PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen

19.08.2026 / 06:27 Uhr

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

EINZELHANDEL - Kunden von Supermärkten und anderen Geschäften müssen sich bald womöglich auf größer angelegte Streiks einstellen. Die Gewerkschaft Verdi ist bereit, den Arbeitskampf im Einzelhandel deutlich auszuweiten. Hintergrund ist die seit April laufende Tarifrunde, in der es trotz zahlreicher Verhandlungstreffen noch kein Ergebnis gibt. "Wenn sich die Arbeitgeber in den nächsten Wochen nicht bewegen, werden wir die Streikmaßnahmen intensivieren", sagte Verdi-Vorständin Silke Zimmer der Süddeutschen Zeitung. Mehrtägige Arbeitsniederlegungen seien dann denkbar. "Dabei nehmen wir gezielt diejenigen Unternehmen ins Visier, die die Verhandlungen blockieren." (Süddeutsche Zeitung)

STROMGESETZ - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Energiegenossenschaft Green Planet Energy haben in Brüssel Beschwerde gegen eines der wichtigsten energiepolitischen Vorhaben der Bundesregierung eingelegt. Die Beschwerde liegt dem Handelsblatt vor. "Es gab leichte Nachbesserungen, aber dieses Gesetz ist und bleibt maßgeschneidert für Gaskraftwerke. Von Technologieoffenheit kann keine Rede sein", begründet Carolin Dähling von Green Planet Energy die offizielle Beschwerde. Das von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) eingebrachte Gesetz begünstige die fossile Technologie, statt einen fairen Wettbewerb um die günstigste und klimafreundlichste Lösung zu ermöglichen. Das neue Stromversorgungssicherheits- und Kapazitätsgesetz (StromVKG) soll Anreize für den Bau von Anlagen schaffen, die immer dann Strom liefern, wenn die Erzeugung aus erneuerbaren Quellen nicht ausreicht, um die Stromnachfrage zu decken. CDU-Ministerin Reiche setzt dabei vor allem auf Gaskraftwerke. "Wir fordern deswegen ein ordentliches Prüfverfahren. Die EU sollte hier ganz genau hinschauen", sagt Dähling. (Handelsblatt)

KI-AUTOMATISIERUNG - Immer mehr Kleinstunternehmer setzen Künstliche Intelligenz (KI) ein, um Teile ihres Geschäfts zu automatisieren. 34 Prozent der Befragten gaben an, bereits Teilprozesse in ihrem Unternehmen mit KI zu automatisieren - nach 16 Prozent bei einer vorherigen Umfrage im September 2025. Das zeigt eine Umfrage unter knapp 3.000 Unternehmern mit bis zu neun Mitarbeitern, die das Softwareunternehmen Lexware durchgeführt hat und die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Der Umfrage zufolge nutzen 64 Prozent der Kleinstunternehmer KI mindestens mehrmals pro Woche, 41 Prozent sogar täglich. (Handelsblatt)

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August 19, 2026 00:26 ET (04:26 GMT)

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