MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa

10.08.2026 / 07:31 Uhr

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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++

MONTAG: In Singapur bleiben die Börsen wegen eines Ersatzfeiertags für den Nationalfeiertag (9. August) geschlossen.

DIENSTAG: In Japan ruht der Börsenhandel wegen des Tags des Berges.

+++++ TAGESTHEMA +++++

In China hat sich im Juli die Inflation bei den Verbraucher- und auch bei den Erzeugerpreisen unerwartet stark abgeschwächt. Dies deutet auf eine verhaltene Binnennachfrage hin und spiegelt die Auswirkungen von Extremwetter sowie sinkenden Ölpreisen wider. Der Erzeugerpreisindex stieg im Juli um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr und verlangsamte sich damit nach einem Anstieg von 4,1 Prozent im Vormonat, wie das Nationale Statistikamt am Sonntag mitteilte. Dieser Wert lag unter dem von Ökonomen in einer Umfrage des Wall Street Journal erwarteten Plus von 3,9 Prozent. Chinas Erzeugerpreise kletterten den fünften Monat in Folge, angetrieben durch stark steigende Ölpreise im Zuge des Nahostkonflikts. Dies folgte auf einen lang anhaltenden 41-monatigen Rückgang, der Ende 2022 begonnen hatte. Auf Monatsbasis sanken Chinas Erzeugerpreise im Juli um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat - ein stärkerer Rückgang als im Juni mit minus 0,3 Prozent, weil die globalen Ölpreise bröckelten und ungünstige Wetterbedingungen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt zu schaffen machten. Unterdessen stiegen die Verbraucherpreise in China um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie verlangsamten sich damit gegenüber dem Wachstum von 1,0 Prozent im Juni und verfehlten den von den befragten Ökonomen prognostizierten Anstieg von 0,8 Prozent. Die Kerninflationsrate (Kern-VPI), welche die schwankungsanfälligen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg im Juli um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und kühlte sich damit von einem Anstieg von 1,0 Prozent im Vormonat ab.

+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN +++++

GEA GROUP

Nachfolgend die Konsensschätzungen für das zweite Quartal (in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis je Aktie in Euro, Marge in Prozent, nach IFRS):

.                    PROG   PROG  PROG 
2. QUARTAL           2Q26   ggVj  Zahl   2Q25 
Auftragseingang     1.414    +8%    11  1.309 
Umsatz              1.376    +5%    13  1.312 
EBITDA                233    +7%    13    217 
EBITDA-Marge         16,9     --    13   16,5 
Ergebnis je Aktie    0,71    +8%     7   0,66 
Free Cashflow         163  +329%     3     38 
 

Weitere Termine:

07:10 DE/Hypoport SE, ausführliches Ergebnis 1H (10:00 Analysten- und Pressekonferenz)

18:00 DE/Patrizia SE, Ergebnis 1H

+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++

Keine relevanten Daten angekündigt.

+++++ ÜBERSICHT FUTURES / INDIZES +++++

Aktuell: 
Index                       zuletzt  +/- % 
DAX Futures               26.436,00    0,0 
E-Mini-Future S&P-500      7.789,25   +0,1 
E-Mini-Future Nasdaq-100  29.916,00   +0,3 
Topix (Tokio)              4.102,17   +0,7 
Hang-Seng (Hongk.)        25.810,68   +0,6 
Shanghai-Comp.             3.943,22   +0,1 
 
Freitag: 
INDEX               zuletzt  +/- % 
DAX               26.319,45   +0,7 
DAX-Future        26.389,00   +0,5 
MDAX              32.407,20   -0,1 
TecDAX             4.068,78   +1,7 
SDAX              18.659,63   +0,5 
Euro-Stoxx-50      6.523,86   +0,3 
Stoxx-50           5.527,31   +0,4 
XDAX              26.375,60   +0,2 
Dow-Jones         54.036,93   +0,3 
S&P-500            7.757,64   +0,6 
Nasdaq Composite  26.690,62   +1,3 
 

