-SCHLUSS/Abgaben bei fehlenden Impulsen - Siemens sehr schwach

16.02.2026 / 17:56 Uhr

DOW JONES--Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag mit Abgaben geschlossen. Der DAX verlor 0,5 Prozent auf 24.801 Punkte. Das Geschäft verlief sehr ruhig und bei sehr dünnen Umsätzen. In Asien blieben die Aktienmärkte in China und Südkorea geschlossen wegen des Neujahrsfestes. Und auch an der Wall Street wurde nicht gehandelt wegen des Feiertages "Washington's Birthday". Die kurzzeitige Erholung am Freitag entpuppte sich damit nach Einschätzung von CMC zumindest zum Start in die neue Woche als Strohfeuer. "Damit verliert der DAX die 25.000er-Marke wieder aus dem Blick und es gab so den nächsten Stimmungsdämpfer für die ohnehin schon zurückhaltenden Investoren", hieß es.

Die Berichtssaison legte am Montag eine Pause ein, im Wochenverlauf berichten aber aus dem Stoxx-600 weitere 65 Unternehmen. Siemens waren mit minus 6,4 Prozent Tagesverlierer im DAX. Die Aktien wurden mit dem größten Aufschlag gegenüber Vergleichsunternehmen seit einem Jahrzehnt gehandelt und lagen "deutlich über einem Niveau, das sich rechtfertigen lässt", urteilte Analyst Joachim Klement von Panmure Liberum. Obwohl der Ausbau von Rechenzentren in Europa und die Nachfrage aus der Industrieautomatisierung die Aktie stützten, litten zwei der drei Sparten des Unternehmens unter einer gedämpften Auftragslage. Auch der Gewinnausblick des Unternehmens deute darauf hin, dass die Aktie überbewertet sei. Im Handel hieß es, die Aktie sei bewertungstechnisch zu teuer.

Für Siemens Energy ging es dagegen 1,1 Prozent nach oben. Auch hier meldeten sich Analysten zu Wort. Das starke erste Quartal hat für die RBC-Analysten den Anlagefall auf breiter Basis gestärkt. Der entscheidende Aspekt dabei sei das gestiegene Vertrauen in die Langlebigkeit des Gasturbinenbooms, gepaart mit Aufwärtspotenzial beim freien Cashflow und ersten positiven Anzeichen bei Gamesa. SAP verloren 2 Prozent - die Aktie gilt als möglicher KI-Verlierer.

Die Kapitalmarktveranstaltung von Fincantieri habe die Erwartungen an die Ertragskraft des europäischen U-Bootsektors neu ausgerichtet und Argumente für die TKMS-Aktie geliefert, hieß es von den MWB-Analysten. Die Konzernkennziffern seien zwar nicht direkt vergleichbar, weil Fincantieri auch Kreuzfahrtschiffe baue, doch sei die Botschaft klar. Unterwassersysteme seien der wichtigste Wachstumsmotor bis 2030; in diesem Segment werde eine EBITDA-Marge von etwa 20 Prozent angestrebt. Damit würden neue Maßstäbe im Sektor gesetzt. Im Vergleich dazu sei die Marge von TKMS aktuell schwach. Als Plattformführer und Technologieträger der 212-Bootsklasse sollte TKMS aber profitieren, wenn die Stückzahlen stiegen und Altverträge ausliefen. TKMS rückten am Montag um 6 Prozent vor.

Dazu passt, dass die Lübecker Gabler Group an die Börse strebt. Das Unternehmen, das im Bereich der Unterwassertechnologie tätig ist und einen Großteil seiner Umsätze im Verteidigungssektor erzielt, plant einen Börsengang an der Frankfurter Börse voraussichtlich Anfang März. Die Aktien sollen im Scale-Segment gelistet werden. Der abgebende Aktionär, die Possehl-Gruppe, will nach dem Börsengang mindestens eine Minderheitsbeteiligung behalten. Gabler strebt einen Nettoemissionserlös aus neu ausgegebenen Aktien von etwa 40 Millionen Euro an, welcher für die Stärkung der Bilanz, die Beschleunigung des organischen Wachstums und die Durchführung ausgewählter kleinerer Akquisitionen vorgesehen ist.

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INDEX              zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX              24.800,91  -0,5%      +1,7% 
DAX-Future       24.877,00  -0,4%      +0,9% 
XDAX             24.823,02  -0,4%      +1,4% 
MDAX             31.364,56  +0,2%      +2,2% 
TecDAX            3.654,00  -0,0%      +0,9% 
SDAX             17.797,63  -0,2%      +3,9% 
zuletzt                   +/- Ticks 
Bund-Future        129,12     +4 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
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Kontakt zum Autor: maerke.de@dowjones.com

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February 16, 2026 11:55 ET (16:55 GMT)

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