Evonik setzt auf Eigenständigkeit und bekräftigt Absage an BASF
03.11.2026 / 08:59 Uhr
DOW JONES--Vor dem Hintergrund des ungebetenen BASF-Übernahmeangebots hat der Spezialchemiekonzern Evonik seinen Kurs der Eigenständigkeit herausgestellt. "Evonik ist groß genug, Evonik ist stark, und wir machen Evonik gerade noch stärker", sagte Finanzchef Michael Rauch in einem Video, das sich anlässlich der Drittquartalszahlen an die Beschäftigten des Essener Unternehmens richtet.
Evonik habe auch allein eine gute Perspektive für die Zukunft. "Unser Portfolio wird nach den Maßnahmen, die wir derzeit umsetzen, nochmal viel attraktiver sein", so Rauch. Dass der Konzern damit für andere Unternehmen interessant sei, nannte der Manager gut nachvollziehbar. Wenn ein Unternehmen erfolgreich sei, dann gerate es auf den Radarschirm anderer Unternehmen.
Das Sondierungsangebot von BASF sei "jedoch sehr überraschend für uns und zu einem wirklich merkwürdigen Zeitpunkt", gekommen, sagte Rauch. "Nämlich genau nachdem wir melden mussten, dass unser langjähriger Vorstandschef Christian Kullmann krankheitsbedingt vorübergehend ausfallen wird."
Mit Blick auf Kullmann, der aktuell von Claus Rettig vertreten wird, sagte Rauch: "Wir kämpfen hier weiter für Dich und die Stärke von Evonik, lieber Christian."
Evonik hatte kürzlich ein Übernahmeangebot von BASF über 24 Euro je Evonik-Aktie abgelehnt. Das Essener MDAX-Unternehmen soll seinerseits Interesse am US-Wettbewerber Ashland haben.
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
DJG/rio/brb
(END) Dow Jones Newswires
November 03, 2026 02:58 ET (07:58 GMT)
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