PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
06.10.2026 / 07:04 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
FRANKREICH/EZB - Emmanuel Moulin, der Gouverneur der Banque de France, sagte der FT, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone das Vertrauen der Anleger trotz der "ernsten und besorgniserregenden" Entwicklungen auf den Staatsanleihemärkten in den letzten Tagen zurückgewinnen könne. "Frankreich ist nicht Griechenland während der Eurokrise", sagte Moulin. Wenn das Land "in diesem Jahr einen Haushalt verabschieden kann, um die Ausgaben zu senken und das Defizit wie von der Regierung vorgeschlagen zu verringern, dann werden die Märkte durch diesen konkreten Schritt der Haushaltskonsolidierung beruhigt sein". Er fügte hinzu: "Wenn wir nicht handeln, besteht in der Tat das Risiko, dass wir allmählich von den steigenden Zinsen erdrückt werden." (Financial Times)
VERPACKUNGSSTEUER - Die Bundesregierung will ab Mitte 2027 eine neue Steuer auf Plastikverpackungen einführen. Das geht aus einem Gesetzesentwurf vor, der der Zeitung Welt vorliegt. Das Bundesfinanzministerium geht durch die neue Verbrauchssteuer von zusätzlichen Einnahmen für den Bundeshaushalt von 670 Millionen Euro im nächsten Jahr und von 1,505 Milliarden Euro im ersten vollen Jahr 2028 aus. Wirtschaftsverbände haben Kanzleramtsministerin Nina Warken (CDU) dazu aufgefordert, das angestoßene Gesetzgebungsverfahren zu stoppen. (Welt)
CHINA - Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wertet die großen Direktinvestitionen deutscher Unternehmen in China und deren Abhängigkeiten von dem Land als Gefahr für die Souveränität der Bundesrepublik. Dies geht aus einer Studie hervor, die am Dienstag veröffentlicht wird und der FAZ exklusiv vorliegt. Die IW-Ökonomen fordern von der Bundesregierung jetzt ein klares Signal, dass deutsche Unternehmen für mögliche größere Verluste ihrer China-Töchter im Falle eines geopolitischen Konflikts mit China nicht vom deutschen Steuerzahler herausgepaukt werden. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
KRANKENHÄUSER - Die Krankenhäuser in Deutschland beklagen die zunehmenden Prüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD) der Krankenkassen: "Bundesweit sind rund 4.000 Vollkräfte überwiegend mit der Bearbeitung von MD-Prüfungen befasst. Die dadurch entstehenden Personalkosten belaufen sich auf rund 245 Millionen Euro", heißt es in der Auswertung einer Blitzumfrage des Deutschen Krankenhaus-Instituts, die der Rheinischen Post vorliegt. "Pro Haus sind im Durchschnitt rund vier Vollkräfte überwiegend mit der Bearbeitung von MD-Prüfungen beschäftigt. Die hierdurch entstehenden jährlichen Personalkosten taxieren die Teilnehmer auf durchschnittlich gut 236.000 Euro pro Haus." (Rheinische Post)
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October 06, 2026 01:03 ET (05:03 GMT)
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