Deutscher Auftragseingang steigt im September um 4,4 Prozent
05.11.2026 / 08:16 Uhr
Von Andreas Plecko
DOW JONES--Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im September kräftig gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 4,4 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 3,3 (August: 3,2) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen monatlichen Anstieg um 4,3 Prozent prognostiziert. Der für August vorläufig gemeldete monatliche Rückgang von 10,6 Prozent wurde auf ein Minus von 10,1 Prozent revidiert.
Ohne die Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang um 5,1 Prozent höher als im Vormonat. Im weniger volatilen Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang im dritten Quartal insgesamt um 0,2 Prozent höher als im zweiten Quartal, ohne Großaufträge stieg er um 0,1 Prozent.
"Die positive Entwicklung des Auftragseingangs im Verarbeitenden Gewerbe im September 2026 ist zu einem großen Teil auf den deutlichen Anstieg in der Automobilindustrie (saison- und kalenderbereinigt plus 10,5 Prozent zum Vormonat) zurückzuführen", erklärte Destatis. "In diesem Bereich hatten die Auftragseingänge und die Produktion in den beiden Monaten zuvor unter anderem aufgrund von Produktionsumstellungen und Werksferien auf einem niedrigen Niveau gelegen."
Auch der Zuwachs im Maschinenbau (plus 8,3 Prozent) wirkte sich positiv auf das Gesamtergebnis aus. Zu diesem Anstieg habe ein Großauftrag bei der Herstellung von Maschinenverbrennungsmotoren und Turbinen beigetragen, hieß es. Im Sonstigen Fahrzeugbau (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge), der im bisherigen Jahresverlauf teils sehr hohe Volumen an Großaufträgen verzeichnete, ging der Auftragseingang im Vormonatsvergleich hingegen um 10,4 Prozent zurück.
Die Auslandsaufträge stiegen im September um 2,8 Prozent. Dabei verzeichneten die Aufträge aus der Eurozone einen Anstieg von 4,5 Prozent und die Aufträge von außerhalb der Eurozone einen Anstieg von 1,6 Prozent. Die Inlandsaufträge lagen um 6,6 Prozent höher.
"Insgesamt stellt sich die Entwicklung der Auftragseingänge vor dem Hintergrund öffentlicher Großaufträge sowie von Sondereffekten durch vorgezogene Bestellungen im Zusammenhang mit dem Krieg im Nahen Osten nach wie vor volatil dar", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. "Dennoch haben sich die Aufträge auch im dritten Quartal stabil entwickelt, so dass sich die Industriekonjunktur im Schlussquartal 2026 wieder beleben dürfte."
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November 05, 2026 02:15 ET (07:15 GMT)
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