Bayer gewinnt erste Glyphosat-Klage nach Supreme-Court-Entscheidung
30.10.2026 / 06:56 Uhr
DOW JONES--Die Bayer-Tochter Monsanto hat im Milliardenrechtsstreit um die angeblich krebserregende Wirkung des Unkrautvernichters Glyphosat das nach eigener Darstellung erste Verfahren seit der richtungsweisenden Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA gewonnen. Ein Geschworenengericht in Missouri habe im Fall Aretino et al zugunsten von Monsanto entschieden, teilte der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern mit, der den Glyphosat-Hersteller vor Jahren geschluckt hatte.
Im Juni 2026 hatte der von Bayer angerufene Supreme Court in einem anderen Verfahren entschieden, dass Klagen wegen fehlender Warnhinweise zu möglichen Krebsrisiken nach dem Recht einzelner US-Bundesstaaten durch das Bundesrecht ausgeschlossen sind.
Das Urteil im Fall Aretino zeige nun, dass die Klägerseite nach der Supreme-Court-Entscheidung keine Beweise für alternative Klagebegründungen vorlegen könne, erklärte Bayer. "Dieses Urteil sollte ein starkes Signal für die Kläger sein, die auch nach dem Urteil des Supreme Court vor Gericht ziehen wollen", sagte Bill Dodero, der Chef der Bayer-Rechtsabteilung in den USA. "Es gibt dafür erhebliche Hürden, sowohl was die Begründung der Klagen betrifft als auch die Beweislage vor Gericht."
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
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October 30, 2026 01:55 ET (05:55 GMT)
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