MÄRKTE EUROPA/Etwas leichter - Novartis brechen erneut ein

08.09.2026 / 09:50 Uhr

DOW JONES--Mit Abgaben sind die europäischen Aktienmärkte am Dienstag in den Handel gestartet. Marktteilnehmer rechnen bis zum Mittag mit einem ruhigen Geschäft, denn erst dann kehren die US-Marktteilnehmer aus ihrem langen Wochenende zurück. Besonders gespannt ist man auf die Entwicklung am US-Anleihemarkt. Der Renditeanstieg dort hatte zuletzt den Takt an den Börsen vorgegeben. Der DAX fällt um 0,5 Prozent auf 25.882 Punkte, der Euro-Stoxx-50 verliert ebenfalls 0,5 Prozent auf 6.375 Punkte.

Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag dürften erst die US-Inflationsdaten am Donnerstag und Freitag Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben. Bis dahin dürfte an den Märkten Unsicherheit über das Thema Inflationsentwicklung dominieren. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag gilt indes als sicher, bei ihr stehen nur Kommentare zur Inflation im Fokus.

Der Ölpreis steigt weiter auf 98,71 Dollar, nachdem Berichte über Angriffe der Houthi-Rebellen auf Infrastruktur-Anlagen von Saudi Aramco in Saudi-Arabien nahe der Grenze zum Jemen bekannt wurden. Nach dem Scheitern der USA, den Iran militärisch zu besiegen, blockiert die Lage um die Straße um Hormus weiter den internationalen Öl-Transport und treibt die Preise, heißt es. Je länger die Ölpreise jedoch auf den Rekordniveaus bleiben, desto stärker belasten ihre Kosten die Lieferketten und treiben die Inflation nach oben. Entsprechend steigen auch die Renditen der Anleihen weiter an.

"Die jüngste Eskalation des Nahost-Konflikts erhöht die Wahrscheinlichkeit einer längeren Pattsituation, unterbrochen von gezielten militärischen Aktionen der USA und des Iran", so die Analysten von ANZ Research: "Dies könnte dazu führen, dass das Angebot aus dem Persischen Golf bis Ende 2026 eingeschränkt bleibt".

Erneut mit deutlichen Kursverlusten zeigen sich Novartis. Die Aktien brechen um 10,2 Prozent ein. "Das ist schon der zweite Studienrückschlag in einer Woche", sagt ein Händler. Dies mache den Markt zunehmend nervös. Das Scheitern des experimentellen Medikaments Del-Desiran werfe zudem die Frage auf, wie sinnvoll der Zukauf des Entwicklers Avidity für 12 Milliarden Dollar gewesen sei.

Umgekehrt steigen die Aktien von Sandoz um 4,3 Prozent. Das Unternehmen stelle sich auf seinem aktuellen Kapitalmarkttag als sehr attraktiv und optimistisch dar und spreche von einem "Goldenen Zeitalter für Biosimilars". Daher wurde auch der Mittelfrist-Ausblick bis 2030 erhöht.

Die Signale von der weltweiten Konjunktur sind uneinheitlich: Keine guten Vorlagen für Europas Export-Industrie sehen Händler in der Handelsbilanz Chinas für August. Vor allem die Aktien der Luxusgüter-Hersteller könnten unter der geringer als erwarteten Dynamik bei den Importen leiden. Bei Hermes und Richemont geht es bis 1,5 Prozent tiefer, alle Branchewerte notieren mit leichten Verlusten.

Kräftig aufwärts um 6,7 Prozent geht es bei Hornbach Holding. Die Baumarktkette hatte am Vorabend gute Zahlen vorgelegt und die Prognose bestätigt. Wegen der hohen Inflation und den damit sinkenden Budgets der Kunden sei das Beibehalten des Jahresausblicks zuvor nicht ganz sicher gewesen, kommentiert ein Händler.

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Index                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           6.375,30   -0,5     -28,69        6.403,99           10,1 
Stoxx-50                5.399,31   -0,6     -33,66        5.432,97            9,8 
DAX                    25.882,21   -0,5    -124,32       26.006,53            5,7 
MDAX                   32.338,24   -0,2     -67,20       27.039,42            5,7 
TecDAX                  4.042,32   -0,3     -13,20        3.091,28           11,6 
SDAX                   18.740,67   -0,1     -12,81       13.062,07            9,1 
FTSE                   10.806,60   -0,1     -15,53       10.822,13            8,8 
CAC                     8.271,90   -0,4     -34,25        8.306,15            1,5 
SMI                    14.064,27   -1,5    -215,11       14.279,38            6,0 
ATX                     6.861,28   -0,6     -44,08        6.905,36           28,8 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag  Mo, 18:11 Uhr 
EUR/USD                   1,1612   -0,1    -0,0009          1,1621         1,1626 
EUR/JPY                   178,74   -0,4    -0,6400          179,38       179,4900 
EUR/CHF                   0,9417   +0,1     0,0009          0,9408         0,9406 
EUR/GBP                    0,858   -0,0    -0,0002          0,8582         0,8585 
USD/JPY                    153,9   -0,3    -0,4500          154,35       154,3800 
GBP/USD                    1,353   -0,1    -0,0008          1,3538         1,3541 
USD/CNY                   6,7111    0,0     0,0003          6,7108         6,7108 
USD/CNH                   6,7106   +0,0     0,0014          6,7092         6,7086 
AUS/USD                   0,7211   -0,1    -0,0004          0,7215         0,7217 
Bitcoin/USD            78.519,21   -0,9    -730,14       79.249,35      78.917,25 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  94,28   +3,1       2,80           91,48 
Brent/ICE                  98,71   +1,8       1,71           97,00 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.394,47   -0,2     -10,20        4.404,67 
Silber                     65,99   -0,2      -0,15           66,14 
Platin                  1.820,27   -0,3      -6,17        1.826,44 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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