PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
13.01.2026 / 06:47 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AI-GIGAFACTORY - Im Wettbewerb um den Standort für eine von fünf AI Gigafactorys in Europa ist die Bundesregierung bereit, 805 Millionen Euro zu investieren. Das geht aus einem Antrag für den Haushaltsausschuss hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Der Ausschuss tagt am Mittwoch. Am selben Tag werden sich Vertreter von Bund, Ländern und möglichen Betreibern in Berlin treffen. Sie wollen ausloten, wie viel Rechenleistung der Staat buchen könnte. Ziel des Treffens sei ein "internes Commitment", wie es in der Einladung heißt. (Handelsblatt)
EU-HANDEL - Der Handel zwischen den EU-Mitgliedstaaten ist nach Zahlen der Europäischen Kommission zum ersten Mal seit fast einem Jahrzehnt außerhalb der Pandemie zurückgegangen, und das trotz der Bemühungen, den Binnenmarkt angesichts der wirtschaftlichen Bedrohungen durch China und die USA wieder anzukurbeln. Der Anteil des Handels zwischen den Mitgliedstaaten am BIP der EU sank laut einem Entwurf des jährlichen Binnenmarktberichts der EU, in den die Financial Times Einblick hatte, von 23,5 Prozent im Jahr 2023 auf 22 Prozent im Jahr 2024. (Financial Times)
ERBSCHAFTSSTEUER - Mehrere Wirtschaftsverbände haben mit Empörung und Unverständnis auf die SPD-Pläne zur Reform der Erbschaftsteuer reagiert. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) kritisierte, die angedachte Erhöhung sei ein "falsches Signal zur falschen Zeit". "Während in Sonntagsreden das hohe Lied des Mittelstands und der Familienunternehmen angestimmt wird, drohen im politischen Alltag überflüssige Belastungen", sagte Berthold Welling, VCI-Geschäftsführer Recht und Steuern, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das Kapital der Familienunternehmer stecke im Betrieb. Jede zusätzliche Abgabe schmälere Investitionen, gefährdet Arbeitsplätze, so Welling. (RND)
AKTIEN - Die amerikanische Handelsplattform OTC Markets verzeichnet eine stark steigende Nachfrage nach Wertpapieren deutscher Konzerne. "Seit Anfang 2024 ist das durchschnittliche Handelsvolumen mit deutschen Aktien auf unserer Plattform um 81 Prozent gestiegen", sagte OTC-Vizepräsident Jason Paltrowitz dem Handelsblatt. 2024 hätten US-Investoren vor allem wegen der vergleichsweise niedrigen Bewertungen bei deutschen und europäischen Aktien zugegriffen. "Seit Anfang 2025 beobachten wir, dass viele US-Investoren ihre Risiken stärker diversifizieren wollen - wegen der politischen Entwicklungen in den USA und der Gefahr, dass die KI-Blase platzt", so Paltrowitz. (Handelsblatt)
AUTOZULIEFERER - Europäische Automobilzulieferer haben in den vergangenen zwei Jahren als Folge der geringen Nachfrage nach Fahrzeugen und dem harten Wettbewerb durch chinesische Konkurrenz mehr als 100.000 Stellenstreichungen bekannt gegeben. Zahlen, die vom europäischen Branchenverband Clepa zusammengestellt und der Financial Times zur Verfügung gestellt wurden, zeigen, dass Zulieferer für 2025 den Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen angekündigt hatten, nachdem es 2024 bereits 54.000 waren - ein Zeichen für die anhaltende Notlage der krisengeschüttelten Branche. (Financial Times)
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January 13, 2026 00:46 ET (05:46 GMT)
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