Puma verringert Verlust im 2Q und verbessert Marge - Ausblick bestätigt
31.07.2026 / 08:17 Uhr
Von Ulrike Dauer
DOW JONES--Puma hat im zweiten Quartal trotz eines fast zweistelligen Umsatzrückgangs den Verlust reduziert und die Margen verbessert. Dabei profitierte der Herzogenauracher Sportartikelhersteller unter anderem von einer Zollrückerstattung. Die Ergebnisse waren besser als die Markterwartungen.
Für die Ziele im Gesamtjahr sieht sich der im MDAX notierte Sportartikelhersteller auf Kurs. Sie sehen unter anderem einen EBIT-Verlust zwischen 50 und 150 Millionen Euro sowie einen währungsbereinigten Umsatzrückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich vor. Die Konsensschätzung für den EBIT-Verlust im Gesamtjahr liegt derzeit bei 78 Millionen Euro. Der Ausblick berücksichtige nun mögliche Auswirkungen des Nahostkonflikts und der US-Zölle, teilte Puma mit
"Nach einem soliden ersten Quartal und einem erwartungsgemäß schwächeren zweiten Quartal rechnen wir mit einer schrittweisen Verbesserung der Umsätze in der zweiten Jahreshälfte 2026. Das stimmt uns für die weitere Entwicklung des Gesamtjahres zuversichtlich und wir bestätigen unseren Ausblick", sagte CEO Arthur Hoeld. Die Nummer 3 der börsennotierten Sportartikelhersteller weltweit befindet sich derzeit in einem Restrukturierungsprozess unter dem neuen CEO.
Im Zeitraum April bis Juni sank der Umsatz währungsbereinigt um 9,4 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro von 1,87 Milliarden im Vorjahr, geschätzt worden waren 1,67 Milliarden im Vara-Research-Konsens.
Der EBIT-Verlust belief sich auf 53,1 Millionen Euro verglichen mit einem Verlust von 109 Millionen Euro im Vorjahr. Die Schätzung lag bei minus 69 Millionen. Darin enthalten sind Effekte aus Zollrückerstattungen von 11,5 Millionen Euro. Die EBIT-Marge betrug minus 3,1 Prozent nach minus 5,8, geschätzt worden waren minus 4,1.
Nach Steuern und Dritten ergab sich ein Verlust von 72,8 Millionen Euro verglichen mit minus 247 Millionen Euro im Vorjahr und geschätzten minus 99 Millionen. Je Aktie betrug der Verlust 0,49 Euro nach minus 1,67 Euro im Vorjahr, die Schätzung lautete auf minus 0,67 Euro.
2026 soll für Puma ein "Reset-Jahr" werden, nach einem Übergangsjahr 2025. Der Konzern will ab 2027 wieder profitables Wachstum liefern.
2025 war durch den bewussten Rückzug aus niedrigpreisigen Vertriebskanälen, hohe Einmalzahlungen für Personalabbau sowie Belastungen durch Zölle und ungünstige Wechselkurse geprägt. Auch für 2026 stellt sich der Konzern auf ein weiteres Übergangsjahr mit Verlust ein, aber der operative Verlust soll sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringern.
Kontakt zur Autorin: ulrike.dauer@wsj.com; @UlrikeDauer_
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July 31, 2026 02:17 ET (06:17 GMT)
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