PRESSESPIEGEL/Unternehmen
23.10.2026 / 06:54 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
MERCEDES - Der Autokonzern Mercedes-Benz will die nächste Fahrzeug-Generation nach einem neuen Prinzip fertigen. Mercedes arbeitet, so erfuhr das Handelsblatt aus dem Umfeld des Aufsichtsrats, gerade an der Produktarchitektur der nächsten Modellgeneration, die in den 2030er-Jahren auf den Markt kommen wird. Statt die Fahrzeuge wie bislang auf verschiedenen Produktionsplattformen zu bauen, will Mercedes künftig modularer fertigen. Der Konzern wollte auf ein Baukastenprinzip setzen, bei dem Front-, Heck-, Seiten- und Bodenteile in separate Module zerlegt und je nach Fahrzeuggröße entsprechend gefertigt werden können. (Handelsblatt)
DEUTSCHE BAHN - Trotz der zahlreichen Sanierungen kämpft die Deutsche Bahn weiterhin mit ausfallenden Weichen, Oberleitungen und Stellwerken. "Die Zahl der Verspätungsfälle, die mit gestörten Infrastrukturanlagen zusammenhängen, ist 2026 um 40 Prozent gestiegen", sagte Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, der Wochenzeitung Die Zeit. Der sehr kalte Winter am Anfang des Jahres und der sehr heiße Sommer hätten die Anlagen besonders strapaziert. "Extreme Temperaturen beschädigen die Infrastruktur und verhindern schnelle Reparaturen", so Nagl. "Wenn man ganz Deutschland betrachtet, gehen die Weichen, Oberleitungen und Stellwerke im Moment immer noch schneller kaputt, als wir sie repariert bekommen." (Die Zeit)
AUDI - Die angeschlagene Volkswagen-Tochter Audi ist in fortgeschrittenen Planungen für das erste eigene Werk in den USA. Das hat das Handelsblatt aus Konzern- und Managementkreisen erfahren. Demnach könnte Audi eine Fahrzeugfertigung im Bundesstaat Georgia aufbauen. Am Dienstag war Audi-Chef Gernot Döllner zusammen mit Aufsichtsratschef Manfred Döss nach Washington gereist. Über den Ausgang der Gespräche ist nichts bekannt. Mit Blick auf Audis mögliches Engagement in den USA ist zudem bislang nichts entschieden. Audi lehnte einen Kommentar ab. Aus Aufsichtsratskreisen heißt es, dass es bislang keinen Beschluss in der Sache gebe - weder bei Audi noch im VW-Konzern. (Handelsblatt)
SONNEN - Zwei Monate nach dem Verkauf durch den britischen Öl- und Gaskonzern Shell an den Investor Tiven ist das Schicksal der deutschen Sonnen besiegelt. Am Donnerstag hat die Sonnen GmbH offiziell Antrag auf Insolvenz gestellt, wie das Unternehmen auf Anfrage des Handelsblatts bestätigte. Zwar sollen Bestandsgeschäft und Service für die mehr als 150.000 Kunden weiterlaufen. Aber neben der Zentrale in Wildpoldsried werden zahlreiche Sonnen-Töchter abgewickelt oder in die selbstverwaltete Insolvenz geschickt. Nur ein einziger Produktionsstandort soll nach Handelsblatt-Informationen erhalten bleiben. (Handelsblatt)
MERCEDES - Mercedes-Benz will mit seinem Sparprogramm die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland reduzieren. Das berichtet das Handelsblatt mit Verweis auf Konzernkreise. Nach Handelsblatt-Recherchen arbeiten in den Fahrzeugwerken Sindelfingen, Bremen und Rastatt etwa 3.000 Zeitarbeiter. Mercedes wollte sich auf Anfrage nicht zu den Plänen äußern, der Konzern spreche von "einigen Tausend" Leiharbeitern. Das Management will die Arbeitskosten in Deutschland drücken. Das soll gelingen, indem die Beschäftigten unbezahlt mehr arbeiten. Auch Sonderzahlungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld und die jährliche Gewinnbeteiligung sollen gekürzt oder gestrichen werden. Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall wehren sich gegen die Einschnitte. Ein Abbau der Stammbelegschaft werde aktuell nicht vom Management erwogen. (Handelsblatt)
JOHNSN & JOHNSON/SMITH & NEPHEW - Ein Deal zur Zusammenlegung des Orthopädiegeschäfts von Johnson & Johnson mit Smith & Nephew zur Schaffung eines transatlantischen Medizintechnikunternehmens mit einem Wert von 34 Milliarden US-Dollar scheiterte, nachdem Smith & Nephew sich weigerte, seinem ehemaligen CEO die Leitung des fusionierten Unternehmens zu übertragen. Dies berichtet die Financial Times mit Verweis auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Gespräche befanden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, beide Unternehmen hatten sich über die wesentlichen finanziellen Bedingungen und die Struktur der Transaktion geeinigt. Smith & Nephew habe sich geweigert zuzustimmen, dass der fusionierte Konzern von seinem ehemaligen CEO Namal Nawana geleitet wird, der das Unternehmen 2019 nach nur 18 Monaten verlassen hatte, weil der britische Medizintechnikkonzern seine Gehaltsforderungen nicht erfüllen konnte. J&J hatte versucht, Nawana - den Leiter seiner Orthopädie-Sparte - als neuen Chef des fusionierten Konzerns zu installieren. Smith & Nephew erklärte, man werde einer Einigung nur zustimmen, wenn sein eigener Chef Deepak Nath CEO bleibe, so die Informanten. J&J und Smith & Nephew wollten die Information gegenüber der Financial Times nicht kommentieren. (Financial Times)
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October 23, 2026 00:53 ET (04:53 GMT)
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