MÄRKTE USA/Positive Stimmung an Wall Street hält weitgehend
05.10.2026 / 15:50 Uhr
DOW JONES--Die gute Laune vom Wochenschluss hält am Montag an der Wall Street weitgehened an. Händler verweisen unverändert auf die Erleichterung über den schwächeren Arbeitsmarkt und die in der Folge gesunkenen Zinserhöhungssorgen. Etwas gebremst wird die überwiegend gute Laune vom Ölpreis, der trotz der jüngsten G7-Vereinbarung, strategische Reserven freizugeben, und wieder funktionierender Pumpleitungen in Saudi-Arabien wieder knapp unter 102 Dollar kostet. Am Freitag hatte der Preis für Rohöl der Sorte Brent zwischenzeitlich unter 99 Dollar gelegen. Im frühen Geschäft büßt der Dow-Jones-Index 0,3 Prozent auf 51.007 Punkte ein, S&P-500 und Nasdaq-Composite steigen dagegen um 0,2 bzw. 0,5 Prozent.
Händler stufen die Wahrscheinlichkeit einer Bestätigung des Leitzinsniveaus auf der kommenden Sitzung der US-Notenbank aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent ein. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei lediglich 29 Prozent gelegen. "Der Anstieg der Arbeitslosenquote und das Nachlassen des Lohnwachstums könnten in den kommenden Wochen den Ton an den Finanzmärkten angeben, da die US-Arbeitsmarktdaten keine zusätzlichen Inflationssorgen schüren", sagt Analystin Kathleen Brooks von XTB. Neue Erkenntnisse über das künftige Zinsniveau könnten im frühen Geschäft die Aktualisierung des Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im September sowie der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe September liefern. Sollte sich Lohndruck zeigen, könnte die Zuversicht nach dem US-Arbeitsmarktbericht schnell wieder einen Dämpfer bekommen, heißt es.
Am US-Anleihenmarkt steigen die Renditen weiter. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren mit 5,30 Prozent um 3 Basispunkte höher und verharren damit auf hohem Niveau. "Aktien wurden durch den sprunghaften Anstieg der Anleiherenditen beeinträchtigt, aber wir glauben nicht, dass dies von Dauer sein wird", urteilt Analyst Mislav Matejka von JP Morgan. Die Anleiherenditen dürften von ihren jüngsten Höchstständen zurückgehen.
Der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent mit dem hohen Zinsniveau. Händler verweisen auf die ausgeprägte Schwäche des Euro. Diese spiegelt nach Einschätzung von Marktstratege Claudio Wewel von der Bank J. Safra Sarasin die zyklische Outperformance der USA gegenüber dem Rest der Welt und insbesondere gegenüber der Wirtschaft der Eurozone wider. Sorgen über das französischen Defizit und die Staatsverschuldung seien hinzugekommen.
Die Erdölpreise neigen zur Schwäche, bleiben aber auf erhöhtem Niveau. Rohöl der Sorte Brent verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 101,81 US-Dollar das Fass. BMI-Analysten zufolge ist eine vorläufige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran vor dem ersten Quartal des nächsten Jahres unwahrscheinlich. Länger andauernde Unterbrechungen der regionalen Ölströme werden in den kommenden drei bis sechs Monaten zu einem anhaltenden und sich verstärkenden Preisdruck führen, meinen die Analysten.
Der Goldpreis steigt ganz leicht - trotz Dollar-Stärke und hohen Anleiherenditen. Die jüngst schwachen US-Arbeitsmarktdaten hatten die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Oktober drastisch gesenkt - eine für Gold günstige Entwicklung.
Unter den Einzelaktien fallen Qualcomm um 0,2 Prozent. Die chinesische Huawei Technologies und das US-Unternehmen haben ein umfassendes, mehrjähriges Patentlizenzabkommen geschlossen. Vorbörslich hatte der Qualcomm-Kurs noch positiv auf die Schlagzeile reagiert. Die französische Schneider Electric übernimmt das US-Industriesoftware-Unternehmen PTC. Die Transaktion bewertet PTC mit 23 Milliarden Dollar - die Aktie haussiert um 35,3 Prozent.
GE Healthcare Technologies (-1,2%) will für 945 Millionen US-Dollar Sofie Biosciences kaufen - einen Hersteller radioaktiver Substanzen. Die Aktien von Cerebras Systems klettern um 7,9 Prozent. OpenAI-CEO Sam Altman hat die Partnerschaft mit dem Halbleiteranbieter betont.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 51.006,86 -0,3 -170,10 51.176,96 S&P-500 7.734,37 +0,2 +11,65 7.722,72 NASDAQ Comp 27.314,53 +0,5 +123,66 27.190,86 NASDAQ 100 30.911,69 +0,3 +103,75 30.807,93 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,83 +0,00 4,84 4,79 5 Jahre 5,07 +0,01 5,08 5,02 10 Jahre 5,30 +0,03 5,31 5,25 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Fr, 18:59 EUR/USD 1,1201 -0,5 -0,0052 1,1253 1,1256 EUR/JPY 177,3 -0,2 -0,3100 177,61 177,6800 EUR/CHF 0,9311 -0,2 -0,0015 0,9326 0,9333 EUR/GBP 0,8483 -0,2 -0,0013 0,8496 0,8505 USD/JPY 158,26 +0,3 0,4300 157,83 157,8300 GBP/USD 1,3202 -0,3 -0,0039 1,3241 1,3231 USD/CNY 6,7045 +0,0 0,0015 6,7045 6,7045 USD/CNH 6,7071 +0,0 0,0010 6,7061 6,7060 AUS/USD 0,6953 0,0 0,0000 0,6953 0,6948 Bitcoin/USD 86.035,90 +0,3 220,84 85.815,06 85.179,46 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 89,52 -1,8 -1,59 91,11 Brent/ICE 101,81 -0,4 -0,44 102,25 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.151,88 +0,2 9,54 4.142,34 Silber 61,57 +2,0 1,18 60,39 Platin 1.721,28 +1,3 22,91 1.698,37 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/flf/mpt
(END) Dow Jones Newswires
October 05, 2026 09:49 ET (13:49 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
05.10.2026 @ 17:52:29


