MARKT USA/Gewinne zum Start erwartet - US-Arbeitsmarktbericht im Fokus
02.10.2026 / 11:49 Uhr
Mit leichten Gewinnen dürfte die Wall Street in den letzten Handelstag der Woche starten. Den entscheidenden Impuls dürfte der vor der Startglocke anstehende US-Arbeitsmarktbericht liefern. Für September rechnen Ökonomen hier mit einem Zuwachs von 84.000 (Vormonat: 162.000) Stellen. Die Arbeitslosenquote dürfte unverändert bei 4,1 Prozent verharren. Bei den Stundenlöhnen, die als Gradmesser für den Inflationsdruck gelten, wird mit stabilen Zuwächsen von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und 3,1 Prozent im Jahresvergleich gerechnet. Die Daten dürften Hinweise auf den weiteren Zinskurs der US-Notenbank liefern. Der Future auf den S&P-500 erhöht sich um 0,5 Prozent, der Nasdaq-Terminkontrakt steigt um 0,8 Prozent.
Der Gouverneur der US-Notenbank, Philip Jefferson, sagte, die Zentralbank benötige möglicherweise mehr Zeit, um die Richtung der Wirtschaft zu beurteilen, bevor sie weitere geldpolitische Anpassungen vornehme. Dies folgt auf ähnliche Bemerkungen des Präsidenten der New Yorker Fed, John Williams, diese Woche. Die Märkte preisen laut LSEG nun eine Wahrscheinlichkeit von nur noch 26 Prozent für eine Zinserhöhung im Oktober ein.
Leicht stützend wirken auch die deutlich fallenden Ölpreise. Ein Barrel der Sorte Brent verliert 3,0 Prozent auf 99,24 Dollar. Die Ölpreise geben angesichts von Anzeichen für eine Erholung der Rohölexporte aus dem Golf nach, obwohl die Spannungen in der Region aufgrund von Sorgen über weitere militärische Maßnahmen und Angriffe auf die Schifffahrt erhöht bleiben, heißt es. "Knappe Destillatmärkte, eine verringerte Verfügbarkeit von raffinierten Produkten und die Unsicherheit bezüglich der Schifffahrt im Nahen Osten stützen weiterhin die Preise, aber jeder Hinweis auf stärkere Angebotsströme kann schnell Gewinnmitnahmen auslösen", meint Naeem Aslam von Zaye Capital Markets.
Die Renditen zeigen sich wenig verändert. Die Rendite der 10-jährigen Papiere liegt bei 5,23 Prozent und damit deutlich unter der am Vortag erreichten Marke von 5,34 Prozent - dem höchsten Niveau seit 2002.
Die Nike-Aktie knickt vorbörslich um 10,2 Prozent ein. Die Ergebnisse zeigen, dass der nordamerikanische Erholungsplan des Unternehmens funktioniere, die Leistung in China jedoch das Wachstum belaste, so Randal Konik von Jefferies. Die Prognose von Nike für das Jahr 2027 sei schwächer als erwartet ausgefallen, und China sei der größte Belastungsfaktor für die Aussichten des Unternehmens, ergänzt der Analyst.
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