Munich Re: Naturkatastrophenschäden 2025 erneut bei über 100 Mrd USD

13.01.2026 / 08:00 Uhr

DOW JONES--Waldbrände, Hochwasser und Schwergewitter haben der Versicherungsbranche 2025 ein schadensreiches Jahr beschert. Laut Munich Re beliefen sich die versicherten Schäden aus Naturkatastrophen auf 108 Milliarden US-Dollar. Sie sanken damit zwar im Vergleich zum Vorjahreswert von 147 Milliarden Dollar, übertrafen jedoch abermals die Marke von 100 Milliarden Dollar und entsprachen in etwa dem Zehnjahresdurchschnitt.

Die Gesamtschäden beliefen sich laut dem Naturkatastrophen-Bericht auf 224 Milliarden Dollar nach 368 Milliarden 2024. Etwa 17.200 Menschen kamen bei Naturkatastrophen weltweit ums Leben nach rund 11.000 im Vorjahr. Allein bei einem Erdbeben in Myanmar starben rund 4.500 Menschen.

Die für die Branche mit Abstand kostspieligste Naturkatastrophe waren die Waldbrände in und um Los Angeles im Januar 2025 mit 40 Milliarden US-Dollar. Es war gleichzeitig die bislang teuerste Waldbrand-Katastrophe aller Zeiten. Ebenfalls in den USA richtete im März eine Schwergewitter-Serie über dem Zentrum und dem Süden des Landes versicherte Schäden von 7 Milliarden Dollar an.

Die Hurrikan-Saison ging für die USA glimpflich aus. Das US-Festland wurde laut Munich Re erstmals seit zehn Jahren von keinem Wirbelsturm in Hurrikanstärke getroffen. Allerdings wurde Jamaika von Hurrikan "Melissa" verwüstet, der versicherte Schäden von 3 Milliarden Dollar verursachte.

In Europa waren Hagelstürme in Frankreich, Österreich und Deutschland das nach versicherten Werten teuerste Ereignis mit 0,8 Milliarden Dollar. Insgesamt verlief das Jahr in Europa mit etwa rund 5,5 Milliarden Dollar an versicherten Schäden relativ glimpflich. In der Region Asien-Pazifik summierten sich die versicherten Schäden auf rund 9 Milliarden Dollar - allerdings bei Gesamtschäden von 73 Milliarden.

Bei vielen extremen Ereignissen habe es einen relativ sicheren Einfluss des Klimawandels gegeben, so Munich Re. "In einer Welt im Fieber sind extreme Wetterkatastrophen wahrscheinlicher", sagte Tobias Grimm, Chefklimatologe der Munich Re. "2025 war wieder eines der wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen. Damit waren die zwölf vergangenen Jahre die wärmsten überhaupt. Es gibt kein Zeichen der Entwarnung, der Klimawandel kann sich unter diesen Umständen weiter verschärfen."

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/mgo/sha

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January 13, 2026 02:00 ET (07:00 GMT)

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