EZB: Unternehmen sehen etwas langsameren Rückgang der Lohnforderungen
30.10.2026 / 10:01 Uhr
Von Hans Bentzien
DOW JONES--Großunternehmen im Euroraum rechnen nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) damit, dass die Lohnanstiege sich etwas weniger deutlich als zuletzt erwartet verlangsamen werden. "Im Durchschnitt deuten die quantitativen Angaben der Kontakte darauf hin, dass sich das Lohnwachstum voraussichtlich von 3,2 Prozent im Jahr 2025 auf 3,0 Prozent im Jahr 2026 und 2,9 Prozent im Jahr 2027 abschwächen wird. Dies entspricht einer moderateren Verlangsamung als in früheren Umfragerunden", berichtet die EZB im Ergebnis einer Umfrage, die sie regelmäßig im Vorfeld von EZB-Ratssitzungen durchführt.
Im Einklang damit hätten rund 40 Prozent der Kontakte die Ansicht vertreten, dass der durch den Konflikt im Nahen Osten verursachte Inflationsanstieg zu höheren Lohnforderungen führen würde oder zumindest dieses Risiko berge (gegenüber 20 Prozent in der vorherigen Umfragerunde). Die meisten erwarteten jedoch weiterhin keine nennenswerten Auswirkungen auf das Lohnwachstum und verwiesen dabei auf die gedämpften wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die verhaltenen Beschäftigungsaussichten.
40 Prozent der Unternehmen gaben zudem an, dass die Geschäftstätigkeit in ihrem Sektor vom Konflikt im Nahen Osten zurückgegangen sei, während 20 Prozent von einem Anstieg sprachen. Die meisten betonten jedoch die Auswirkungen auf die Kosten: Fast 80 Prozent gaben an, dass die Kosten gestiegen seien.
Kontakt: hans.bentzien@dowjones.com
DJG/hab/apo
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October 30, 2026 05:00 ET (09:00 GMT)
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