MÄRKTE EUROPA/Leichte Kursverluste zu Wochenbeginn - SIG Group stürzen ab

17.08.2026 / 18:07 Uhr

DOW JONES--Mit leichten Kursverlusten haben die europäischen Aktienmärkte zu Wochenbeginn den Handel beendet. Nach einem impulslosen Handel schloss der DAX 0,4 Prozent leichter bei 26.339 Punkten, der Euro-Stoxx-50 verlor 0,1 Prozent auf 6.530 Punkte. Marktteilnehmer verfolgten weiterhin aufmerksam die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beendigung des Konfliktes sind ins Stocken geraten. US-Präsident Donald Trump deutete am Freitag an, dass die USA nach Ende des Krieges die Kontrolle über die Straße von Hormus übernehmen könnten. Auch hat Trump dem Oman mit Bombardierung gedroht, sollte dieser sich den Bemühungen der USA um ein Friedensabkommen mit dem Iran "in den Weg stellen".

"Ich habe den Eindruck, dass bei den Anlegern an diesem Punkt eine gewisse 'Schlagzeilen-Müdigkeit' einsetzt", kommentierte Daniel O'Regan von Mizuho. "Ähnlich wie der Russland-Ukraine-Krieg für die Märkte allmählich zum Hintergrundrauschen wurde, schlägt der Markt nicht mehr bei jeder Iran-Meldung um 1 bis 3 Prozent aus. Das ist wahrscheinlich ein gesundes Zeichen." Brent ging mit plus 0,6 Prozent auf 89,09 Dollar das Fass um.

Eine wichtige Stütze für die Börsen stellte die zu Ende gehende Berichtssaison dar. "Die Unternehmensgewinne wachsen kräftig genug, um die Kurse weiter zu tragen. Die Berichtssaison zum zweiten Quartal liefert unseres Erachtens die fundamentalen Belege für diesen Ausblick", so die DZ Bank. Zudem habe die Berichtssaison auch die Debatte, ob sich die KI-Investitionen lohnen, wieder entschärft. Die großen Plattformkonzerne, insbesondere die führenden Cloud-Betreiber, konnten im Rahmen ihrer Berichterstattung zum zweiten Quartal belegen, dass ihren hohen Investitionen bereits spürbare Umsatz- und Ertragszuwächse gegenüberstehen.

Ein Blick auf den Kalender zeigt, dass für die kommenden Tage von der Seite kaum Impulse zu erwarten sind. Aus dem Stoxx-600 berichten im Verlauf der Woche nur noch 30 Unternehmen, gewichtige Konjunkturdaten stehen mit den Einkaufsmanager-Indizes erst am Freitag im Kalender.

Die Nachrichtenlage von Unternehmensseite war extrem dünn, daher lieferten Analysten mit ihren Umstufungen bei Einzelwerten Impulse. So hat die Bank of America die Aktie von Salzgitter mit "Kaufen" wieder aufgenommen, die Aktie schloss 3,4 Prozent höher. Im DAX ging es für Infineon um 0,4 Prozent nach oben, hier soll Goldman Sachs optimistischer sein.

Die hohen Renditen an den Anleihemärkten machen Investitionen in den Immobiliensektor weiter unattraktiv. Zu Wochenbeginn fielen Vonovia 1,8 Prozent zurück, Grand City Properties um 3,2 Prozent oder LEG Immobilien um 1,6 Prozent.

OHB legten 2,5 Prozent zu. Hier wurde positiv gewertet, dass das Unternehmen am Aufbau einer sicheren Satellitenkonstellation der Europäischen Union beteiligt werde, so ein Marktteilnehmer. Mit einer europäischen Kommunikationsinfrastruktur für Regierung, Militär und strategische Wirtschaftszweige wolle man sich unabhängig machen von internationalen Anbietern.

