MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Dollar-Abwertung bremst
19.08.2026 / 18:13 Uhr
DOW JONES--Der europäische Aktienmarkt hat am Mittwoch knapp behauptet tendiert. Für den DAX ging es 0,1 Prozent auf 26.091 Punkte nach unten, der Euro-Stoxx büßte 0,4 Prozent ein. Für Kaufzurückhaltung sorgte, dass die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ausgelaufen ist und bislang keine weitere vereinbart wurde. Dazu bleibt die Lage in der Meerenge von Hormus fragil. Die Ölpreise zogen um rund 1,5 Prozent an.
Für Gesprächsstoff sorgten aber vor allem die Anleihemärkte. Nach dem deutlichen Anstieg der Renditen an den Vortagen ging es dort volatil zu, unter dem Strich entspannte sich die Lage in Europa aber leicht, in den USA stärker. Auslöser war die Ankündigung des US-Finanzministeriums, zukünftig mehr langlaufende Anleihen zurückzukaufen. mutmaßlich mit der Absicht, das Zinsniveau zu drücken. Das setzte aber dem Dollar kräftig zu und der Euro legte kräftig zu, was wiederum die Kauflaune für Aktien drückte. Der Euro kostete zuletzt 1,1665 Dollar, so viel wie zuletzt Anfang Juni. Großer Gewinner neben dem Euro war das Gold mit einem Plus von 3,5 Prozent.
Tagesfavoriten waren Pharmawerte. Die Stimmung für den Sektor wurde gestützt durch die Nachricht, dass ein personalisierter Impfstoff von Moderna und Merck & Co das Wiederauftreten von Melanomen verringert. Die Moderna-Aktie mehr als verdoppelte sich daraufhin an der Wall Street. Der Kurs des deutschen Wettbewerbers Biontech schnellte im Windschatten im heimischen Xetra-Handel um fast 20 Prozent nach oben. Auch Aktien anderer Unternehmen aus dem Sektor, die nicht unmittelbar im Bereich mRNA-Impfstoffe arbeiten, legten zu. Im DAX kamen Qiagen auf ein Plus von 2,1 Prozent und Merck KGaA auf 1,2 Prozent. Im MDAX stiegen Sartorius um 2,3 Prozent. Roche gewannen 1,6, Novartis 1,2 oder Sanofi ebenfalls 1,2 Prozent. Der Stoxx-Subindex der Pharmaaktien gewann 1,1 Prozent.
Chipaktien hatten es angesichts der zuletzt erhöhten Marktzinsen weiter schwer. Infineon fielen um 4,0 Prozent zurück, Aixtron um 3,1 oder Suss Microtec um 6,3 Prozent. Daneben verloren ASML 2,2 Prozent und STMicroelectronics 3,1 Prozent. Zum einen schlage sich das höhere Zinsniveau ungünstig auf die Bewertungen nieder, zum anderen könnten die höheren Zinsen die massiven Investitionen in KI-Technologie bremsen, hieß es.
Gemieden wurden Aktien der Versicherer. Zum einen wurde auf Belastungen der Versicherer durch die Hitzewelle verwiesen. Marktbeobachter verwiesen aber auch auf den jüngsten fortgesetzten Rückgang der Anleihekurse. Dies habe Sorgen vor Bewertungsverlusten der Anleihen in den Anlageportfolios der Versicherer geschürt. Der Versicherer-Branchenindex gab um 1,5 Prozent nach.
Bei Heidelberger Druck sorgten Geschäftszahlen für Bewegung. Umsatz und Gewinn gingen im ersten Geschäftsquartal zwar zurück, Analysten hoben aber den guten Auftragseingang hervor. Die Aktie legte um 2,6 Prozent zu.
In Zürich legten Geberit nach Veröffentlichung starker Zahlen um 7,4 Prozent zu. Das Sanitär-Unternehmen wies für das zweite Quartal einen Umsatz über dem Konsens aus. Auch das operative Ergebnis übertraf die Erwartungen.
Ebenso in Zürich ging es für Straumann um 2,5 Prozent nach unten. Der Zahntechnikexperte hatte zwar ebenfalls gute Zahlen präsentiert. Sie wurden aber überschattet vom angekündigten Weggang des Unternehmenschefs.
Index Schluss* Entwicklung in % Seit Jahresbeginn (%) Euro-Stoxx-50 6.444 -0,4 +11,7 Stoxx-50 5.467 -0,1 +11,3 Stoxx-600 651 -0,1 +10,1 DAX 26.091 -0,1 +6,7 FTSE-100 London 10.728 +0,1 +8,0 CAC-40 Paris 8.509 -0,1 +4,4 AEX Amsterdam 1.107 -0,4 +16,4 ATHEX-20 Athen 6.688 -1,0 +25,0 BEL-20 Brüssel 5.759 -0,2 +13,4 BUX Budapest 148.697 -0,0 +33,9 OMXH-25 Helsinki 6.276 +0,3 +10,0 OMXC-20 Kopenhagen 1.614 +0,3 +0,4 PSI 20 Lissabon 9.305 -0,7 +12,6 IBEX-35 Madrid 19.935 -0,4 +15,2 FTSE-MIB Mailand 53.018 -0,8 +18,0 OBX Oslo 2.012 +0,0 +25,9 PX Prag 2.789 -0,7 +3,9 OMXS-30 Stockholm 3.245 -0,0 +12,6 WIG-20 Warschau 152.485 +1,3 +28,5 ATX Wien 6.642 -0,7 +24,7 SMI Zürich 14.321 +0,5 +7,9 * gerundet DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:02 EUR/USD 1,1669 +0,8 0,0095 1,1574 1,1579 EUR/JPY 184,86 +0,1 0,1300 184,73 184,7600 EUR/CHF 0,9325 -0,8 -0,0078 0,9403 0,9401 EUR/GBP 0,8572 +0,2 0,0019 0,8553 0,8551 USD/JPY 158,41 -0,8 -1,2100 159,62 159,5500 GBP/USD 1,3608 +0,6 0,0079 1,3529 1,3539 USD/CNY 6,7295 -0,2 -0,0131 6,7426 6,7425 USD/CNH 6,7299 -0,2 -0,0158 6,7457 6,7459 AUS/USD 0,7126 +0,6 0,0040 0,7086 0,7096 Bitcoin/USD 68.652,24 +6,3 4.094,09 64.558,15 64.706,66 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 86,58 +1,9 1,64 84,94 Brent/ICE 92,33 +1,4 1,31 91,02 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.497,30 +3,8 163,97 4.333,33 Silber 65,98 +4,2 2,68 63,30 Platin 1.800,67 +5,2 88,67 1.712,00 (Angaben ohne Gewähr)
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/gos
(END) Dow Jones Newswires
August 19, 2026 12:12 ET (16:12 GMT)
Bitte beachten Sie das Regelwerk
DAX®, MDAX®, TecDAX® und SDAX® sind eingetragene Markenzeichen der ISS STOXX Index GmbH
EURO STOXX®-Werte bezeichnet Werte der Marke „EURO STOXX“ der STOXX Limited und/oder ihrer Lizenzgeber
TRADEGATE® ist eine eingetragene Marke der Tradegate AG
Kurse in EUR; Fremdwährungsanleihen in der jeweiligen Währung
Zeitangaben in CEST (UTC+2)
Top 5 Umsatz
Letzte Aktualisierung:
19.08.2026 @ 19:42:11