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einer zurückhaltenden Eröffnung an Europas Börsen rechnen Händler zum Wochenstart. Die Lage um die Straße von Hormus ist eher unklarer geworden. Deutlich wird aber, dass die USA entgegen ihrer Ankündigungen keine wirkliche Rolle bei den Gesprächen spielen. Der Iran hat unterstrichen, dass er kurz vor einer Einigung mit dem Oman über die Verwaltung des Schiffsverkehrs durch die strategisch wichtige Straße steht, hat nun aber Zusatzforderungen in Richtung USA erhoben. Sorgen macht auch die Wirtschaft in China, wo die Erzeugerpreise im Juli um 3,5 Prozent angestiegen sind. Das war geringer als erwartet und deutet auf ein Nachlassen des Erholungsmomentums der dortigen Wirtschaft an. Der schwächere US-Arbeitsmarkt hat für Entspannung bei den Zinserhöhungserwartungen gesorgt. Allerdings dürften sich Anleger vor den wichtigen US-Verbraucherpreisen am Mittwoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, heißt es. Der Datenkalender am Montag ist leer. Das dürfte die Bedeutung von technischen Handelsmarken in den Vordergrund rücken, heißt es im Handel.

Rückblick: Gute europäische Konjunkturdaten lieferten Kaufargumente. Am Nachmittag linderte der überraschend schwache US-Arbeitsmarktbericht Zinserhöhungsorgen, was die Kurse weiter nach oben trieb und den DAX ein neues Rekordhoch erklimmen ließ. Ausbleibende Nachrichten zu einer Wiederöffnung der Straße von Hormus dämpften indessen die Kauflaune. Vor allem die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte profitierten von den schwachen US-Arbeitsmarktdaten und den daraufhin fallenden Marktzinsen. Der Sektor-Index lag zum Handelsschluss rund 2 Prozent im Plus. Die Berichtssaison schaltete am Freitag einen Gang zurück. In der Schweiz verloren Amrize 8,8 Prozent. Die Zahlen des von Holcim (-2,4%) abgespaltenen Zementherstellers enthielten Licht und Schatten, wie die Analysten von Vontobel anmerkten.

DAX/MDAX/SDAX/TECDAX

Freundlich - Daimler Truck (-2,8%) und Munich Re (-1,4%) hatten finale Zahlen vorgelegt. Der Markt monierte hier zumeist Details. So merkte JP Morgan bei Munich Re an, dass die Einnahmen im Bereich Schaden- und Unfallrückversicherung im zweiten Quartal stärker als vom Markt veranschlagt zurückgegangen seien. Neue Geschäftszahlen kamen von Lanxess (-4,4%) und Allianz (-1,6%). Bei allen Unternehmen sei viel über einzelne Aspekte diskutiert worden, klare Einschätzungen fehlten aber, hieß es im Handel. Auch die Kommentare der Analysten verlören sich in Detaildiskussionen. So monierte die RBC bei Allianz die Entwicklung im Bereich P&C sowie die Einnahmen des Konzerns. Bei Brenntag löste der erneut erhöhte Jahresausblick keine Freudensprünge aus - die Aktie verlor 0,9 Prozent. Zinssensible Techaktien profitierten von der Aussicht auf eine stillhaltende US-Notenbank. Am deutschen Aktienmarkt gewannen Infineon 2,9 Prozent, SAP 4,1 Prozent, Aixtron 2,5 Prozent oder Suss 5,2 Prozent. Letztere wurde zusätzlich gestützt durch zwei Hochstufungen auf "Kaufen" von MPCM und Deutscher Bank.

XETRA-NACHBÖRSE

Wenig verändert zeigte sich die Stabilus-Aktie im nachbörslichen Handel am Freitag. Das Unternehmen wird einen neuen Finanzvorstand bekommen.

