PRESSESPIEGEL/Unternehmen
09.09.2026 / 06:46 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
PORSCHE SE - Der millionenschwere Abschied des früheren Porsche-Managers Lutz Meschke hat ein juristisches Nachspiel. Der Corporate-Governance-Experte Christian Strenger hat die Familienholding Porsche SE vor dem Landgericht Stuttgart verklagt. Die Klage liegt dem Handelsblatt vor. Ein Gerichtssprecher bestätigte den Eingang. Strenger greift die Entlastung des Aufsichtsrats auf der Hauptversammlung vom 25. Juni an. Sein Vorwurf: Das Kontrollgremium habe Meschke bei dessen Vergütung unangemessen begünstigt und damit seine Pflichten verletzt. Meschke war bei dem VW-Großaktionär bis Ende 2025 als Beteiligungsvorstand beschäftigt. Sein Vertrag bei der Porsche SE war erst 2024 bis Mitte 2030 verlängert worden. Der Dienstvertrag läuft bis dahin weiter. Meschke erhält weiterhin von dem MDAX-Unternehmen ein Festgehalt, eine Altersversorgung und Bonizahlungen. Für die Jahre 2026 bis 2030 wird dabei eine Zielerreichung von 145 Prozent angesetzt, obwohl Meschke nicht mehr Vorstand ist. (Handelsblatt)
LEONARDO - Der Chef des italienischen Rüstungskonzerns Leonardo, Lorenzo Mariani, hält die Kooperation von Leonardo, Thales und Airbus für unverzichtbar, wenn Europa im Raumfahrtsektor einen schlagkräftigen Anbieter aufbauen will. "Dieser Zusammenschluss ist der einzige Weg, um ein solides Unternehmen zu schaffen, das den Anforderungen der europäischen Länder gerecht wird, auf dem internationalen Markt wettbewerbsfähig ist und gleichzeitig die Lieferketten weiterentwickeln kann", sagte Mariani im Interview mit dem Handelsblatt. Er sprach sich zudem für eine deutsche Beteiligung am Kampfjet-Projekt GCAP aus, das Leonardo gemeinsam mit BAE Systems aus Großbritannien und Mitsubishi Heavy Industries aus Japan betreibt. Das Zeitfenster, um über den Einstieg Deutschland ins Projekt zu verhandeln, sei jetzt, sagte Mariani. (Handelsblatt)
DEUTSCHE BAHN - Die Deutsche Bahn plant, in den nächsten Jahren bundesweit mindestens 20 Prozent der Büroflächen einzusparen. Das hat das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfahren. In den nächsten fünf Jahren will der Konzern dadurch rund 100 Millionen Euro weniger ausgeben. Nachdem Vorstand und Führungsebenen verkleinert wurden, führt Bahn-Chefin Evelyn Palla damit ihren Konzernumbau fort. "Wir machen den DB-Konzern schlanker, schneller und effizienter", sagte Palla dem Handelsblatt. Weniger Verwaltung heiße logischerweise auch weniger Bürofläche. "So senken wir Kosten und konzentrieren unsere Mittel stärker auf das, was die Bahn voranbringt." (Handelsblatt)
LEICA - Der österreichische Milliardär Andreas Kaufmann hat sich vorerst gegen den milliardenschweren Verkauf von Leica entschieden. Noch vor wenigen Monaten hatte sich der chinesische Technologieinvestor HSG - der abgespaltene China-Zweig des US-Wagniskapitalgebers Sequoia - als führender Bieter für einen Anteil an dem traditionsreichen deutschen Kamerahersteller herauskristallisiert. Die Gespräche sind nun beendet worden, wie die Börsen-Zeitung von mit der Sache vertrauten Personen erfahren hat. Gescheitert ist der Deal demnach an differierenden strategischen Vorstellungen und auch am Preis. Kaufmann gehören 55 Prozent der Anteile. Der Private-Equity-Riese Blackstone hält die übrigen 45 Prozent der Anteile. Wie die mit der Sache vertrauten Personen berichten, ist der Verkauf nicht an Blackstone gescheitert sondern an Kaufmann. Offenbar konnte der sich nicht durchringen, die Mehrheit abzugeben. Blackstone war im Oktober 2011 eingestiegen und will seit 2017 wieder raus. Die Private-Equity-Firma lehnte einen Kommentar dazu ebenso ab wie auch Leica selbst. (Börsen-Zeitung)
ANTHROPIC - Anthropic hat es abgelehnt, sein neuestes Modell vor der Veröffentlichung dem britischen AI Security Institute zum Testen vorzulegen, was innerhalb der britischen Regierung die Befürchtung ausgelöst hat, dass Technologieunternehmen sich dem KI-Protektionismus der Trump-Regierung anschließen könnten. Anthropic brachte vergangene Woche sein neuestes Modell, Claude Mythos 5.1, auf den Markt, das als sein fortschrittlichstes Modell in den Bereichen Biowissenschaften und Cybersicherheit angepriesen wird. Doch zum ersten Mal wurde das Modell nur geprüften US-Organisationen zur Verfügung gestellt, unter Ausschluss des britischen AI Security Institute (Aisi), dem weltweit führenden Institut für das Testen von Frontier-KI-Modellen. (Financial Times)
DEEPSEEK - Investoren reißen sich darum reißen, an der jüngsten Finanzierungsrunde von DeepSeek teilzunehmen. Das in Hangzhou ansässige KI-Labor, das vergangenes Jahr mit der Veröffentlichung seines R1-Reasoning-Modells weltweit bekannt wurde, wird laut drei mit der Angelegenheit vertrauten Personen vor der neuen Investition mit etwa 71 Milliarden US-Dollar bewertet. (Financial Times)
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September 09, 2026 00:45 ET (04:45 GMT)
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