PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
25.08.2026 / 06:54 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
EU - Die EU-Kommission arbeitet an einer neuen wirtschaftspolitischen Allianz mit Großbritannien, Japan und Südkorea. Das erfuhr das Handelsblatt aus Kommissionskreisen. Ziel der vier Bündnispartner soll es sein, sich gemeinsam gegen chinesische Überkapazitäten auf dem Automobilmarkt zu schützen, die eigenen Märkte gegenseitig offen zu halten und beim Abbau und der Verarbeitung von kritischen Rohstoffen zu kooperieren. Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten EU-Beamten und Diplomaten sollen Autos aus den drei Partnerländern bei den "Buy European"-Regeln bevorzugt werden. Mit dem geplanten Gesetz will die EU Kaufprämien für E-Autos und steuerliche Vorteile für Firmenflotten auf europäische Fahrzeuge beschränken. Fahrzeuge aus den drei Ländern würden dem Plan zufolge in Zukunft wie EU-Autos behandelt werden. (Handelsblatt)
REFORMEN - Der ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber kritisiert die Arbeit der Bundesregierung scharf. "Deutschland ist reformunfähig und reformunwillig", sagte er dem Handelsblatt. "Wir bekommen keine grundlegenden Reformen mehr hin, weil wir ein äußerst komplexes politisches System haben, in dem wir über drei Gebietskörperschaften hinweg Kompromisse machen müssen." Für einige Reformen müsste man zudem die Verfassung ändern. Dafür bräuchte es jedoch große Mehrheiten, die es aktuell politisch nicht gebe. Große Hoffnung setzt Weber jedoch auf Europa. "Es wird viele Strukturreformen auf europäischer Ebene geben", sagte er. "Diese Regeln werden wir dann auch in Deutschland umsetzen." (Handelsblatt)
INVESTITIONEN - Der Investitionsbeauftragte von Bundeskanzler Friedrich Merz fordert mehr Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Die Überzeugungsarbeit bei den öffentlichen Behörden, mit Investoren aus dem Privatsektor zusammenzuarbeiten, sei eine "größere Herausforderung" als das Auftreiben von privatem Geld, um die Straßen, Brücken und Häfen des Landes nach jahrzehntelangem Investitionsstau zu modernisieren, sagte Martin Blessing der Financial Times. "Wir müssen die zuständigen Behörden immer noch dazu bringen zu sagen: 'Das ist etwas, das wir wirklich tun wollen'." Die skeptische Haltung gegenüber öffentlich-privaten Partnerschaften beginne sich in "verschiedenen Ministerien" in Berlin zu wandeln, sagte er und fügte hinzu, der Prozess dauere "ein wenig länger, als wir gehofft hatten". (Financial Times)
BAUINDUSTRIE - Vor der im Zeichen von Wachstum und Innovation stehenden Kabinettsklausur in Neuhardenberg ruft die Bauindustrie die Regierung dazu auf, endlich zu liefern. Er erwarte jetzt "ein Aufbruchsignal von Bundeskanzler Friedrich Merz und seinem Kabinett, das neue Dynamiken und Geschwindigkeiten freisetzt", sagte HDB-Geschäftsführer Tim-Oliver Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Industrie, Wirtschaft, aber auch die Bürgerinnen und Bürger rechnen im Hinblick auf die anstehenden Landtagswahlen mit einer verlässlichen Standort- und Investitionsstrategie, die zügig und ohne Partei-Arithmetik umgesetzt wird", ergänzte er. (RND)
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