MÄRKTE USA/Wall Street vor wenig verändertem Handelsbeginn

05.10.2026 / 15:06 Uhr

DOW JONES--Nach der Erleichterung über den schwächeren Arbeitsmarkt und die in der Folge gesunkenen Zinserhöhungssorgen mit höheren Aktienkursen zum Wochenschluss deutet der Aktienterminmarkt am Montag auf einen knapp behaupteten Handelsbeginn an der Wall Street hin. Händler sprechen von leichten Gewinnmitnahmen ohne fundamental neue Stimmungsindikatoren. Etwas gedrückt wird die überwiegend gute Laune vom Ölpreis, der trotz der jüngsten G7-Vereinbarung, strategische Reserven freizugeben, und wieder funktionierender Pumpleitungen in Saudi-Arabien wieder knapp unter 103 Dollar kostet. Am Freitag hatte der Preis für Rohöl der Sorte Brent zwischenzeitlich unter 99 Dollar gelegen.

Händler bewerten die Wahrscheinlichkeit einer Bestätigung des Leitzinsniveaus auf der kommenden Sitzung der US-Notenbank aktuell mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 80 Prozent. Vor einer Woche hatte dieser Wert noch bei lediglich 29 Prozent gelegen. "Der Anstieg der Arbeitslosenquote und das Nachlassen des Lohnwachstums könnten in den kommenden Wochen den Ton an den Finanzmärkten angeben, da die US-Arbeitsmarktdaten keine zusätzlichen Inflationssorgen schüren", sagt Analystin Kathleen Brooks von XTB. Neue Erkenntnisse über das künftige Zinsniveau könnten im frühen Geschäft die Aktualisierung des Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im September sowie der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe September liefern. Sollte sich Lohndruck zeigen, könnte die Zuversicht nach dem US-Arbeitsmarktbericht schnell wieder einen Dämpfer bekommen, heißt es.

Am US-Anleihenmarkt tut sich wenig: Die Renditen ziehen weiter an, wenn auch moderater als zuletzt. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren mit 5,29 Prozent um 1 Basispunkt höher und verharren damit auf hohem Niveau. "Aktien wurden durch den sprunghaften Anstieg der Anleiherenditen beeinträchtigt, aber wir glauben nicht, dass dies von Dauer sein wird", urteilt Analyst Mislav Matejka von JP Morgan. Die Anleiherenditen dürften von ihren jüngsten Höchstständen zurückgehen.

Der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent mit dem hohen Zinsniveau. Händler verweisen auf die ausgeprägte Schwäche des Euro. Diese spiegelt nach Einschätzung von Marktstratege Claudio Wewel von der Bank J. Safra Sarasin die zyklische Outperformance der USA gegenüber dem Rest der Welt und insbesondere gegenüber der Wirtschaft der Eurozone wider. Sorgen über das französischen Defizit und die Staatsverschuldung seien hinzugekommen.

Die Erdölpreise zeigen sich uneinheitlich - Rohöl der Sorte Brent verteuert sich um ein halbes Prozent auf 102,72 US-Dollar das Fass. BMI-Analysten zufolge ist eine vorläufige Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran vor dem ersten Quartal des nächsten Jahres unwahrscheinlich. Länger andauernde Unterbrechungen der regionalen Ölströme werden in den kommenden drei bis sechs Monaten zu einem anhaltenden und sich verstärkenden Preisdruck führen, meinen die Analysten.

Der Goldpreis steigt - trotz Dollar-Stärke und hohen Anleiherenditen. Die jüngst schwachen US-Arbeitsmarktdaten hatten die Erwartungen einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Oktober drastisch gesenkt - eine für Gold günstige Entwicklung.

Unter den Einzelaktien ziehen Qualcomm vorbörslich um 0,7 Prozent an. Die chinesische Huawei Technologies und das US-Unternehmen haben ein umfassendes, mehrjähriges Patentlizenzabkommen geschlossen. Die französische Schneider Electric übernimmt das US-Industriesoftware-Unternehmen PTC. Die Transaktion bewertet PTC mit 23 Milliarden Dollar - die Aktie haussiert um knapp 36 Prozent. Die Aktien von Cerebras Systems klettern um 5,4 Prozent. OpenAI-CEO Sam Altman hatte die Partnerschaft mit dem Halbleiteranbieter betont.

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US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,82  -0,00       4,82            4,79 
5 Jahre                     5,06  +0,00       5,06            5,02 
10 Jahre                    5,29  +0,01       5,29            5,25 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 18:59 
EUR/USD                   1,1207   -0,4    -0,0046          1,1253     1,1256 
EUR/JPY                   177,29   -0,2    -0,3200          177,61   177,6800 
EUR/CHF                   0,9308   -0,2    -0,0018          0,9326     0,9333 
EUR/GBP                   0,8477   -0,2    -0,0019          0,8496     0,8505 
USD/JPY                   158,19   +0,2     0,3600          157,83   157,8300 
GBP/USD                   1,3216   -0,2    -0,0025          1,3241     1,3231 
USD/CNY                   6,7045   +0,0     0,0015          6,7045     6,7045 
USD/CNH                   6,7066   +0,0     0,0005          6,7061     6,7060 
AUS/USD                   0,6959   +0,1     0,0006          0,6953     0,6948 
Bitcoin/USD            85.852,58   +0,0      37,52       85.815,06  85.179,46 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  90,19   -1,0      -0,92           91,11 
Brent/ICE                 102,72   +0,5       0,47          102,25 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.161,65   +0,5      19,31        4.142,34 
Silber                     61,57   +2,0       1,18           60,39 
Platin                  1.726,51   +1,7      28,14        1.698,37 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 05, 2026 09:05 ET (13:05 GMT)

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