USA - AKTIEN

Freundlich - Der unerwartet schwache US-Arbeitsmarktbericht für Juli linderte Zinserhöhungssorgen. Statt des erwarteten Beschäftigungsaufbaus war ein Abbau von Stellen gemeldet worden. Ausbleibende Neuigkeiten zu den Verhandlungen zwischen Iran und Oman über die Wiederöffnung der Straße von Hormus dämpften die Kauflaune etwas. Unternehmensseitig hatte Airbnb bei der Veröffentlichung von Zweitquartalszahlen den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Online-Vermittler von privaten Unterkünften verzeichnet nach eigenen Angaben eine rege Nachfrage und nutzt (KI) zur Verbesserung der Plattform. Die Aktie verteuerte sich um 17,4 Prozent. Der Kurs von Atlassian sprang um 35,3 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte vor allem in seiner Cloudsparte überraschend gut abgeschnitten. Under Armour (-4,5%) hat im ersten Geschäftsquartal zwar aufgrund einer geringeren Nachfrage einen Umsatzrückgang verbucht, ist aber in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Sportartikelanbieter mit einem Umsatzrückgang um einen mittleren einstelligen Prozentsatz; bisher war ein "leichter" Rückgang erwartet worden. Die Schnellrestaurantkette Wendy's (+4,1%) hatte nach einem durchwachsenen zweiten Quartal den Ausblick für 2026 zurückgezogen und die Dividende gekürzt. Das Unternehmen will unter anderem mit Investitionen die Trendwende schaffen. Positiv werden die Zahlen zum ersten Geschäftsquartal von Take-Two Interactive (+6%) aufgenommen. Der Videospieleanbieter sieht nach eigenen Angaben keine Kaufzurückhaltung der Kunden aufgrund des konjunkturellen Umfelds. Die als zinssensitiv geltenden Technologiewerte profitierten nicht durchweg von den sinkenden Marktzinsen, da Anleger weiter die Nachhaltigkeit der KI-bedingten Gewinne und die massiven Investitionen in Frage stellten. Unter anderem gewannen Nvidia 2,3 Prozent und Intel 1,8 Prozent. Die am Donnerstag nach Zahlenvorlage abgestraften Aktien von Western Digital und Sandisk verloren jedoch weitere 3,8 und 3,7 Prozent.

USA - ANLEIHEN

US-Treasuries        Rendite       +/-  Tageshoch  Tagestief 
2 Jahre                 4,20     -0,03       4,26       4,15 
10 Jahre                4,66     -0,01       4,69       4,60 
 

Die Renditen der US-Anleihen kamen nach den enttäuschenden Arbeitsmarktdaten zunächst deutlich zurück, weil Zinserhöhungerwartungen ausgepreist wurden, erholten sich aber im weiteren Verlauf von ihren Tagestiefs. Die Zehnjahresrendite fiel um 1 Basispunkt auf 4,66 Prozent.

+++++ DEVISENMARKT +++++

DEVISEN        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag  Do, 17:15 
EUR/USD          1,155   -0,1   -0,0008          1,1558     1,1558 
EUR/JPY         182,94   +0,3    0,5800        182,3600   182,4300 
EUR/CHF         0,9347   +0,1    0,0009          0,9338     0,9336 
EUR/GBP         0,8562   -0,0   -0,0003          0,8565     0,8565 
USD/JPY         158,36   +0,4    0,5800        157,7800   157,7900 
GBP/USD         1,3486   -0,0   -0,0002          1,3488     1,3493 
USD/CNY         6,7458   -0,0   -0,0014          6,7472     6,7474 
USD/CNH         6,7455   +0,0    0,0025          6,7430     6,7433 
AUS/USD         0,7061   -0,1   -0,0006          0,7067     0,7062 
Bitcoin/USD  65.006,17   -0,1    -84,00       65.090,17  64.976,02 
 

Der Dollar folgte den Anleiherenditen nach unten und tendierte etwas leichter. Der Euro stieg auf rund 1,1560 Dollar.

+++++ ROHSTOFFE +++++

METALLE

Metalle        zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold          4.334,29   -0,2     -7,42        4.341,71 
Silber           63,77   +0,3      0,22           63,55 
Platin        1.750,11   +0,3      5,12        1.744,99 
 

Gold profitierte vom schwächeren Dollar und den gesunkenen Marktzinsen. Der Preis für die Feinunze stieg um 2,4 Prozent auf 4.340 Dollar.

