MÄRKTE USA/Schwach - KI-Sorgen drücken Chip-Sektor deutlich ins Minus

14.09.2026 / 14:32 Uhr

DOW JONES--Mit einem kräftigen Minus dürfte die Wall Street am Montag in die Handelswoche starten. Vor allem der Technologie-Sektor dürfte unter Druck stehen mit den Sicherheitswarnungen bezüglich Künstlicher Intelligenz (KI). Aus diesem Grund verschiebt OpenAI auch seinen Gang auf das Börsenparkett. Der Nasdaq-Future reduziert sich um 1,6 Prozent. Der Termin-Kontrakt auf den S&P-500 gibt um 0,6 Prozent nach. Wichtige US-Daten stehen zu Wochenbeginn nicht auf der Agenda.

Die KI-Sicherheitswarnungen könnten das Ende des rasanten Wachstums bei den Investitionen in Rechenleistung und KI-Infrastruktur signalisieren, so Kathleen Brooks von XTB. Die Chefs von Anthropic, OpenAI und SpaceX hätten alle zu einer Verlangsamung der Entwicklung von KI-Modellen aufgerufen, was eine "höchst ungewöhnliche einheitliche Botschaft" sei. Der Aufruf könnte ein Ende der Hyperskalierung signalisieren, was massive Auswirkungen auf die Finanzmärkte hätte, meint Brooks. Mehr als die Hälfte der Sektoren, die den S&P-500 ausmachen, seien mit KI verbunden, während Hyperscaler ein Drittel der Gewichtung des Blue-Chip-Index ausmachten, merkt Brooks an.

"Für die Märkte ist die Schlüsselfrage, ob dies das erste Anzeichen dafür ist, dass sich der außergewöhnliche KI-Investitionszyklus schließlich abschwächen könnte", so die Deutsche Bank. Zudem werden mit einem steigenden Zinsniveau deren oft sehr hohe Bewertungen schwerer zu rechtfertigen, heißt es.

Vor diesem Hintergrund stehen vor allem Chip-Werte vorbörslich unter Druck. So fallen Nvidia vorbörslich um 2,4 Prozent, AMD knicken um 5,6 Prozent ein, Qualcomm verlieren 4,9 Prozent und Intel büßen 6,6 Prozent ein. Im Gegenzug geht es für die Aktien von CrowdStrike, Palo Alto Networks und Workday um bis zu 5,1 Prozent nach oben. Die Aktien von Cybersicherheits- und Software-Unternehmen legen zu, nachdem deren Papiere in diesem Jahr unter Druck gestanden hatten, da Anleger darauf wetteten, dass ihre Geschäftsmodelle durch neue KI-Modelle verdrängt würden. Auch Tesla-CEO Elon Musk schloss sich den Sicherheitsbedenken an, für die Tesla-Aktie geht es um 1,8 Prozent nach unten.

Belastend für den Gesamtmarkt wirken auch die weiter steigenden Ölpreise. Brent klettert um 3,5 Prozent auf 108,27 Dollar je Barrel. Auslöser ist, dass der Oman ein geplantes Treffen zwischen dem Iran und den Golfstaaten über die Zukunft der Straße von Hormus verschoben hat, nachdem es nicht gelungen ist, einen Konsens über die Verwaltung der strategisch wichtigen Wasserstraße zu erzielen. Zudem kontrollieren die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen offenbar die Meerenge Bab al-Mandab, die ebenfalls für den Welthandel von großer Bedeutung ist.

Auch die Renditen am US-Anleihemarkt legen weiter zu. Die Rendite zehnjähriger Papiere erhöht sich um 1 Basispunkt auf 4,98 Prozent und nähert sich damit der Marke von 5 Prozent.

Etwas in den Hintergrund tritt die Zinsentscheidung der US-Notenbank, die am Mittwoch bekannt gegeben wird. Die US-Geldmärkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von 87 Prozent für eine Zinserhöhung ein. Wichtig werden auch die Aussagen von Fed-Präsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad der US-Notenbank. Auch der Dollar profitiert von den Erwartungen an eine Zinserhöhung. Für den Dollar-Index geht es um 0,4 Prozent nach oben.

Dagegen belasten die sich weiter verfestigenden Aussichten auf eine Zinserhöhung durch die Fed den Goldpreis. Die Feinunze verbilligt sich um 1,2 Prozent auf 4.295 Dollar.

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US-Treasuries            Rendite    +/-  Tageshoch       Tagestief 
2 Jahre                     4,64  -0,00       4,65            4,60 
5 Jahre                     4,80  +0,01       4,80            4,76 
10 Jahre                    4,98  +0,01       4,98            4,95 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 18:39 
EUR/USD                   1,1548   -0,4    -0,0050          1,1598     1,1601 
EUR/JPY                   178,52   +0,3     0,4900          178,03   178,2700 
EUR/CHF                   0,9432   -0,4    -0,0035          0,9467     0,9462 
EUR/GBP                   0,8559   -0,1    -0,0011           0,857     0,8578 
USD/JPY                   154,57   +0,7     1,0300          153,54   153,6700 
GBP/USD                    1,349   -0,2    -0,0028          1,3518     1,3520 
USD/CNY                   6,7082    0,0     0,0002          6,7080     6,7080 
USD/CNH                   6,7095   +0,0     0,0024          6,7073     6,7082 
AUS/USD                   0,7128   -0,6    -0,0040          0,7168     0,7175 
Bitcoin/USD            77.805,47   +0,6     478,94       77.326,53  77.639,39 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                 103,09   +3,0       3,04          100,05 
Brent/ICE                 108,27   +3,5       3,66          104,61 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.294,89   -1,2     -52,43        4.347,32 
Silber                     63,01   -2,2      -1,45           64,46 
Platin                  1.768,91   -1,5     -27,04        1.795,95 
(Angaben ohne Gewähr) 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 14, 2026 08:30 ET (12:30 GMT)

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