VW-CEO: Werden bis Sommer 2027 "Optionsräume" für Werke erarbeiten
25.08.2026 / 11:48 Uhr
DOW JONES--Bei Volkswagen wird es kurzfristig wohl keine konkreten Entscheidungen zur Zukunft der Werke geben. CEO Oliver Blume erklärte auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg, dass die Marken des Konzerns einen klaren Auftrag hätten: Sie sollen mit den Werken konkrete "Optionsräume" erarbeiten. "Unser Ziel ist es, in den nächsten 6 bis 12 Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen", so Blume gegenüber den Beschäftigten laut Redetext.
"Für Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm können wir heute noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen", ergänzte der Manager. Das heiße aber nicht, dass Werksschließungen beschlossen seien. "Sie sind immer die letzte und teuerste Lösung." Würde VW in Deutschland weitermachen wie bisher, hätten der Konzern dauerhaft einen Nachteil von rund 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.
VW will massiv Stellen abbauen, um die Profitabilität zu steigern.
Mit 3,8 Prozent operativer Rendite habe das Unternehmen zwar andere Hersteller zuletzt überholt. "Zur Wahrheit gehört aber auch: Das reicht nicht aus, um unsere Zukunft aus eigener Kraft zu finanzieren", so Blume. "Die häufig genannte Zahl von rund 50.000 Stellen weltweit ist dabei keine Zielgröße. Sie ist eine theoretische Rechengröße - abgeleitet von unseren Kosten."
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