ÖL

ROHÖL          zuletzt  +/- %  +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex        78,42   +0,3      0,24           78,18 
Brent/ICE        83,91   +0,4      0,36           83,55 
 

Die Ölpreise zogen an. Das Barrel Brentöl verteuerte sich um 1,5 Prozent auf 83,70 Dollar, da Neuigkeiten zur Straße von Hormus ausblieben. Sollte es hier zu einer Einigung zur Wiederöffnung der für den Öltransport wichtigen Meerenge kommen, würden geopolitische Risiken etwas verringert, hieß es. Der Nahostkonflikt dürfte dadurch aber noch lange nicht beendet sein, gaben Marktteilnehmer zu bedenken.

+++++ MELDUNGEN SEIT FREITAG 17.30 UHR +++++

STRASSE VON HORMUS

Ein hochrangiger iranischer Vertreter hat eine Reihe harter Forderungen für die Öffnung der Straße von Hormus aufgestellt. Mohammad Bagher Zolghadr, Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, sagte, die USA müssten den Krieg dauerhaft beenden, ihre Seeblockade aufheben, ihre Streitkräfte abziehen, alle Sanktionen aufheben, die eingefrorenen Vermögenswerte des Iran freigeben, Kriegsreparationen zahlen, Drohungen und Beleidigungen einstellen und militärische Aktionen gegen die mit dem Iran verbündeten Milizen in der Region stoppen, bevor der Iran die Meerenge öffnen würde, so ein Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.

KONJUNKTUR JAPAN

*Japan/Leistungsbilanz Juni nsb Defizit 92,3 Mrd JPY (PROG: Überschuss 1,514 Bill JPY)

USA

Ein Bundesberufungsgericht hat am Freitag entschieden, dass der Bau des von Präsident Donald Trump geplanten Festsaals im Weißen Haus vorerst gestoppt werden muss. In einem 2:1-Urteil bestätigte ein Gremium des Berufungsgerichts des US-Bundesdistrikts Columbia eine Entscheidung der Vorinstanz, die die Bauarbeiten an dem geplanten, etwa 8.360 Quadratmeter großen Projekt vorübergehend ausgesetzt hatte. Das Berufungsgericht urteilte, dass das Projekt die Zustimmung des Kongresses erfordert.

STABILUS

wird einen neuen Finanzvorstand bekommen. Wie der Industrie- und Autozulieferer mitteilte, hat CFO Andreas Jaeger den Aufsichtsrat gebeten, seinen Vorstandsvertrag aus persönlichen Gründen vorzeitig aufzulösen. Der Aufsichtsrat sei dieser Bitte "mit Bedauern und im gegenseitigen Einvernehmen" nachgekommen. Die Verantwortung für das Finanzressort übernimmt laut Stabilus bis zur Neubesetzung interimistisch der Vorstandsvorsitzende Michael Büchsner. Er soll dabei operativ von dem Finanzmanager Thomas Kresser unterstützt werden. Für die dauerhafte Wiederbesetzung der Position hat der Aufsichtsrat einen strukturierten Auswahlprozess eingeleitet.

APPLE

testet Speicherchips des chinesischen Unternehmens CXMT für verschiedene Produktlinien, darunter iPhones und MacBooks, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Das US-Unternehmen reagiert damit auf eine Speicherknappheit während des Booms bei künstlicher Intelligenz (KI).

MOORE THREADS

Der KI-Chip-Entwickler Moore Threads Technology plant einen Börsengang in Hongkong. Damit reiht sich das Unternehmen in die wachsende Zahl chinesischer Chiphersteller ein, die in der Finanzmetropole frisches Kapital aufnehmen wollen. Das in Peking ansässige Unternehmen teilte am Sonntag mit, dass das Board den Plänen zur Ausgabe von H-Aktien und einer Notierung im Hauptsegment der Hongkonger-Börse zugestimmt habe. Der Chipentwickler will nach eigenen Aussagen mit dem IPO seine Internationalisierungsstrategie vertiefen und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

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HINWEIS: Dieses Briefing kann Meldungselemente enthalten, die mit Künstlicher Intelligenz automatisch aus der ursprünglich englischen Version ins Deutsche übersetzt wurden. Die englischsprachige Version sollte als die maßgebliche Fassung betrachtet werden.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

August 10, 2026 01:30 ET (05:30 GMT)

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