PRESSESPIEGEL/Zinsen, Konjunktur, Kapitalmärkte, Branchen
31.07.2026 / 07:10 Uhr
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
EU-PLÄNE - Der Chef des Münchner ifo Instituts, Clemens Fuest, fordert angesichts rapide steigender Importe aus China eine Neuausrichtung im Umgang mit Peking. "Wenn es in China Beschränkungen für ausländische Investoren gibt, sollten wir gleichermaßen antworten, aber letztlich mit dem Ziel, dass China sich stärker öffnet", sagte Fuest dem Magazin Focus. Es sei richtig, bei "bestimmten, kritischen Gütern Abhängigkeiten abzubauen, etwa in der Produktion von Medikamenten". Aber die von der EU-Kommission geplante Vorgabe, den Industrie-Anteil an der EU-Wirtschaftsleistung auf 20 Prozent zu steigern, halte er für "planwirtschaftlichen Unfug", erklärte der Ökonom mit Blick auf den "Industrial Accelerator Act" (IAA). (Focus)
GIGAFACTORY - Der angekündigte Start für die Ausschreibung von Hochleistungsrechenzentren für Künstliche Intelligenz (Gigafactories) durch die Europäische Kommission stößt in der deutschen Politik auf Zustimmung. Es sei "klares Ziel der Bundesregierung", dass Deutschland Standort einer solchen Gigafactory werde, sagte Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) dem Handelsblatt. Die Rahmenbedingungen seien geschaffen. "Nun sind die Konsortien gefragt, sich im Wettbewerb durchzusetzen." Bär zeigte sich "zuversichtlich", dass es "schlagkräftige" deutsche Bewerbungen geben werde. (Handelsblatt)
WOHNUNGSBAU - Nach der Ankündigung neuer Kürzungen im Bundeshaushalt hat das Verbändebündnis Wohnungsbau einen Brandbrief an Kanzler Friedrich Merz und weitere Mitglieder der Bundesregierung verschickt. "Streichen Sie dem Wohnungsbau keine Mittel, damit er die Chance hat, wenigstens auf dem niedrigen Niveau, das er aktuell noch hat, weiterzumachen", heißt es in dem Schreiben, das dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Der unter anderem von der IG BAU, dem Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und dem Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) unterzeichnete Brandbrief warnt nicht mehr nur vor einer Stagnation, sondern davor, dass sich die ohnehin tiefe Krise zu einem massiven Einbruch beim Wohnungsbau entwickelt. (RND)
BENZINPREIS - Das Bundeskartellamt stößt bei seiner Untersuchung der stark gestiegenen Kraftstoffpreise auf juristischen Widerstand. Nach Informationen der Bild-Zeitung haben zwei Mineralölkonzerne beim Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf Beschwerde gegen Auskunftsbeschlüsse der Wettbewerbsbehörde eingelegt. Die Bonner Behörde will die genauen Kalkulationsdaten der Raffinerie-Eigentümer erzwingen, um zu prüfen, ob die Konzerne die geopolitische Krise im Nahen Osten für unzulässige Gewinnmaximierung nutzen. Ein Sprecher des Bundeskartellamts bestätigte Bild, dass Verfahren gegen alle zwölf Eigentümer deutscher Raffinerien laufen und entsprechende Auskunftsbeschlüsse erlassen wurden. Zwei Unternehmen gehen nun im Eilrechtsschutz gegen diese Verpflichtung vor. Die Namen der Konzerne nannte die Behörde nicht. (Bild)
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July 31, 2026 01:09 ET (05:09 GMT)
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