SIG Group brechen ein - Abrupter CEO-Wechsel verstimmt

Bei SIG Group (-17,8%) belastete, dass CEO Mikko Keto überraschend das Unternehmen verlässt, es ist bereits der zweite CEO-Wechsel innerhalb kurzer Zeit. Keto war erst im Frühjahr 2026 zum Unternehmen gestoßen und hat für die Analysten von Vontobel frühzeitig einen konstruktiven Eindruck auf Investoren gemacht. Die Entscheidung, mit Ann-Kristin Erkens eine CEO zu ernennen, die gleichzeitig weiterhin als CFO fungiere, habe einen klaren Übergangscharakter und lasse eine wichtige Governance-Frage ungelöst, bis ein permanenter CFO-Nachfolger benannt ist. Der Kapitalmarkttag am 27.10. wird für die Analysten nun zu einem zentralen Katalysator. Das Management habe dann eine klare und glaubwürdige Erklärung für den Führungswechsel zu liefern.

Steyr Motors (-22,1%) hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 angepasst und die Mittelfristprognose für das Geschäftsjahr 2027 zurückgenommen. Als Grund nannte das Unternehmen Verzögerungen bei internationalen Defense-Projekten, insbesondere infolge verzögerter öffentlicher Beschaffungs-, Genehmigungs- und Abnahmeprozesse. Dadurch konnten im ersten Halbjahr 2026 ursprünglich geplante Umsätze von rund 10 Millionen Euro nicht realisiert werden.

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Index               Schluss*  Entwicklung in %  Seit Jahresbeginn (%) 
Euro-Stoxx-50          6.530              -0,1                  +12,9 
Stoxx-50               5.501              -0,1                  +11,9 
Stoxx-600                656              -0,2                  +11,1 
DAX                   26.339              -0,4                   +8,0 
FTSE-100 London       10.750              -0,3                   +8,2 
CAC-40 Paris           8.637              -0,7                   +6,0 
AEX Amsterdam          1.118              -0,3                  +17,5 
ATHEX-20 Athen         6.706              +0,3                  +25,3 
BEL-20 Brüssel         5.664              +1,7                  +11,5 
BUX Budapest         150.553              -0,3                  +35,6 
OMXH-25 Helsinki       6.349              +0,5                  +11,3 
OMXC-20 Kopenhagen     1.621              -0,2                   +0,8 
PSI 20 Lissabon        9.255              -0,4                  +12,0 
IBEX-35 Madrid        20.157              -0,9                  +16,5 
FTSE-MIB Mailand      53.584              +0,0                  +19,2 
OBX Oslo               2.014              +0,1                  +26,1 
PX Prag                2.790              -0,0                   +3,9 
OMXS-30 Stockholm      3.275              -0,3                  +13,6 
WIG-20 Warschau      151.586              -1,1                  +30,7 
ATX Wien               6.733              -0,5                  +26,4 
SMI Zürich            14.391              -0,6                   +8,5 
* gerundet 
 
DEVISEN                  zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Fr, 17:47 
EUR/USD                   1,1587   +0,2    0,0018          1,1569     1,1581 
EUR/JPY                   184,67   +0,2    0,3700           184,3   184,3300 
EUR/CHF                   0,9382   -0,3   -0,0025          0,9407     0,9396 
EUR/GBP                   0,8544    0,0    0,0000          0,8544     0,8544 
USD/JPY                   159,35   +0,0    0,0500           159,3   159,1600 
GBP/USD                   1,3558   +0,2    0,0028           1,353     1,3550 
USD/CNY                   6,7399   -0,0   -0,0013          6,7412     6,7412 
USD/CNH                   6,7408   -0,1   -0,0035          6,7443     6,7425 
AUS/USD                    0,711   +0,4    0,0029          0,7081     0,7090 
Bitcoin/USD            64.145,46   +1,8  1.102,61       63.042,85  62.935,68 
 
ROHÖL                    zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                  82,67   +0,3      0,27            82,4 
Brent/ICE                  89,09   +0,6      0,57           88,52 
 
Metalle                  zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                    4.425,36   +1,1     49,47        4.375,89 
Silber                     66,34   +2,6      1,69           64,66 
Platin                  1.778,34   +1,8     30,62        1.747,72 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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August 17, 2026 12:06 ET (16:06 GMT)

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