MARKT USA/Wenig verändert erwartet - Inflationsdaten geben die Richtung vor
30.09.2026 / 11:55 Uhr
Zur Wochenmitte deutet sich eine wenig veränderte Eröffnung an der Wall Street an. Den entscheidenden Impuls dürfte jedoch der vorbörslich anstehende Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE-Deflator) in den USA liefern - dem von der US-Notenbank bevorzugten Inflationsmaß. Dieser dürfte weitere Hinweise auf die Zinsaussichten geben, nachdem die Märkte ihre Erwartungen von Zinserhöhungen nach den Äußerungen des New Yorker Fed-Präsident John Williams deutlich zurückgeschraubt haben.
"Angesichts der geldpolitischen Maßnahmen, die wir auf unserer September-Sitzung ergriffen haben, besteht keine Dringlichkeit", sagte Williams mit Blick auf weitere Zinserhöhungen. Prognosen der US-Notenbanker von mindestens einer weiteren Zinserhöhung in diesem Jahr sowie ein restriktiverer Ton von Fed-Chef Kevin Warsh hatten nach der Sitzung in diesem Monat viele Händler darauf wetten lassen, dass im kommenden Monat eine zweite Erhöhung folgen würde. Die Äußerungen von Williams haben besonderes Gewicht, da er als stellvertretender Vorsitzender des zinssetzenden Ausschusses der Fed (FOMC) in der Regel bestrebt ist, die Mehrheitsmeinung des Ausschusses widerzuspiegeln, anstatt eine eigene Position zu beziehen.
Daneben steht noch eine Reihe weiterer US-Konjunkturdaten auf der Agenda, darunter der ADP-Arbeitsmarktbericht. Dieser könnte eine Indikation für den am Freitag anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für den September liefern.
Leicht stützend könnten auch die leicht nachgebenden Renditen wirken. Im Zehnjahresbereich geht es um 3 Basispunkte auf 5,23 Prozent nach unten, wenngleich die Rendite damit weiter dicht an ihren Mehrjahreshochs liegt. Die Ölpreise ziehen leicht an und holen damit einen Teil ihrer Vortagesabgaben wieder auf. Für Brent geht es 0,5 Prozent auf 103,10 Dollar nach oben. Im September erreichten die Rohölexporte aus der Golfregion laut Daten von Kpler wieder 80 Prozent des Vorkriegsniveaus.
Bei den Einzelwerten wird auf die nach der Schlussglocke anstehenden Quartalsergebnisse von Micron geschaut. Diese könnten einen Hinweis auf die durch Künstliche Intelligenz (KI) ausgelöste Chip-Nachfrage liefern. Die Micron-Aktie legt vorbörslich um 0,4 Prozent zu.
Für die Boeing-Aktie geht es um 2,9 Prozent aufwärts. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat von der US-Marine einen Auftrag im Wert von mehr als 20 Milliarden US-Dollar für den Bau seines Kampfjets der nächsten Generation erhalten.
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September 30, 2026 05:54 ET (09:54 GMT)
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