MÄRKTE USA/Wall Street vor freundlichem Start - Erholung im KI-Sektor

19.10.2026 / 14:51 Uhr

DOW JONES--Nach den Verlusten zum Wochenschluss vor allem bei Titeln mit KI-Fantasie dürften sich die US-Börsen am Montag erholen. Der Aktienterminmarkt lässt auf einen freundlichen Handelsbeginn schließen. Positiv für das Marktumfeld sind sinkende Anleiherenditen und auch leicht nachgebende Erdölpreise, wenngleich sich diese auf hohem Niveau halten. Am Wochenende hatte die Ukraine Ölinfrastruktur im russischen St. Petersburg angegriffen. Der von US-Präsident Donald Trump zuvor ausgerufene Energie-Waffenstillstand zwischen den beiden Kriegsparteien verpufft offenbar, zumal Russland diesen bereits zuvor gebrochen hatte. Dämpfend auf den Ölpreis wirkt, dass Trump die Umsetzung der meisten Russland-Sanktionen durch den US-Kongress gestoppt hat.

Nach dem jüngsten Ausverkauf im KI-Sektor scheint sich die Lage etwas zu beruhigen, wenngleich die Sorgen über hohe Kreditkosten zur Finanzierung des KI-Booms nicht ausgeräumt sind. "Was Investoren wirklich brauchen, ist eine stärkere Monetarisierung - ein Beweis dafür, dass die mit KI erzielten Einnahmen mit den Ausgaben für KI-Tools Schritt halten können", heißt es bei Swissquote. Doch angesichts leicht sinkender Marktzinsen werden AMD vorbörslich 3,6 Prozent höher gesehen, Intel 4,2 und Marvell 4,8 Prozent. Nvidia klettern um 1,9 Prozent, Micron Technology um 3,6 Prozent.

Die Aufmerksamkeit richtet sich in der laufenden Woche verstärkt auf die Fahrt aufnehmende Berichtssaison. Unter anderem berichten im Technologiesektor SpaceX, Meta Platforms und auch Tesla. Der Vorstand der Buuu Group hat einen Aktiensplit im Verhältnis 10 zu 1 genehmigt. Der Kurs legt vorbörslich um 6,1 Prozent zu. Red Cat Holdings klettern um 7,4 Prozent. Das Rüstungsunternehmen will den österreichischen Motorenhersteller Steyr Motors übernehmen.

Am Anleihemarkt tut sich wenig, die Renditen kommen von ihren Tagestiefs schon wieder zurück und zeigen sich nun weitgehend unverändert. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen sinkt ganz leicht auf 5,10 Prozent nach einem Tagestief unter 5,08 Prozent. Mit den im Tagesverlauf wieder moderat anziehenden Renditen kommt der Dollar-Index von seinen Tageshochs zurück, er steigt nur noch hauchdünn auf Tagessicht. Wegen der Unruhen in Frankreich zeigt sich der Euro aber schwächer zum Greenback und auch anderen Währungen. Die Eskalation in Frankreich trübt die fiskalischen Aussichten des Landes weiter ein. "Der Druck auf die Gemeinschaftswährung stützt den Greenback etwas (...)", stellt Analyst Konstantinos Chrysikos von Kudo fest.

Die von Trump gestoppten Russland-Sanktionen des US-Kongresses, die auch die Ölwirtschaft betroffen hätten, drückten den Brent-Preis pro Fass um 1,5 Prozent auf 108,24 Dollar. Bei Gold tut sich wenig. "Der Markt befindet sich weiterhin in einem Tauziehen zwischen kurzfristigem Verkaufsdruck von makroorientierten Händlern und der Nachfrage von weniger zinssensiblen Investoren, die angesichts zahlreicher geopolitischer und fiskalischer Spannungen einen sicheren Hafen suchen", urteilen die Analysten der Saxo Bank.

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US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,74  +0,01       4,74            4,70 
5 Jahre                     4,90  -0,00       4,90            4,86 
10 Jahre                    5,10  -0,00       5,10            5,05 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 18:11 
EUR/USD                   1,1217   -0,2    -0,0022          1,1239     1,1225 
EUR/JPY                   177,56   +0,0     0,0100          177,55   177,4300 
EUR/CHF                   0,9257   -0,0    -0,0003          0,9260     0,9251 
EUR/GBP                    0,842   -0,1    -0,0009          0,8429     0,8425 
USD/JPY                   158,27   +0,2     0,2800          157,99   158,0600 
GBP/USD                    1,332   -0,1    -0,0008          1,3328     1,3320 
USD/CNY                   6,6806   -0,1    -0,0055          6,6861     6,6861 
USD/CNH                   6,6808   -0,1    -0,0042          6,6850     6,6856 
AUS/USD                   0,6982   +0,6     0,0038          0,6944     0,6943 
Bitcoin/USD            82.541,70   +2,0   1.641,91       80.899,79  81.363,95 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                 100,61   -0,8      -0,80          101,41 
Brent/ICE                 108,24   -1,5      -1,62          109,86 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.162,17   -0,1      -2,83        4.165,01 
Silber                     57,63   +1,1       0,62           57,01 
Platin                  1.651,00   +1,3      20,64        1.630,36 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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