PRESSESPIEGEL/Unternehmen

06.01.2026 / 06:22 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

THYSSENKRUPP - Im Übernahmepoker um die Stahl-Tochter von Thyssenkrupp erhöht die IG Metall den Druck auf den indischen Bieter Jindal. "Wir glauben weiterhin, dass ein Einstieg von Jindal Steel im Sinne der Beschäftigen bei Thyssenkrupp Steel funktionieren kann. Dafür müssen den Worten jetzt aber Taten folgen", sagte Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender IG Metall, der Rheinischen Post. "Jindal muss die zu Anfang gemachten unverbindlichen Zusagen nun konkretisieren und glaubwürdig weiterverfolgen, insbesondere was die Investitionen am Standort Duisburg angeht. Dafür braucht es ein transparentes Finanzierungskonzept. Grundlage dafür muss das vereinbarte Restrukturierungskonzept sein", sagte Kerner der Zeitung. Jindal hatte im September ein unverbindliches Angebot für Thyssenkrupp Steel abgegeben. (Rheinische Post)

VOLKSWAGEN - Die Händler von Volkswagen und Audi rechnen für 2026 mit steigenden Autopreisen. "Wir sehen zunehmenden Preisdruck, gleichzeitig steigen die Kosten", sagte Alexander Sauer-Wagner, Vorsitzender des VW- und Audi-Partnerverbands. Das mache die Spielräume der Hersteller und Händler kleiner. Für den Verkauf von Elektroautos sieht er dennoch Chancen. Maßgeblich sei hier weniger der Preis als die monatliche Leasingrate. Für 2026 hält er eine Annäherung der Leasingraten von Elektro- und Verbrennermodellen für möglich. (Handelsblatt)

PROSUS/JUST EAT - Der Chef von Prosus wirft der EU vor, seine Pläne für Investitionen in Höhe von bis zu 15 Milliarden US-Dollar in Europa zu behindern, nachdem der Technologiekonzern Just Eat Takeaway für 4,1 Milliarden Euro übernommen hatte. Fabrizio Bloisi sagte, er sei bereit, mehr in den Bereich der Lebensmittellieferung zu investieren, um einen europäischen Technologieriesen mit einem Wert von 100 Milliarden Dollar als Konkurrenz zu Doordash, das den britischen Just-Eat-Rivalen Deliveroo übernommen hat, zu schaffen. Er sagte jedoch, dass dieser Plan von Brüssel blockiert werde, das den Just-Eat-Deal erst genehmigt habe, nachdem Prosus sich verpflichtet hatte, seinen 27-prozentigen Anteil an dem in Berlin ansässigen Konkurrenten Delivery Hero zu verkaufen und seinen Sitz im Aufsichtsrat aufzugeben. "Wir haben gerade eine Übernahme [von Just Eat Takeaway] getätigt, wir haben uns verpflichtet, 10 bis 15 Milliarden Dollar in Europa zu investieren, und die Empfehlung, die wir [von den EU-Wettbewerbsbehörden] erhalten haben, lautete, uns zu veräußern", sagte Bloisi. "Wir sollten 10 Milliarden Dollar investieren, aber mein Ziel ist es, jetzt zu veräußern." (Financial Times)

DEUTSCHE BAHN - Vor fast genau drei Jahren überraschte Evelyn Palla, damals noch Chefin des DB-Regionalverkehrs, mit einem ambitionierten Plan. Schon 2030, versprach die inzwischen an die Konzernspitze aufgestiegene Südtirolerin, werde die Deutsche Bahn rund 200 Millionen Reisende pro Jahr in eigenen On-Demand-Bussen befördern, die also nur "auf Bestellung" fahren. Mit der Initiative wolle sie den Umstieg vom Privatauto auf den öffentlichen Personennahverkehr erleichtern, besonders abseits der Städte. Nun fällt das Projekt der Ankündigung der neuen Bahn-Chefin, den Konzern "auf links zu drehen", zum Opfer. Unter der Ägide des neuen DB-Regio-Vorstands Harmen van Zijderveld verkauft der Staatskonzern das Geschäftsfeld an den Autozulieferer Benteler mit Hauptsitzen in Paderborn und Salzburg. (Handelsblatt)

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January 06, 2026 00:21 ET (05:21 GMT)

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