Deutsche Maastricht-Defizitquote im ersten Halbjahr bei 3,1 Prozent
25.08.2026 / 08:09 Uhr
DOW JONES--Der deutsche Staatshaushalt hat im ersten Halbjahr 2026 nach vorläufigen Berechnungen ein Finanzierungsdefizit von 71,3 Milliarden Euro verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, lag das staatliche Defizit damit um 36,6 Milliarden Euro höher als im Vorjahreszeitraum. Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in jeweiligen Preisen ergibt sich für das erste Halbjahr 2026 eine Defizitquote von 3,1 Prozent. Der Maastricht-Referenzwert von 3,0 Prozent wird damit leicht überschritten. Aus den Ergebnissen für das erste Halbjahr lassen sich laut den Statistikern nur begrenzt Rückschlüsse auf das Jahresergebnis ziehen.
Mit 48,1 Milliarden Euro hatte der Bund den größten Anteil am gesamtstaatlichen Finanzierungsdefizit. Das Defizit des Bundes stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 deutlich um 29,0 Milliarden Euro an, da die Ausgaben stärker als die Einnahmen wuchsen.
Das Finanzierungsdefizit der Länder erhöhte sich um 3,5 Milliarden Euro auf 6,5 Milliarden Euro. Die Gemeinden verringerten ihr Defizit hingegen um 1,5 Milliarden Euro auf 14,8 Milliarden Euro. Die Sozialversicherungen verzeichneten im ersten Halbjahr 2026 ein Defizit von 1,8 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Überschuss von 3,8 Milliarden Euro erzielt worden war.
Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com
DJG/apo/mgo
(END) Dow Jones Newswires
August 25, 2026 02:08 ET (06:08 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
25.08.2026 @ 09:55:16


